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5 Mythen über dicke Pferde, die dein Pferd krank machen

Experten-Interview
Dr. med. vet. Veronika Klein
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Dieser Beitrag geht auf ein Podcast-Interview von Dr. Veronika Klein mit Dr. Katharina Voss zurück und wird bei neuen Erkenntnissen aktualisiert. Er ersetzt keine tierärztliche Untersuchung deines Pferdes.

Das Wichtigste in Kürze

» Über die Hälfte der Pferde ist zu dick. Besitzer schätzen ihr Pferd nachweislich schlanker ein, als es ist, weil sich der Maßstab verschoben hat.
» Die versteckten Kalorien liegen fast nie im Kraftfutter, sondern im Heu. Rund um die Uhr Raufutter funktioniert nicht für jedes Pferd.
» Dicke Pferde sind mit Energie überversorgt, bei Protein und Spurenelementen aber oft im Mangel. Radikaldiäten verschärfen genau das.

Über die Hälfte der Pferde in Deutschland ist zu dick. Je nachdem, welche Erhebung man heranzieht, liegen die Zahlen zwischen 50 und 80 Prozent. Und wenn man Besitzerinnen darauf anspricht, fallen die allermeisten aus allen Wolken.

Das ist kein Vorwurf, sondern ein Wahrnehmungsproblem. Wir sehen unsere Pferde jeden Tag, und wer täglich hinschaut, merkt eine schleichende Veränderung nicht. Dazu kommt: Weil so viele Pferde zu dick sind, hat sich der Maßstab verschoben. Ein übergewichtiges Pferd fällt uns schlicht nicht mehr als außerhalb der Norm auf.

Interessant ist die Richtung dieser Verzerrung. Beim Blick in den Spiegel neigen die meisten Menschen dazu, sich selbst kritischer zu sehen, als sie sind. Beim eigenen Pferd läuft es genau umgekehrt: Studien zur Übereinstimmung zwischen Besitzereinschätzung und tierärztlicher Beurteilung zeigen, dass Besitzer ihr Pferd systematisch schlanker einschätzen, als es ist.

In dieser Folge räumt Dr. Katharina Voss mit fünf hartnäckigen Mythen auf. Sie hat Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Tierzucht und Tierhaltung studiert, in dem Bereich promoviert, arbeitet als Fütterungsberaterin und ist ausgebildete Hufreheberaterin bei Team HUF.

Dr. Katharina Voss, Agrarwissenschaftlerin und Fuetterungsberaterin, im Gespraech ueber Uebergewicht beim Pferd

Die vier Stufen auf dem Weg zum schlanken Pferd

Bevor wir zu den Mythen kommen, lohnt ein Blick auf den Weg, den fast alle gehen. Er verläuft in vier Stufen, und die meisten Mythen sind genau das, was einen zwischen zwei Stufen festhält.

  • Unbewusst: Ich erkenne nicht, dass mein Pferd zu viele Kilos hat.
  • Symptombewusst: Ich sehe, dass da zu viel auf den Rippen ist.
  • Problembewusst: Mir wird klar, dass diese Kilos im Körper meines Pferdes echten Schaden anrichten.
  • Lösungsbewusst: Ich gehe die ersten Schritte, um es zu ändern.

Überlege beim Lesen ruhig mit, auf welcher Stufe du gerade stehst. Das ist keine Wertung, sondern hilft dir zu erkennen, welcher Satz dich noch aufhält.

Mythos 1: „Mein Pferd ist doch nicht zu dick“

Das ist der Klassiker, und er ist der hartnäckigste, weil er sich völlig richtig anfühlt. Die Lösung ist nicht, besser hinzuschauen, sondern mit den Händen zu arbeiten statt mit den Augen.

Das einfachste Werkzeug dafür ist der Body Condition Score. Du beurteilst sechs feste Punkte am Pferd, zu jedem gibt es eine Beschreibung, wie es sich anfühlt, wenn das Pferd normalgewichtig, zu dünn oder zu dick ist. Du brauchst dafür nichts außer dieser Skala, deinen Händen und deinem Pferd.

Zwei Dinge helfen zusätzlich. Erstens Fotos: Wer direkt vor dem Pferd steht, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein Foto zeigt oft schonungsloser, was Sache ist, und es macht Veränderungen über Monate sichtbar. Zweitens die Kombination aus Gewicht und Score, denn das absolute Gewicht allein sagt wenig: 500 Kilogramm können viel zu viel, genau richtig oder zu wenig sein, je nach Rasse und Stockmaß.

Für das Gewicht brauchst du keine Waage. Mit dem Maßband kommst du deutlich näher an die Wahrheit als mit dem Auge:

Rechner wird geladen …

Ein guter Zeitpunkt für diese Bestandsaufnahme ist jetzt, vor dem Anweiden. Denn über die Weidesaison wird es in aller Regel eher mehr als weniger. Wer mit einem Wert unter 6 in den Frühling startet, hat Spielraum. Wer bei 7 startet, hat ein Problem, das sich über den Sommer weiter aufbaut.

Mythos 2: „Ein bisschen mehr ist doch nicht so schlimm“

Hinter diesem Satz steckt oft eine gute Absicht. Viele empfinden ein paar Kilo zu viel als Zeichen, besonders gut für ihr Tier gesorgt zu haben. Lieber ein bisschen mehr als zu wenig, das kann ja nicht schaden.

Es schadet aber, und zwar auf mehr Ebenen, als die meisten vermuten. Die Folgen fangen bei Beschwerden an, die kaum jemand mit dem Gewicht in Verbindung bringt.

  • Juckreiz und Berührungsempfindlichkeit, die man eher der Haut oder dem Sattel zuschreibt
  • Husten, bei dem fast nie an das Gewicht gedacht wird
  • Ein verändertes Gangbild, das sich bis in die Hufe auswirkt
  • Fühliges Laufen auf hartem oder steinigem Boden
  • Deutliche Trägheit und weniger Leistungsfähigkeit

Dazu kommt ein Aspekt, der in der Diskussion fast immer untergeht: Die Psyche. Übergewichtige Pferde können ihr Pferdsein nicht mehr richtig ausleben. Sie bewegen sich nicht so, wie sie wollen, manche haben Schmerzen. Das macht sich bemerkbar, mal als Unzufriedenheit oder Aggression, mal als Apathie.

Und dann ist da die große Baustelle: Die Hufrehe. Fettgewebe ist kein passiver Speicher, sondern hormonell aktiv. Es begünstigt eine Insulindysregulation, und die ist heute als häufigster Auslöser der Hufrehe anerkannt. Mehr dazu im Beitrag über das Equine Metabolische Syndrom.

Mythos 3: „Der kriegt doch schon nichts“

Diesen Satz hört man in jedem Stall, und er ist von Herzen ehrlich gemeint. Es gibt tatsächlich Stoffwechseltypen, die das Futter nur anschauen müssen. Und es kommt etwas dazu, das wir aus der Menschenwelt kennen: Liebe wird über Essen gezeigt. Wir gehen essen, wir geben Kindern etwas Süßes. Beim Pferd ist das nicht anders.

Die versteckten Kalorien liegen im Grundfutter

„Der kriegt doch nichts“ bezieht sich fast immer auf Kraft- und Zusatzfutter. Genau dort wird penibel auf Melasse, Getreide und Zucker geachtet. Wie viel Energie und Zucker aber im Heu steckt, wissen die wenigsten.

Ein Pferd in Gruppenhaltung mit Heu rund um die Uhr frisst vielleicht 15 Kilogramm am Tag und liegt damit 20, 30 oder sogar 50 Prozent über seinem Tagesbedarf, allein aus dem Raufutter. Da relativiert sich die Frage nach 20 Gramm Zusatzfutter. Solange nicht klar ist, was in den 15 Kilogramm steckt, sind die 20 Gramm nachrangig.

Der erste Schritt ist deshalb die Heuanalyse. Der zweite ist unbequemer: Heu rund um die Uhr funktioniert nicht für jedes Pferd. Das ist eine harte Botschaft, weil viele sich bewusst für eine Haltung mit ständigem Futterzugang entschieden haben. Aber wenn ein Pferd täglich vier oder fünf Kilogramm zu viel frisst, lässt sich das nicht wegtrainieren.

Das Bild dazu trifft es: Das ist, als würdest du jeden Tag drei Sit-ups machen und dir mittags drei Big Macs reinziehen. Dazu passt eine Beobachtung aus dem Trainingsplanungskurs: Rund 95 Prozent der Teilnehmenden stellen fest, dass sie ihr Pferd eigentlich zu wenig fordern. Sobald das Training wirklich fordernd wird, nehmen viele Pferde ab.

Fresspause heißt nicht Beschäftigungspause

Die größte Angst hinter dem Dauerheu ist das Magengeschwür. Kein Heu, also sofort Magenprobleme, so die Sorge. Dabei ist Heu nicht das einzige Raufutter. Stroh funktioniert, Äste und Gehölz funktionieren. Das deckt Kaubedürfnis und Beschäftigung ab und legt trotzdem etwas in den Magen, ohne dieselbe Energiedichte mitzuliefern.

So findest du heraus, wie viel dein Pferd wirklich frisst

„Im Offenstall kann ich das nicht ausrechnen“ stimmt so nicht. Fast jedes Pferd verträgt es, sechs bis acht Stunden abgetrennt zu stehen. Steck dafür einen kleinen Bereich ab, wieg das Heu ein, das du hineinlegst, und wieg hinterher, was übrig ist. Hochgerechnet auf 24 Stunden hast du eine belastbare Größenordnung, auch wenn es keine Laborgenauigkeit ist.

Und wenn im Stall nichts zu ändern ist? Dann liegt in der Menge übergewichtiger Pferde eine Chance: Ihr seid mit Sicherheit nicht die Einzigen. Tut euch zusammen und trennt die betroffenen Pferde zeitweise gemeinsam ab, statt für die ganze Gruppe etwas ändern zu wollen.

Mythos 4: „Dicke Pferde sind überversorgt“

Mit Energie ja, sonst wären sie nicht dick. Mit allem anderen häufig nicht.

In Rationsberechnungen zeigen sich bei übergewichtigen Pferden regelmäßig Defizite beim Protein, und zwar selbst dann, wenn viel Heu gefüttert wird. Der Eiweißgehalt im Heu hat sich über die letzten Jahrzehnte deutlich verändert. Früher sah man in Rationen oft zu viel Protein, heute ist das kaum noch der Fall. Sobald die Heumenge für eine Reduktionsdiät begrenzt wird, verschärft sich das.

Dazu kommen häufig Mängel bei Spurenelementen und Vitaminen, besonders wenn gar kein Mineral- oder Krippenfutter mehr gegeben wird.

Das ist mehr als ein Schönheitsfehler, denn es sabotiert das eigentliche Ziel: Der Körper gibt seine Reserven nur ungern her, wenn er gleichzeitig an anderer Stelle im Mangel steckt. Dazu kommt, dass ein übergewichtiges Pferd kein gesundes Pferd ist und dadurch sogar einen Mehrbedarf an bestimmten Nährstoffen haben kann.

Deshalb gehört eine Rationsberechnung an den Anfang, nicht ans Ende. Und deshalb ist die Radikaldiät der falsche Weg. Die alte Faustregel, ein Kilogramm Heu je 100 Kilogramm Körpergewicht, ist überholt. Heute fragt man eher: Wie viel braucht dieses Pferd, um satt zu werden, und wie baue ich daraus eine Ration, mit der es trotzdem abnimmt? Wird ein Pferd nicht mehr satt, entsteht Stress, und der ist beim Abnehmen ein schlechter Begleiter.

Mythos 5: „Dick heißt EMS, dünn heißt gesund“

Lange galt in der Tiermedizin fast ein Gleichheitszeichen: Dickes Pferd, also EMS. Von dieser Sichtweise ist die Forschung abgerückt, und zwar in beide Richtungen.

Es gibt eine genetische Veranlagung für eine Insulindysregulation. Sie bedeutet ein erhöhtes Risiko, aber ob tatsächlich etwas passiert, hängt davon ab, wie das Pferd lebt, wie es gefüttert wird und wie es sich bewegt. Die Genetik ist der Rahmen, nicht das Schicksal.

Und weil das so ist, können auch dünne Pferde eine Insulindysregulation entwickeln. Besonders häufig sieht man das bei PPID, früher als Cushing bezeichnet. Diese Pferde sind meist eher dünn und haben trotzdem das Problem. Getestet werden aber vor allem die dicken, weil man dort die Risikofaktoren vermutet. Bei den dünnen weiß man es schlicht oft nicht.

Dazu kommt: Wir denken in Schablonen. Dicker Mähnenkamm, herzförmige Kruppe, das ist unser Bild vom fetten Pferd. Aber wie viel Fettmasse ein Pferd überhaupt anlegen kann, unterscheidet sich zwischen den Typen erheblich. Ein Pferd kann für seine Rasse extrem viel Fett tragen und neben einem gleich großen Pferd anderer Rasse trotzdem schlank wirken. Manche Typen lagern zudem mehr viszerales Fett im Bauchraum ein, und das ist für den Stoffwechsel deutlich problematischer als das, was wir von außen sehen.

Wie unzuverlässig der Blick ist, zeigte eine Fortbildung zur Insulinmessung eindrücklich: Das Publikum sollte anhand von Fotos raten, welches Pferd auffällige Werte hat. Die meisten lagen daneben. Sehr dicke Pferde hatten keine Insulindysregulation, augenscheinlich gesunde, dünne Pferde dagegen schlechte Werte.

Die Konsequenz ist unbequem, aber eindeutig: Bei Verdacht gehört gemessen, nicht geschätzt. Das gilt für den Ernährungszustand genauso wie für die Blutwerte. Und wenn Hufrehe im Raum steht, lohnt der Test auch beim dünnen Pferd.

Der Teil, über den kaum jemand spricht

Es gibt eine Hürde, die mit Fachwissen nichts zu tun hat: Den sozialen Druck im Stall. Wer einen Maulkorb aufzieht, wer sein Pferd später oder gar nicht auf die Weide lässt, wird dafür angegangen. In einem Stall wurden Besitzerinnen regelrecht gemobbt, weil ihre „armen Pferde“ nicht aufs Gras durften. Dass genau diese Entscheidung den Pferden womöglich das Leben rettet, geht in der Diskussion unter.

Zwei Gedanken helfen dagegen. Der erste: Pferde sind ursprünglich Steppentiere, keine Weidetiere. In der Steppe gab es im Frühjahr etwas frisches Grün, danach überwiegend karges, trockenes Futter. Unsere Hochleistungswiesen haben damit wenig zu tun.

Der zweite: Der Stress sitzt bei uns, nicht bei den Pferden. Macht man das Koppeltor auf, gehen die Pferde raus, die rausdürfen. Die anderen haben nach drei, vier Malen verstanden, dass sie nicht dabei sind, und suchen sich etwas anderes. Manche freuen sich sogar über den halbleeren Offenstall. Diesen Stress projizieren wir hinein.

Umso wichtiger ist die Frage, wie der Auslauf gestaltet ist. Ein Paddock Trail mit Hügeln, Wasserstellen und Totholzecken macht ein Pferdeleben auch ohne viel Wiese lebenswert. Statt das ganze Jahr auf die Weidesaison hinzufiebern, lässt sich fragen: Warum ist mein Paddock nicht so gestaltet, dass er ganzjährig etwas hergibt?

Übrigens: Die beiden Pferde aus dem Beispiel oben, beide bei einem Body Condition Score von 8, kamen sechs Wochen später auf die Weide als der Rest. Sie hatten in dieser Zeit deutlich abgenommen und sind ohne Hufrehe durch den Sommer gekommen.

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Wichtig ist zuerst, was hier nicht gemeint ist: Es geht um keine Vorwürfe und keine Schuldgefühle. Niemand muss sich rechtfertigen, wie es so weit kommen konnte. Interessant ist nur, wie es ab heute weitergeht.

Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Body Condition Score bestimmen, Gewicht schätzen, ein Foto machen und beides mit Datum notieren. Der zweite ist die Frage, wo die Energie herkommt, und dafür brauchst du die Heumenge, nicht die Kraftfutterration. Der dritte sind die Stellschrauben, die in deiner Haltung realistisch sind.

Und dann braucht es vor allem Geduld. Das dauert Monate, nicht Wochen. Aber mach unbedingt am Anfang ein Foto und schau es dir später wieder an. Das Pferd, das nach ein paar Monaten wieder aus eigenem Antrieb über die Wiese galoppiert, ist die Mühe wert. Pferde sind glücklicherweise nicht nachtragend.

Häufige Fragen

Über den Body Condition Score. Du beurteilst sechs feste Körperregionen mit den Händen und vergleichst mit einer Skala. Das ist zuverlässiger als der Blick, denn wer sein Pferd täglich sieht, nimmt schleichende Veränderungen nicht wahr. Ergänzend helfen ein geschätztes Gewicht per Maßband und Fotos, die du über Monate vergleichst.

Die Energie steckt meist im Grundfutter. Ein Pferd mit Heu rund um die Uhr kann 15 Kilogramm am Tag fressen und damit 20 bis 50 Prozent über seinem Energiebedarf liegen, ganz ohne Kraftfutter. Der erste Schritt ist deshalb eine Heuanalyse und das Ausmessen der tatsächlich gefressenen Menge, nicht das Streichen der letzten Handvoll Müsli.

Ja, aber es braucht Management. Trenne dein Pferd zeitweise ab, wieg das Heu ein und wieg die Reste, dann kennst du die tatsächliche Menge. Sind mehrere übergewichtige Pferde in der Gruppe, tut euch zusammen und trennt sie gemeinsam zeitweise ab. Das ist leichter durchzusetzen, als die Fütterung für alle umzustellen.

Kein Heu bedeutet nicht automatisch eine Fresspause. Stroh, Äste und Gehölz decken Kaubedürfnis und Beschäftigung ab und legen etwas in den Magen, ohne die Energiedichte von Heu mitzubringen. Wichtig ist, die Alternativen bewusst anzubieten, statt das Pferd schlicht ohne alles stehen zu lassen.

Häufig steckt ein Nährstoffmangel dahinter. Übergewichtige Pferde sind mit Energie überversorgt, bei Protein, Spurenelementen und Vitaminen aber oft unterversorgt, und das verschärft sich, sobald die Heumenge reduziert wird. Der Körper gibt seine Reserven nur ungern her, wenn er an anderer Stelle im Mangel steckt. Eine Rationsberechnung gehört deshalb an den Anfang.

Ja. Es gibt eine genetische Veranlagung, und besonders bei PPID, früher Cushing genannt, sind die betroffenen Pferde oft eher dünn. Getestet werden meist die dicken Pferde, weil man dort die Risikofaktoren vermutet. Steht Hufrehe im Raum, lohnt der Test deshalb auch beim schlanken Pferd.

Langsam. Mehr als ein bis zwei Prozent der Körpermasse pro Woche sollten es nicht sein, sonst droht eine Stoffwechselentgleisung. Realistisch geht es um Monate, nicht um Wochen. Radikale Kürzungen der Heumenge sind kontraproduktiv, weil sie Mängel und Stress erzeugen.

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