Menü

Equines Metabolisches Syndrom (EMS) beim Pferd

Pferdekrankheiten
Dr. Veronika Klein
Teilen:

Dieser Artikel fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Equinen Metabolischen Syndrom zusammen, unter anderem den Konsens von ECEIM und Equine Endocrinology Group. Er ersetzt keine tierärztliche Untersuchung: Diagnose und Behandlung von EMS und Hufrehe gehören in die Hand deines Tierarztes.

Das Wichtigste in Kürze

» EMS ist keine einzelne Krankheit, sondern eine Risikokonstellation um eine gestörte Insulinregulation (Insulindysregulation). Ohne diese Insulinstörung ist es kein EMS.
» Die wichtigste Folge ist die Hufrehe: Rund 90 Prozent aller Hufrehefälle sind hormonell (insulinbedingt), nicht durch Fruktan oder reine Überlastung.
» Das Fundament ist zucker- und stärkearme Fütterung plus Bewegung und Gewichtsabbau. Medikamente können unterstützen, ersetzen das aber nicht. Diagnose und Behandlung gehören zum Tierarzt.

Wenn ein Pferd immer wieder Hufrehe bekommt, scheinbar von Luft und Liebe dick wird oder trotz Diät nicht abnimmt, fällt schnell ein Begriff: EMS, das Equine Metabolische Syndrom. Kaum ein Stoffwechselthema wird so oft genannt und so oft missverstanden. Denn EMS ist weder einfach „zu dick" noch dasselbe wie PPID (das viele noch „Cushing" nennen), und der gefährlichste Irrtum ist, es auf das Gewicht zu reduzieren. Dieser Artikel ordnet nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand ein, was EMS wirklich ist, warum es die Hufe bedroht und worauf es im Management ankommt.

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist keine einzelne Krankheit, sondern eine Konstellation von Risikofaktoren, in deren Zentrum eine Störung des Insulinstoffwechsels steht, die sogenannte Insulindysregulation. Ihre wichtigste und gefährlichste Folge ist die Hufrehe.

Robustes, rundliches Pony vom Typ Easy Keeper, besonders anfällig für das Equine Metabolische Syndrom

Was ist EMS eigentlich?

Das European College of Equine Internal Medicine (ECEIM) hat den Begriff in seinem Konsensuspapier präzise gefasst: EMS ist keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Risikokonstellation, die ein Pferd für Hufrehe anfällig macht. Der harte Kern dahinter ist die Insulindysregulation. Vereinfacht gesagt gerät der Regelkreis aus Insulin und Zucker aus dem Takt: Nach zucker- oder stärkereichen Mahlzeiten schüttet die Bauchspeicheldrüse zu viel und zu lange Insulin aus, und die Gewebe sprechen schlechter darauf an (Insulinresistenz). Ohne den Nachweis dieser Insulinstörung darf man laut Definition gar nicht von EMS sprechen. Genau deshalb ist EMS auch kein reines Gewichtsproblem, dazu weiter unten mehr.

Die eigentliche Gefahr: die Verbindung zur Hufrehe

Warum ist ein dauerhaft zu hoher Insulinspiegel so gefährlich? Weil er direkt die Aufhängung des Hufbeins angreift. Die moderne Forschung nennt diese Form deshalb Hyperinsulinämie-assoziierte Hufrehe und löst damit die alten, ungenauen Begriffe wie „Weiderehe" ab. Und das ist keine Randerscheinung: Nach heutigem Kenntnisstand gehen rund 90 Prozent aller natürlichen Hufrehefälle auf diesen hormonellen Mechanismus zurück, nicht auf eine Vergiftung oder eine reine Überlastung. Hohe Insulinwerte bringen die empfindlichen Huflamellen dazu, sich zu strecken, unkontrolliert zu wuchern und schließlich den Halt zu verlieren. Wer also die Wurzel einer immer wiederkehrenden Hufrehe sucht, landet fast immer beim Insulin. Wie ein akuter Schub abläuft und was dann zählt, liest du im Artikel Hufrehe erkennen und im Notfall richtig handeln, die neuen Erkenntnisse zum Managen im Beitrag Hufrehe verstehen und managen.

Was im Körper passiert: Fett ist nicht nur Speicher

Um zu verstehen, warum gerade rundliche Pferde so leicht ins Schleudern geraten, hilft ein Blick auf das Fettgewebe. Es ist kein toter Energiespeicher, sondern ein aktives Hormonorgan, das selbst Botenstoffe bildet, sogenannte Adipokine. Zwei davon sind für EMS entscheidend:

  • Leptin meldet dem Gehirn normalerweise „genug gefressen". Bei dauerhaft dicken Pferden wird davon so viel ausgeschüttet, dass das Gehirn abstumpft, eine Leptinresistenz entsteht. Der Appetit bleibt hoch, obwohl die Speicher längst voll sind, ein Teufelskreis.
  • Adiponektin wirkt genau umgekehrt: Es macht die Gewebe wieder empfindlicher für Insulin und dämpft Entzündungen. Ausgerechnet bei übergewichtigen und insulinkranken Pferden ist es besonders niedrig. Ein niedriger Adiponektinspiegel gilt heute als einer der stärksten Vorboten für ein hohes Hufreherisiko.

Das erklärt, warum überschüssiges Fett den Stoffwechsel aktiv befeuert und nicht bloß Ballast ist. Und es erklärt, warum Abnehmen beim EMS-Pferd so viel bewirkt: Es nimmt der hormonellen Entgleisung buchstäblich die Grundlage.

EMS ist nicht PPID (Cushing): die wichtige Abgrenzung

Ein häufiges Durcheinander: EMS und PPID werden gern in einen Topf geworfen, sind aber zwei grundverschiedene Dinge. PPID ist übrigens die Erkrankung, die viele noch „Cushing" nennen, auch wenn dieser aus der Humanmedizin entlehnte Name beim Pferd fachlich nicht passt. EMS ist eine Stoffwechselstörung, die schon junge bis mittelalte Pferde betrifft, oft leichtfuttrige Typen mit auffälligen Fettdepots. PPID dagegen ist eine langsam fortschreitende Erkrankung älterer Pferde, bei der ein Teil der Hirnanhangsdrüse aus dem Ruder läuft. Typisch sind hier das lange, schlecht abwerfende Fell, Muskelabbau über der Rückenlinie und ein Hängebauch. Beides kann im alten Pferd zusammen auftreten, und PPID kann eine Insulinstörung zusätzlich verschärfen, aber es sind unterschiedliche Baustellen mit unterschiedlicher Diagnostik. Warum der Name „Cushing" beim Pferd in die Irre führt, erklärt der Beitrag Cushing beim Pferd gibt es nicht.

Welche Pferde besonders gefährdet sind

EMS hat eine starke genetische Komponente. Besonders betroffen sind robuste, leichtfuttrige Rassen, die evolutionär auf das Überleben mit wenig Futter gezüchtet wurden, die sogenannten „Easy Keeper": Ponys wie Welsh und Shetland, Isländer, Araber, Morgan Horses und ähnliche. Vollblüter und viele Warmblutlinien tragen dagegen ein deutlich geringeres Risiko. Wichtig zu wissen: Eine Risikorasse ist nicht automatisch krank, und eine unauffällige Rasse ist nicht sicher geschützt. Übrigens hält der oft beworbene EMS-Gentest wissenschaftlich nicht stand. Ein untersuchtes Kandidatengen (FAM174A) ließ sich in einer größeren Analyse nicht als Risikomarker bestätigen.

Kräftig aufgeworfener Mähnenkamm bei einem Pony, ein typisches Fettdepot beim EMS

Woran du EMS erkennst

Das klassische Bild ist der leichtfuttrige, rundliche Typ mit auffälligen Fettdepots: ein fester, aufgeworfener Mähnenkamm, Polster am Schweifansatz, hinter den Schultern und über den Augen. Dazu kommt oft die Vorgeschichte „nimmt von nichts zu" und eine wiederkehrende, sonst unerklärliche Hufrehe. Aber Vorsicht: Das Erscheinungsbild allein reicht nicht, wie der Abschnitt zu den Mythen zeigt. Der Verdacht entsteht am Pferd, die Gewissheit bringt nur das Labor.

Diagnose: warum der Bluttest entscheidet

Weil EMS über die Insulinstörung definiert ist, führt kein Weg am Bluttest vorbei. Ein einzelner Nüchternwert ist wenig aussagekräftig und übersieht viele milde Fälle. Verlässlicher sind Belastungstests, bei denen das Pferd eine definierte Zuckermenge bekommt und danach die Insulinantwort gemessen wird (oraler Zuckertest). Bei älteren Pferden klärt der Tierarzt zusätzlich über den ACTH-Wert ab, ob auch PPID mit im Spiel ist. Ein entscheidender Fallstrick: Im akuten Hufreheschub sollte nicht getestet werden. Der Schmerz treibt über Stresshormone das Insulin künstlich in die Höhe und liefert falsch hohe Werte. Welche Tests wann sinnvoll sind, entscheidet der Tierarzt am Pferd.

Das Fundament: Fütterung und Bewegung

So viel vorweg: Der wichtigste Hebel bei EMS liegt nicht in einer Spritze, sondern im Alltag. Zwei Dinge tragen das Management.

Erstens die Fütterung. Das Fundament ist eine strikt zucker- und stärkearme Ration. Als Richtwert nennt die Wissenschaft eine Summe aus Zucker und Stärke von unter etwa zehn Prozent der Trockenmasse, bei sehr empfindlichen Pferden noch weniger. Kraftfutter, Müsli, Obst und die meisten Leckerlis fallen damit praktisch weg. Ein verbreiteter Fallstrick ist das Wässern von Heu: Es senkt zwar den Zucker, aber langes Einweichen lässt laut einer Untersuchung die Keimzahl im Heu bis auf das Fünffache ansteigen und schwemmt wichtige Mineralstoffe aus. Sinnvoller ist kurzes Wässern von etwa 30 bis 60 Minuten in kaltem Wasser oder das Bedampfen. Wie eine bedarfsgerechte, sichere Ration aussieht, klärt man am besten über eine Futterberatung und eine Heuanalyse.

Zweitens die Bewegung. Regelmäßige, kontrollierte Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit messbar, und zwar unabhängig vom Abnehmen. Wichtig ist die Reihenfolge: Solange ein Pferd akute Hufrehe hat, ist Bewegung tabu, hier gibt der Tierarzt die Ruhephase vor. Erst das rehefrei eingestellte Pferd profitiert von langsam steigender Bewegung. Und weil überschüssiges Fettgewebe den Stoffwechsel zusätzlich entgleisen lässt, ist ein langsamer, kontrollierter Gewichtsabbau bei übergewichtigen Pferden ein zentrales Ziel.

Besondere Vorsicht gilt der Weide. Für EMS-Pferde ist frisches Gras die größte Zuckerquelle überhaupt und muss streng gemanagt werden, ob über eine Fressbremse, abgesteckte Flächen oder klar begrenzte Zeiten, immer abgestimmt auf den Einzelfall.

Abnehmen mit Augenmaß: warum Hungern der falsche Weg ist

Wenn Übergewicht den Stoffwechsel befeuert, liegt der Gedanke nahe, das Futter einfach radikal zu streichen. Genau das ist gefährlich. Eine zu drastische Diät kann bei Ponys und besonders bei Eseln einen bedrohlichen Hungerstoffwechsel auslösen (Hyperlipidämie), bei dem der Körper massenhaft Fett ins Blut schwemmt und die Leber verfettet. Abnehmen beim EMS-Pferd ist deshalb ein kontrollierter, langsamer Prozess:

  • Die Heumenge wird moderat begrenzt, aber niemals ganz gestrichen. Zuckerarmes, strukturreiches Heu bleibt die Basis der Ration.
  • Lange Fresspausen vermeiden: engmaschige Heunetze halten das Pferd beschäftigt und den Magen ruhig, ohne die Gesamtmenge zu erhöhen.
  • Bewegung erst, wenn das Pferd rehefrei ist, dann aber konsequent und langsam gesteigert.
  • Den Fortschritt messbar machen, etwa mit einem Maßband am Bauchumfang, statt nach Gefühl zu urteilen.

Wie schnell und wie stark ein einzelnes Pferd abnehmen darf, ohne in den Hungerstoffwechsel zu rutschen, gehört in die Abstimmung mit Tierarzt und Futterberatung.

Medikamente: was es gibt, und was sie nicht ersetzen

Reichen Fütterung und Bewegung nicht aus, gibt es inzwischen medikamentöse Möglichkeiten. Sie gehören aber alle in tierärztliche Hand und werden beim Pferd meist außerhalb der offiziellen Zulassung eingesetzt. Am meisten Aufmerksamkeit bekommen zurzeit die neuen SGLT2-Hemmer aus der Humanmedizin, die den Insulinspiegel in kontrollierten Studien deutlich senken und eine Hufrehe verhindern können, gezeigt etwa bei Ponys mit Insulindysregulation. Sie haben allerdings Nebenwirkungen, unter anderem einen Anstieg der Blutfette, und sind noch nicht lange im Einsatz. Daneben werden Levothyroxin (zeitlich begrenzt zur Unterstützung des Gewichtsabbaus) und, mit eher schwacher Wirkung, Metformin genutzt. Entscheidend bleibt: Kein Medikament ersetzt die zucker- und stärkearme Fütterung. Ob und welches Mittel im Einzelfall infrage kommt, entscheidet der Tierarzt.

Die hartnäckigsten Mythen rund um EMS

  • „Nur dicke Pferde haben EMS." Falsch. Gerade genetische Risikopferde können schlank oder sogar mager aussehen und trotzdem eine ausgeprägte Insulinstörung haben. Werden sie für gesund gehalten und unkontrolliert auf die Weide gelassen, endet das nicht selten in einem schweren Reheschub. Das Auge allein schließt EMS nie aus.
  • „Nur das Fruktan im Gras macht Hufrehe." Biochemisch daneben. Fruktan löst gar keinen Insulin-Spike aus. Es sind die einfachen Zucker und die Stärke im Gras, die rasch ins Blut fluten und das Insulin hochtreiben. Fruktan ist bestenfalls ein grober Anzeiger für einen hohen Gesamtzuckergehalt, aber nicht der Auslöser der hormonellen Rehe.
  • „Ein Zusatzfutter mit Magnesium und Chrom heilt EMS." Nein. Ohne eine konsequente Reduktion von Energie, Zucker und Stärke bleiben solche Ergänzungen wirkungslos. Eine gestörte Insulinregulation lässt sich nicht einfach wegfüttern.
  • „Zweimal im Jahr eine Entgiftungskur entlastet den Stoffwechsel." Dafür gibt es keine Grundlage. Leber und Nieren eines EMS-Pferdes sind nicht „vergiftet", und Entgiftungskuren ändern nichts an der Insulinlage.
  • „Zu viel Eisen im Futter verursacht die Insulinresistenz." Diese populäre These ist widerlegt. In einer großen Untersuchung an fast 2.000 Pferden mit extrem hoher Eisenaufnahme trat keine Insulinresistenz auf. Die erhöhten Eisenwerte bei EMS-Pferden sind eine Folge der Stoffwechsellage, nicht ihre Ursache.

Genau dieser Blick aufs Ganze, weg vom nächsten Zusatzfutter und hin zum Verstehen von Insulin, Fütterung und Bewegung, ist der Kern der KKP Welt. Dort lernst du mit vielen anderen Pferdemenschen, die Signale deines Pferdes zu deuten und ruhige, gute Entscheidungen zu treffen.

3 Tage gratis

Die Stallgemeinschaft, die du dir immer gewünscht hast

Die KKP Welt

3 Tage kostenlos testen — starte sofort und überzeuge dich selbst.

Fundiertes Wissen, regelmäßige Live-Events, eine Community die dich versteht — und zahlreiche Kurse inklusive. Über 760€ Kurswert und alle KKP Webinare ohne Aufpreis.

3 Tage kostenlos testen

Mein Fazit

EMS ist kein Schönheitsproblem und kein reines Gewichtsthema, sondern eine hormonelle Störung mit einer klaren, gefährlichen Konsequenz: der Hufrehe. Die gute Nachricht ist, dass du als Pferdemensch enormen Einfluss hast. Wer die Insulinlage per Bluttest klären lässt, konsequent zucker- und stärkearm füttert, das Gewicht in den Griff bekommt und für kluge Bewegung sorgt, nimmt der Erkrankung viel von ihrer Schärfe, oft ganz ohne Medikamente. Und wenn es doch einmal schwierig wird, ist das kein Grund für Frust, sondern der Moment, gemeinsam mit dem Tierarzt eine Ebene tiefer zu schauen.

Häufige Fragen

EMS (Equines Metabolisches Syndrom) ist eine Stoffwechselstörung mit gestörter Insulinregulation, die schon junge bis mittelalte, oft leichtfuttrige Pferde betrifft. PPID, die viele noch Cushing nennen, ist dagegen eine langsam fortschreitende Erkrankung älterer Pferde mit typischem langem Fell, Muskelabbau und Hängebauch. Beides kann im alten Pferd zusammen auftreten, ist aber pathologisch verschieden und wird unterschiedlich diagnostiziert.

Typisch sind auffällige Fettdepots wie ein fester, aufgeworfener Mähnenkamm, Polster am Schweifansatz und hinter den Schultern, dazu ein leichtfuttriger Typ und wiederkehrende, sonst unerklärliche Hufrehe. Das Erscheinungsbild allein reicht aber nicht: Auch schlanke Risikopferde können betroffen sein. Sicherheit bringt nur der Bluttest beim Tierarzt.

Über den Nachweis der Insulindysregulation im Blut. Ein einzelner Nüchternwert ist wenig aussagekräftig, verlässlicher sind Belastungstests wie der orale Zuckertest, bei dem nach einer definierten Zuckergabe die Insulinantwort gemessen wird. Bei älteren Pferden wird zusätzlich der ACTH-Wert bestimmt, um PPID abzuklären. Wichtig: Im akuten Hufreheschub sollte nicht getestet werden, weil der Schmerz die Werte verfälscht.

Die Grundlage ist eine strikt zucker- und stärkearme Ration, als Richtwert unter etwa zehn Prozent Zucker und Stärke in der Trockenmasse. Kraftfutter, Müsli, Obst und die meisten Leckerlis entfallen. Heu ist die Basis, bei hohem Zuckergehalt hilft kurzes Wässern (30 bis 60 Minuten kalt) oder Bedampfen. Die genaue Ration klärt man am besten über eine Futterberatung und eine Heuanalyse.

Ja. Gerade genetische Risikopferde bestimmter Rassen können schlank oder sogar mager wirken und trotzdem eine ausgeprägte Insulindysregulation haben. Wer sie deshalb für gesund hält und unkontrolliert auf die Weide lässt, riskiert einen schweren Reheschub. Das Aussehen allein schließt EMS nie aus, entscheidend ist der Bluttest.

Beim EMS-Pferd nicht direkt. Fruktan löst keinen Insulin-Spike aus. Ausschlaggebend sind die einfachen Zucker und die Stärke im Gras, die rasch ins Blut gelangen und die Insulinausschüttung hochtreiben, was die hormonelle Hufrehe auslöst. Fruktan ist bestenfalls ein grober Anzeiger für einen insgesamt hohen Zuckergehalt des Grases.

3 Tage gratis

Die Stallgemeinschaft, die du dir immer gewünscht hast

Die KKP Welt

3 Tage kostenlos testen — starte sofort und überzeuge dich selbst.

Fundiertes Wissen, regelmäßige Live-Events, eine Community die dich versteht — und zahlreiche Kurse inklusive. Über 760€ Kurswert und alle KKP Webinare ohne Aufpreis.

3 Tage kostenlos testen

Dem Fachwissen von Dr. Veronika Klein vertrauen auch:

Mein Pferd
Ekor
WDR
Feine Hilfen
IST
Pferd+Sport
Reiter Revue
Dressur Studien