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Mensch mit Pferd oder Pferdemensch

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QUIZ MIT PFERDETIERÄRZTIN DR. VERONIKA KLEIN

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Überbeine beim Pferd

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Überbeine sind knö­cher­ne Zubildungen an der Röhre. Sie kön­nen ein­sei­tig, aber auch an meh­re­ren Gliedmaßen auf­tre­ten. Je nach Lokalisation am Bein wer­den sie in seit­li­che, hin­te­re und tie­fe Überbeine ein­ge­teilt.

Ursache

Die Überbeine am Pferde ent­ste­hen durch ei­nen ein­ma­li­gen oder wie­der­keh­ren­den Reiz. Das kann zum Beispiel ein Trauma (Tritt, Streichen, Verletzung) sein oder durch eine Gliedmaßenfehlstellung oder ver­säum­te Hufbearbeitung. Ebenfalls kön­nen Faktoren, die den Knochenstoffwechsel be­ein­flus­sen, wie die Fütterung oder das en­do­kri­ne (hor­mo­nel­le) System Auslöser für Überbeine dar­stel­len.

Im aku­ten Stadium tre­ten Schwellung, Schmerz, Wärme und meist eine Funktionseinschränkung (Lahmheit) auf. Nach dem Abklingen der aku­ten Entzündung ist die Schwellung au­gen­schein­lich erst­mal klei­ner, al­ler­dings muss be­dacht wer­den, hier ist nur die Weichteilschwellung we­ni­ger ge­wor­den. Die knö­cher­ne Zubildung bleibt meist gleich oder ist so­gar grö­ßer ge­wor­den.

Die seitlichen Überbeine

Die seit­li­chen Überbeine be­fin­den sich an der Vorderseite der Griffelbeine und ent­ste­hen durch die Reizung der Knochenhaut n den Ansatzstellen der Bänder (z.B. ze­hen­wei­te Stellung). Die Pferde zei­gen häu­fig eine Stützbeinlahmheit, die auch Remontenkrankheit ge­nannt wird. Sie kön­nen aber auch durch ei­nen Schlag ent­ste­hen.

Die hinteren Überbeine

Die hin­te­ren Überbeine lie­gen an der in­nen Seite der Grifffelbeine, sie kön­nen die Sehnen und den Fesselträger rei­zen und so eine Lahmheit aus­lö­sen. Diese ent­ste­hen eher durch eine wie­der­keh­ren­de Belastung.

Die tiefen Überbeine

Die tie­fen Überbeine be­fin­den sich am Ursprung des Fesselträgers – lei­der sind die sehr ver­steckt, sind schwer zu er­ken­nen und ver­ur­sa­chen eine chro­ni­sche Lahmheit.

Weitere knö­cher­ne Zubildungen kön­nen auf­grund ei­nes Griffelbeinbruchs ent­ste­hen oder der Schienbeinkrankheit. Letzteres tritt häu­fig bei jun­gen Vollblütern im Rennsport auf. Durch das in­ten­si­ve Galopptraining wird das noch nicht fer­ti­ge Skelettsystem stark be­las­tet, dies ver­sucht sich die­ser Belastung an­zu­pas­sen und so steht die Bildung die­ser Zubildung im di­rek­ten Zusammenhang mit dem Training.

Diagnostik

  • Lahmheitsuntersuchung
  • Leitungsanästhesie
  • Röntgen
  • Ultraschall

Therapie

Die aku­te Entzündung muss be­han­delt wer­den, erst mit Kälte, Ruhe und ent­zün­dungs­hem­men­der Mittel, sei es lo­kal als Salbe oder Injektion an das Überbein oder sys­te­misch als Paste ins Maul oder in­tra­ve­nö­ses Medikament. Die seit­li­chen Überbeine ha­ben eine gute Prognose und nach der voll­stän­di­gen Veknöcherung sind die Pferde in der Regel lahm­frei. Die hin­te­ren und tie­fen Überbeine ha­ben eine schlech­te­re Prognose. Eine Möglichkeit ist sie chir­ur­gisch in­tra­ope­ra­tiv zu ent­fer­nen, al­ler­dings kom­men vie­le Überbeine trotz OP zu­rück und sind manch­mal so­gar im Anschluss grö­ßer.

Rehabilitation

Das wich­tigs­te ist die Auslöser ab­zu­stel­len, das heißt Training, Management und Fütterung müs­sen über­prüft wer­den! Gliedmaßenfehlstellung soll­ten mit ei­ner an­ge­mes­se­nen Hufbearbeitung kor­ri­giert wer­den, Fütterungsfehler, wie Mangelzustände oder Imbalancen von Kalzium und Phosphor müs­sen ver­bes­sert und das Training mit ei­nem sinn­vol­len Reha-Programm in Absprache mit den Therapeuten wie­der­auf­ge­nom­men wer­den.

Der Aufbau ei­nes Reha-Programms muss im­mer in­di­vi­du­ell in Zusammenarbeit mit den Therapeuten er­ar­bei­tet wer­den. Da ich aber sehr häu­fig dazu ge­fragt wer­den, gebe ich die­sen Sonntag, den 10.11.2019 dazu ein Webinar – Rehabilitation nach Krankheit beim Pferd, dort wer­de ich ein Fallbeispiel vor­stel­len, wie ein Pferd nach ei­ner Lahmheit wie­der an­trai­niert wor­den ist – wenn du da­bei sein möch­test kom­me ger­ne in die Facebook-Gruppe “Projekt ge­sun­des Pferd”, dort er­hältst du kos­ten­los den Zugang. Wenn du nun die Podcastfolge spä­ter an­hörst, kannst du trotz­dem ger­ne in die Gruppe kom­men, denn alle Aufzeichnungen von den Webinaren sind dort wei­ter für alle ver­füg­bar. Weitere Informationen, Fallbeispiele, Checklisten und Maßnahmenpläne für die Rehabilitation dei­nes Pferdes fin­dest du im Onlinekurs, der wie­der im Spätsommer 2020 sei­ne Türen öff­net – um den Start nicht zu ver­pas­sen tra­ge dich ger­ne in mei­nen Newsletter ein.

 

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