Hufgeschwür beim Pferd

Bei einem Hufgeschwür handelt es sich um eine eitrige Huflederhautentzündung. Die Huflederhaut ist die Verbindungsschicht zwischen der Hornkapsel und dem Hufbein (Knochen).

Pododermatitis = Huflederhautentzündung

Die Huflederhautentzündung kann aseptisch (ohne Erreger) oder infektiös mit Beteiligung von Erregern (Bakterien) erfolgen.

Die aseptische Huflederhautentzündungen entstehen durch zum Beispiel Quetschungen (Schlag gegen die Wand, Tritt auf einen Stein, Trachtenzwand, zu kurzes Ausschneiden der Hufe, Fehlstellungen). Die Hufrehe ist übrigens auch eine aseptische Huflederhautentzündung – ausgelöst durch innere Faktoren, wie Fütterung, Vergiftung, Nachgeburtsverhalten oder hormonell bedingt durch PPID (Cushing).

Die eitrige Huflederhautentzündung (Hufgeschwür) entsteht durch das Eindringen von Bakterien von außen – entweder aufgrund eines Risses in der Hornkapsel oder einer dünnen und aufgeweichten Hornwand.

Symptome bei einem Hufgeschwür

  • Lahmheit, meist hochgradig mit Entlastung der Gliedmaße im Stand
  • Pulsation der Mittelfußarterie
  • Druck durch die Hufzange löst eine Abwehrreaktion aus
  • warmer Huf
  • Abfluss von Eiter an der Sohle oder am Kronrand möglich

Behandlung

  • feucht-warmer Verband
  • Eröffnen des Hufgeschwürs

Einteilung von Hufgeschwüren

  • oberflächliches Hufgeschwür
  • tiefes Hufgeschwür
  • gangränöses Hufgeschwür (Fäulniserreger)

Mehr Informationen in dieser Episode – Rehabilitation nach dem Hufgeschwür, Einflussfaktoren auf die Hornqualität, Definition der unterschiedlichen Hufgeschwürformen.

Hufgeschwür beim Pferd