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Konditionstraining beim Pferd: Die 4 Bausteine und die Lunge

Pferdetraining
Dr. med. vet. Veronika Klein
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Das Wichtigste in Kürze

» Kondition ist ein Oberbegriff für Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Wer „Konditionstraining" sagt, hat noch nicht gesagt, was er trainiert.
» Jedes Pferd startet mit der Grundlagenausdauer, und dabei gilt immer: erst die Dauer erhöhen, dann die Intensität.
» Fast jedes Organsystem passt sich an Training an, nur die Lunge kaum. Verlorene Lungenkapazität lässt sich nicht zurücktrainieren.

Was ist Konditionstraining aus medizinischer Sicht, und warum ist die Lunge der limitierende Faktor? Nach diesem Beitrag weißt du, was hinter dem Begriff Kondition steckt, was hinter dem Begriff Training, und was die Lunge damit zu tun hat. Wenn du Zeit und einen Stift zur Hand hast, überleg dir vorher kurz: Was ist für dich eigentlich Kondition, und was ist für dich Training? Was in deinem Kopf bestimmt hier die Definition?

Und noch eine zweite Frage vorneweg: Was bestimmt eigentlich die Leistungsfähigkeit deines Pferdes? Leistung meint hier nicht die sportliche Leistung, sondern das Körperliche: die verschiedenen Stoffwechselvorgänge, die Funktionsfähigkeit der Muskeln, alles, was dazugehört, damit dein Pferd sich wohlfühlt und gesund ist. Drei Punkte spielen dabei zusammen: die Konstitution, also Anatomie, Physiologie und Psyche, die Koordination, also die Bewegungsfertigkeiten, und die Kondition. Über die sprechen wir heute ausführlich.

Kondition beim Pferd: Ein Begriff, der inflationär verwendet wird

„Mein Pferd hat eine schlechte Kondition." „Wir machen heute Konditionstraining." Ich möchte sagen, dieser Begriff wird inflationär verwendet, und er ist nicht genau genug, um irgendetwas zu beschreiben. Denn unter den Begriff Kondition fallen vier Dinge: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit.

Wenn ich also sage, ich mache Konditionstraining, ist das viel zu ungenau. Was mache ich denn jetzt in der Einheit? Trainiere ich Ausdauer, Beweglichkeit oder Kraft? Das sind völlig unterschiedliche Trainingsansätze. Ich setze einen komplett anderen Reiz. Deshalb ist es von Bedeutung, was du in der Einheit erreichen möchtest, und genauso wichtig ist, in welcher Reihenfolge du diese Dinge abfragst.

Ausdauer: Damit fängt jedes Pferd an

Starten wir mit der Ausdauer, denn damit solltest du immer anfangen. Gerade wenn du ein Pferd nach einer langen Pause oder nach einer Krankheit wieder aufbaust oder ein Jungpferd startest, ist Punkt Nummer eins die Ausdauer. Du fängst niemals mit Krafttraining an.

Auch innerhalb der Ausdauer gibt es unterschiedliche Arten: die Grundlagenausdauer, die Schnelligkeitsausdauer, die Kraftausdauer und noch ein paar weitere. Was ich dir mitgeben möchte: Du startest immer, immer mit der Grundlagenausdauer, bevor irgendetwas anderes gemacht wird. Das gehört zum Basistraining. Hier vollzieht der Organismus die Anpassung, die ihn überhaupt erst in die Lage versetzt, allem standzuhalten, was du danach mit deinem Pferd vorhast, egal was. Deshalb braucht jedes Pferd dieses Basistraining, und es passiert immer als Erstes.

Reiterin galoppiert auf einem Fuchs mit Gamaschen über eine Wiese beim Geländetraining

Wichtig ist dabei die Reihenfolge: Du erhöhst immer erst die Dauer und dann erst die Intensität. Wenn du tiefer ins Thema einsteigen willst, schau besonders auf Puls und Atmung und beurteile daran, wie die Belastung für dein Pferd gerade ist. Das ist für das Ausdauertraining super easy, und welche Werte dabei normal sind und wann es zu viel wird, steht im Beitrag über Übertraining beim Pferd. Wie die ersten Wochen nach einer Pause konkret aussehen, zeigt der Beitrag zum Aufbautraining in den ersten drei Monaten.

Kraft: Nicht jedes Pferd braucht jede Art

Punkt zwei ist die Kraft, auch das ist ein Teil des Konditionstrainings. Und natürlich gibt es auch hier verschiedene Arten: Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft, um drei zu nennen. Nicht jedes Pferd braucht jede Art von Kraft. Das kommt darauf an, was du mit deinem Pferd machen möchtest. Ein Distanzpferd braucht ein anderes Krafttraining als ein Dressurpferd. Was beim Muskelaufbau wirklich hilft und was nicht, habe ich im Beitrag Muskelaufbau beim Pferd auseinandergenommen.

Schnelligkeit: Erst, wenn die Basis steht

Der dritte Punkt ist die Schnelligkeit. Die ist natürlich relevant für den Rennsport und die Vielseitigkeit, aber auch fürs Western oder für Working Equitation. Da stecken immer wieder Komponenten der Schnelligkeit drin, und du wirst feststellen: Das wird in der Regel erst in den höheren Klassen abgefragt. Der Grund ist, dass Schnelligkeitstraining ein erhöhtes Verletzungsrisiko für die Pferde birgt. Deshalb empfiehlt es sich, vor Beginn des Schnelligkeitstrainings eine gute Grundkondition zu haben und ein entsprechendes Muskeltraining durchgeführt zu haben, damit Muskeln, Sehnen und Knochen so gestärkt sind, dass sie den erhöhten Belastungen standhalten.

Fuchs springt mit Reiterin im Geländetraining über einen Holzsprung mit Strohballen

Auch bei der Schnelligkeit differenzieren wir. Wollen wir grundsätzlich eine höhere Geschwindigkeit? Wollen wir eine höhere Bewegungsgeschwindigkeit, soll also das Vorführen der Gliedmaße schneller sein? Oder geht es um eine schnellere Beschleunigung, wie aus der Startbox beim Rennen? Und dann wünschen wir uns natürlich alle, dass die eingehende Information, also die Hilfe des Reiters, in kurzer Zeit motorisch umgesetzt wird. Wenn das immer schneller geht, freuen wir uns alle darüber. Die Fachbegriffe dafür sind Grundschnelligkeit, also die schnellere Reaktion, und Komplexschnelligkeit, also der schnellere Ablauf der gesamten Bewegung.

Beweglichkeit: Auch die Haltung trainiert mit

Der letzte Begriff ist die Beweglichkeit, und auch diese Trainingseinheit sieht ganz anders aus als ein Krafttraining. Der Begriff beschreibt grob die Dehnfähigkeit und die Gelenkigkeit von Sehnen, Bändern und Muskulatur, und die ist extrem wichtig für die gesunde Haltung. Beweglichkeitstraining kann man ganz einfach über eine artgerechte Haltung machen, in der die Pferde besondere Aufgaben lösen müssen. Dazu zählen die Aufwärmphase und das Cooldown beim Reiten sowie die passiven und dynamischen Lockerungsübungen.

Passive Lockerungsübungen sind zum Beispiel Massage, Dehnübungen oder Gelenkmobilisationen, wie du sie auch selbst durchführen kannst. Wenn du Input für einen sinnvollen Ruhetag suchst: Genau diese passiven Übungen besprechen wir im Wellness-Workshop „Medizinischer Wellnesstag", der inzwischen im Kurs-Archiv der KKP Welt liegt. Dynamische Lockerungsübungen wären zum Beispiel Cavaletti-Arbeit oder die Bodenarbeit.

Fassen wir zusammen: Unter den Begriff Kondition fallen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Wenn du demnächst eine Einheit machst, sagst du also nicht mehr „ich mache Konditionstraining", sondern zum Beispiel „ich mache Ausdauertraining". Denn du setzt einen spezifischen Fokus in deiner Trainingseinheit.

Was Training eigentlich ist: Die enge Definition

Damit sind wir beim zweiten Begriff von Konditionstraining, dem Training. Ich weiß, wir verwenden den Begriff draußen etwas breiter, aber schauen wir uns heute die enge Definition an. Training ist regelmäßig, systematisch, zielgerichtet und mit Plan. Der Zweck ist eine Leistungssteigerung, also eine Anpassung an die neue Belastung. Und auch hier gilt: Leistung heißt nicht, dass dein Pferd höher springen kann, sondern dass der Stoffwechsel effizienter wird und dein Pferd deswegen weniger ermüdet und sich besser konzentrieren kann.

Was passiert, wenn wir einen überschwelligen Reiz setzen, der zu einer Veränderung im Körper führt? Wir verlassen die Komfortzone. Sonst werden wir nicht besser, und die Systeme in unserem Körper auch nicht. Die Komfortzone wird verlassen, wir setzen einen überschwelligen Reiz, und nachfolgend kommt es zu Veränderungen im Körper. Und das übrigens erst in der Erholungsphase. Fortschritt passiert in der Pause.

Training bedeutet also auch der Wechsel zwischen Belastung und Entlastung, und zwar in sinnvollen Varianten. In der Belastung verbraucht der Körper Energie und merkt: Hoppla, das war nicht genug. Im Anschluss, an deinem Ruhetag, in der Erholungsphase, kommt es zur Wiederherstellung des Ausgangszustands, die Energiespeicher füllen sich wieder. Und dann kommt die Anpassung an die neue Belastung: Der Körper macht eine Superkompensation. Einfach übersetzt legt er eine Schippe drauf, damit er beim nächsten Mal besser gerüstet ist. Das kann er aber nur, wenn nach dem überschwelligen Reiz des Trainings auch eine Erholungsphase kommt. Wie du diesen Wechsel in einen Wochenplan übersetzt, steht im Beitrag Trainingsplan für Pferde: 4 Schritte, 3 Stufen, 1 System.

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Was im Körper deines Pferdes durch Training passiert

Habe ich einen überschwelligen Reiz gesetzt, kommt es in der Superkompensation zu Anpassungen im Körper, und das sind einige. Ich habe sie nach Organsystemen geordnet.

Im Herz-Kreislauf-System erhöhen sich das Blutvolumen und die Kapillardichte, wodurch die Blutversorgung der Muskulatur verbessert wird. Und Blut bringt Sauerstoff. Das heißt, dein Pferd wird schneller und länger laufen können. Auch das Herzgewicht und der Durchmesser der Herzkammer werden größer, das Herz wird gestärkt.

In der Muskulatur passiert eine ganze Menge. Der Muskelfasertyp passt sich an das an, was dein Pferd gerade mehr braucht, um das zu leisten, was gefragt wurde. Die Muskelfasern vermehren und vergrößern sich, das siehst du von außen. Die bessere Blutversorgung habe ich schon angesprochen, aber auch die Sauerstoffbindung und der Energiestoffwechsel im Muskel erhöhen sich. Und damit steigt der Bedarf an Nährstoffen und Energie. Wenn du also einen überschwelligen Reiz setzt und das Training erhöhst, darfst du gern auch die Ration einmal überprüfen. Das äußere Erscheinungsbild sollte sich dann positiv verändern.

Beim Energiestoffwechsel sinkt der Energiebedarf für dieselbe Arbeit, er wird effizienter. Zudem ist der Laktatanstieg im Blut geringer. Laktat ist das Stoffwechselprodukt, das sich bei intensiver Muskelarbeit ansammelt, und physiologisch hat weniger davon den Effekt, dass dein Pferd weniger müde wird und sich deswegen besser konzentrieren kann.

Auch die Wärmetoleranz wird durch Training verbessert. Die Systeme für die Wärmeabgabe über Atmung, Schweiß und Kreislauf funktionieren besser. Wichtig für alle, deren Pferde in andere Klimazonen reisen: Diese Akklimatisierung dauert 14 bis 21 Tage.

Der Bewegungsapparat wird ebenfalls gestärkt. Nehmen wir Knochen und Gelenke: Durch die vermehrte Bewegung bekommen wir stabilere Knochen, und es wird mehr Gelenkschmiere produziert, was die Gelenke und insbesondere den Knorpel schützt. Das ist Prävention gegen Lahmheiten.

Und dann die Hormone. Adrenalin ist erhöht, damit ist die Blutversorgung optimiert und mehr Sauerstoff in den Systemen, um länger zu laufen, zu hüpfen oder ausreiten zu gehen, was auch immer du gern machst. Das Erythropoietin mit dem schönen Namen ist für die Blutbildung zuständig und erhöht sich bei Belastung. Und das Parathormon führt zu einer verbesserten Knochenstabilität, auch das ist bei trainierten Pferden höher.

Warum die Lunge der limitierende Faktor ist

Und dann kommen wir zur Atmung. Hier haben wir leider nur geringe bis fast keine Veränderung durch das Training. Die Lunge ist der absolut limitierende Faktor in unserem System. Sie ist zuständig für die Sauerstoffaufnahme und die CO2-Abgabe. Und wenn ich als Pferd keine Luft bekomme und schon nach drei Schritten aus der Puste bin, wohlgemerkt als Lauftier, dann sind meine Lebensqualität und mein Wohlbefinden deutlich eingeschränkt.

Infografik Lungenvolumen beim Pferd: 50 Liter Gesamtvolumen bei 500 Kilogramm, im Stehen 5 Liter pro Atemzug, im Galopp 15 Liter

Was die Grafik zeigt: Die Lunge eines Pferdes mit 500 Kilogramm fasst insgesamt rund 50 Liter Luft. Im Stehen atmet dein Pferd etwa fünf Liter pro Atemzug ein, also ein Zehntel davon. Im Galopp bei maximaler Geschwindigkeit sind es rund 15 Liter pro Atemzug, knapp ein Drittel. Genau diese Reserve braucht ein Lauftier, und genau diese Reserve schrumpft, wenn die Lunge krank ist.

Anders als die Muskulatur, die nach einer Pause weniger geworden ist und durch Training wieder mehr wird, ist das bei der Lunge nicht möglich. Ich kann die Lungenkapazität nicht durch Training wieder nach oben fahren. Deshalb ist die Lunge für unseren Frischluftfanatiker und unser Lauftier Pferd essenziell wichtig. Welche Erkrankungen dahinterstecken können, steht im Überblick über die Atemwegserkrankungen beim Pferd.

Und man gerät hier schnell in eine Negativspirale: Wenn das Pferd schlechter Luft bekommt, bewegt und trainiert man es weniger. Dann wird aber die Lungenbelüftung wiederum schlechter, und aus diesem Kreislauf kommt man sehr schlecht heraus. Daher ist Lungensport wirklich wichtig, um besonders das Wohlbefinden deines Pferdes zu steigern. Wie das Training bei einem lungenkranken Pferd aussieht, siehst du in diesem Video.

Zusammengefasst: Kondition, Training, Anpassung

Konditionstraining beinhaltet Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Training ist es, wenn es regelmäßig, systematisch, zielgerichtet und mit Plan passiert, und vor allen Dingen, wenn ein überschwelliger Reiz gesetzt wurde, damit es zu den Anpassungen im Körper kommt, wie ich sie gerade erklärt habe. Und das im entsprechenden Wechsel von Belastung und Entlastung.

Mehr Urlaubsgefühl im Pferdetraining

Weil das alles immer so kompliziert klingt und Training mit einer gewissen Schwere und Komplexität daherkommt, möchte ich dich auf eine Reise einladen, für mehr Urlaubsgefühl im Pferdetraining. Stell dir vor, die Vorbereitung deiner Trainingsplanung ist wie das Zusammenstellen der Reiseunterlagen für deinen nächsten Urlaub. Ich suche Informationen zum Ziel heraus, ich mache eine To-do-Liste, was ich bis dahin erledigt haben möchte, und ich stelle meine Unterlagen zusammen. Und das Ganze mit einer schönen Vorfreude. Genau so wollen wir in die Trainingsplanung hineingehen.

Das Zweite ist die Anreise, und die steht im übertragenen Sinn für das Aufbautraining. Dazu habe ich eine Geschichte von uns mitgebracht, denn wir sind einmal nach Schottland und einmal nach Afrika gereist. Schottland ist das Beispiel, wie es nicht laufen soll. Am Flughafen war erst noch alles in Ordnung. Dann saßen wir angeschnallt im Flugzeug, und plötzlich kam eine Polizeistaffel mit Hunden und Gewehren im Anschlag herein. Alle abschnallen, alle raus, der komplette Flughafen geräumt wie ein Geisterflughafen, und wir eingepfercht in einem Wartebereich, ohne dass jemand wusste, was los war. Am Ende war an der Sicherheitsschleuse etwas schiefgegangen, Fehlalarm. Unser Flieger bekam keine Starterlaubnis mehr, in den nächsten Tagen flog von dort niemand nach Schottland, also Flughafenwechsel von Düsseldorf nach Frankfurt. Mit dem ICE, der nicht kam. Auch in der zweiten und dritten Stunde nicht, bis die Durchsage kam, dass er heute gar nicht mehr fährt. Also mit der Bummelbahn nach Frankfurt, Ankunft zwischen elf und zwölf nachts, Hotel. Am nächsten Morgen war der Flug überbucht, noch einmal drei Stunden warten. Und in Schottland angekommen, war unsere Kreditkarte fürs Ausland nicht freigeschaltet, wir brauchten für den Mietwagen eine Karte mit demselben Nachnamen, und die hatte am Ende nur Hendriks Bruder. Die schlimmste Anreise, die ich je erlebt habe. Urlaubsgefühl hat sich in den ersten Tagen jedenfalls nicht eingestellt.

Die Anreise nach Afrika war das Gegenteil. Wir sind eingestiegen, angekommen, freundlich begrüßt und abgeholt worden, ins Auto gestiegen, und innerhalb kürzester Zeit waren wir da. Es war genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten, und der Urlaub konnte direkt beginnen. Der beste Urlaub, den wir je hatten, wir waren nämlich auf Reitsafari.

Genau so sollte dein Aufbautraining sein: so strukturiert und so vorbereitet, dass du heil, ohne Umwege und ohne Krankheiten ankommst. Nimm diese zwei Bilder mit. Training verbessert alle Lebensvorgänge, es macht sie wirtschaftlicher, es fördert das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Pferdes. Und Bewegung macht glücklich, das ist wissenschaftlich bewiesen. Von daher wünsche ich dir viel Spaß im Training mit deinem Pferd, und ganz viel Urlaubsgefühl dabei.

Häufige Fragen

Kondition ist ein Oberbegriff für Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Konditionstraining ist deshalb kein einzelner Trainingsansatz, sondern die Frage, welchen dieser vier Bausteine du in einer Einheit gezielt trainierst. Ausdauertraining, Krafttraining und Beweglichkeitstraining setzen völlig unterschiedliche Reize.

Immer mit der Grundlagenausdauer, egal ob nach einer Pause, nach einer Krankheit oder beim Jungpferd. Niemals mit Krafttraining. Dabei gilt: erst die Dauer erhöhen, dann die Intensität. Schnelligkeit kommt zuletzt, weil sie ein erhöhtes Verletzungsrisiko birgt und Muskeln, Sehnen und Knochen vorher gestärkt sein müssen.

Nein. Ausdauer ist nur einer von vier Bausteinen der Kondition, neben Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Wer „mein Pferd hat schlechte Kondition" sagt, meint meistens die Ausdauer, hat aber noch nicht gesagt, was genau trainiert werden soll.

Ein Trainingsreiz, der die Komfortzone verlässt und den Körper zu einer Anpassung zwingt. In der Belastung verbraucht der Körper Energie, in der Erholungsphase füllt er die Speicher wieder auf und legt eine Schippe drauf, damit er beim nächsten Mal besser gerüstet ist. Diese Superkompensation passiert nur, wenn nach dem Reiz eine Pause folgt.

Blutvolumen und Kapillardichte steigen, das Herz wird stärker, die Muskelfasern vermehren und vergrößern sich, der Energiestoffwechsel wird effizienter und der Laktatanstieg geringer. Knochen werden stabiler, es entsteht mehr Gelenkschmiere, und die Wärmetoleranz verbessert sich. Damit steigt auch der Nährstoffbedarf, die Ration gehört also mit überprüft.

Weil sie sich als einziges Organsystem kaum an Training anpasst. Verlorene Lungenkapazität lässt sich nicht wie Muskulatur wieder nach oben trainieren. Bekommt ein Pferd schlechter Luft, wird es weniger bewegt, dadurch wird die Lungenbelüftung noch schlechter, und aus dieser Negativspirale kommt man nur schwer heraus.

Beim Ausdauertraining an Puls und Atmung. Beide zeigen dir, wie hoch die Belastung für dein Pferd gerade ist und ob es sich erholt. Steigt der Ruhepuls oder bleibt die Atmung lange erhöht, war der Reiz zu groß oder die Pause zu kurz.

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Trainingsplanung aus medizinischer Sicht

Letzte Live-Runde · Anmeldung ab Montag, 14. September

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