Atemwegserkrankungen bei Pferden
Atemwegserkrankungen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem bei Pferden und können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: infektiöse und nicht-infektiöse Atemwegserkrankungen. In diesem Artikel werden wir uns mit beiden Arten auseinandersetzen, ihre Ursachen, Symptome und mögliche Behandlungen betrachten.
Infektiöse Atemwegserkrankungen
Viren
Beginnen wir mit den Viren, zu denen Herpes und Influenza gehören. Diese lösen Husten, Fieber, meist nur wenig Nasenausfluss, angelaufene Beine und Mattigkeit aus. Darüber hinaus begünstigen die Viren eine sekundäre bakterielle Infektion, so dass es nach einigen Tagen zu gelbem und zähem Nasenausschluss kommen kann, ein Hinweis auf eine bakterielle Besiedelung.
Bakterien
Pathogene bakterielle Keime, wie Streptokokken und Staphylokokken, können eine bakterielle Pneumonie (Lungenentzündung) verursachen. Faktoren wie langer Transport, Anästhesie, schlechte Haltungsbedingungen, Fütterungsfehler und sportliche Überbelastung können diese Begünstigen. Schluckprobleme können auch dazu führen, dass Futter und Speichelanteile mit Bakterien in die Lunge gelangen und eine sogenannte Aspirationspneumonie auslösen.
Parasiten
Parasiten wie Zwerg-Fadenwürmer und Spülwürmer sind eigentlich Magen-Darm-Parasiten. Sie wandern aber als Larven durch den Körper und können Atemnot durch Entzündungen in der Lunge auslösen. Ein weiterer Parasit, der Lungenwurm, kann ebenfalls zu Atemwegsproblemen führen.
Pilze
Echte Lungenmykosen sind beim Pferd äußerst selten. Pilze im Schleim der Luftröhre sind in der Regel Schimmelpilze aus dem Heu und der Umgebung. Diese reizen die Lunge, lösen jedoch keine Infektion aus.











