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Reiten wie es Pferde lieben: Pferde glücklich reiten

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Partnerfolge: Seit 2026 ist die Kernkompetenz-Pferd Welt fest mit un­se­ren wun­der­ba­ren Kooperationspartnern ver­bun­den. Daher gibt es für dich im­mer wie­der ei­nen Podcast von ei­nem un­se­rer Partner. Dieses Mal von OsteoDressage! Viel Spaß beim Anhören!

Der Fokus auf das Gute: Warum Wohlbefinden beim Reiten Priorität hat

In der mo­der­nen Pferdewelt wis­sen wir heu­te mehr denn je über Stress- und Schmerzgesichter. Das ist ein wich­ti­ger Fortschritt für den Tierschutz, birgt aber eine Gefahr: Wir ver­lie­ren uns oft in ei­nem ex­tre­men Fehlerfokus. Jeder klei­ne Zucker des Ohres oder ein un­ru­hi­ger Moment führt bei vie­len Reitern so­fort zu ei­nem schlech­ten Gewissen oder der Sorge, das Pferd sei krank oder über­for­dert. Doch Gesundheit ent­steht nicht durch das blo­ße Vermeiden von Fehlern, son­dern durch ei­nen Alltag, der stim­mig ist.

Wenn wir den Fokus be­wusst dar­auf rich­ten, was gut läuft, ver­än­dert das die ge­sam­te Energie im Training. Das Gesetz der Anziehung be­sagt, dass die Energie un­se­rer Aufmerksamkeit folgt. Wer lernt, die Zeichen für “Reiten, wie es Pferde lie­ben” ak­tiv wahr­zu­neh­men, kann sei­ne Entscheidungen im Training viel kla­rer tref­fen. Klappt die Lösungsphase? Fühlt sich das Pferd wohl? Anstatt nur zu fra­gen, was nicht funk­tio­niert, mes­sen wir den Fortschritt dar­an, ob das Pferd wäh­rend der Übungen “glück­li­cher” wird.

Die Psychologie des Reiters: Vom Fehlerfokus zur Motivation

Die mensch­li­che Wahrnehmung ist evo­lu­ti­ons­be­dingt dar­auf pro­gram­miert, das “Haar in der Suppe” zu su­chen. In der Reitlehre führt das oft zu Perfektionismus und Demotivation. Dabei bie­tet das Wissen um po­si­ti­ve Anzeichen ein rie­si­ges Potenzial für die ei­ge­ne Resilienz – auch ge­gen­über Kritik von au­ßen. Wer weiß, war­um er eine be­stimm­te Übung rei­tet und wor­an er die Freude sei­nes Pferdes er­kennt, ist we­ni­ger an­fäl­lig für “Schwarzseher” am Stallrand.

Es geht dar­um, ein “po­si­ti­ves Konto” an Zeichen zu sam­meln. Wenn die Basis der Losgelassenheit stimmt, kön­nen wir gu­ten Gewissens trai­nie­ren. Dieses Wissen macht uns si­cher in un­se­rer Kommunikation und hilft uns, den in­di­vi­du­el­len Weg für un­ser Pferd zu fin­den. Denn nicht je­der Trainingsweg ist für je­des Pferd gleich, aber das Ziel – ein Pferd, das sich ger­ne mit uns be­wegt – bleibt identisch.

Reiten, wie Pferde es lieben; glückliche Pferde mit OsteoDressage

Die 4 wichtigsten Anzeichen für ein zufriedenes Pferd

Um das Wohlbefinden im Sattel be­ur­tei­len zu kön­nen, hel­fen vier zen­tra­le Kriterien, die je­der Reiter di­rekt be­ob­ach­ten oder spü­ren kann:

1. Die Schaumentwicklung: Weniger ist mehr

Oft hält sich hart­nä­ckig der Mythos, dass viel wei­ßer Schaum ein Zeichen für ein be­son­ders gut ar­bei­ten­des Pferd sei. In Wahrheit ist di­cker, flo­cki­ger Schaum, der auf die Vorderbeine tropft, oft ein Zeichen für Stress. Ein glück­li­ches Pferd zeigt eher ei­nen durch­sich­ti­gen Speichel oder ei­nen de­zen­ten “wei­ßen Lippenstift”. Dies si­gna­li­siert eine ge­sun­de Kautätigkeit ohne Überlastung des Nervensystems.

2. Maultätigkeit: Sanftes Kauen statt Klappern

Echte Losgelassenheit zeigt sich in ei­nem ru­hi­gen Kauen bei op­tisch ge­schlos­se­nem Maul. Als Reiter spürst du dies als sanf­te Bewegung am Ringfinger. Ein deut­li­ches Auf- und Zuklappen des Mauls, bei dem Zunge oder Zähne sicht­bar wer­den, deu­tet hin­ge­gen auf Konfliktverhalten oder Schmerzen hin. Das Ziel ist eine ent­spann­te Kiefermuskulatur, die eine fei­ne Kommunikation ermöglicht.

3. Das Ohrenspiel: Spiegel der Aufmerksamkeit

Ein ent­spann­tes Pferd be­wegt sei­ne Ohren un­ab­hän­gig von­ein­an­der. Spätestens alle drei bis fünf Sekunden soll­te eine Veränderung im Ohrenspiel sicht­bar sein. Starre Ohren, die über ei­nen län­ge­ren Zeitraum nach hin­ten ge­rich­tet blei­ben, sind ein Warnsignal. Ein wa­ches, aber zu­frie­de­nes Pferd “lauscht” mal nach vor­ne zum Weg und mal nach hin­ten zum Reiter.

4. Harmonische Handwechsel: Symmetrie im Fluss

Ein Pferd, das sich wohl­fühlt, kann Richtungsänderungen wie Schlangenlinien oder Zirkelwechsel ohne Rhythmusverlust be­wäl­ti­gen. Wenn der Takt, das Ohrenspiel und die Maultätigkeit auch beim Wechsel von der rech­ten auf die lin­ke Hand er­hal­ten blei­ben, ist dies ein deut­li­ches Zeichen für eine gute kör­per­li­che und men­ta­le Balance.


Passende Themen für dich

Um dein Pferd ganz­heit­lich zu un­ter­stüt­zen, lohnt sich auch ein Blick auf fol­gen­de Themen:


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FAQ: Häufige Fragen zum Wohlbefinden beim Reiten

Ist es schlimm, wenn mein Pferd beim Reiten gar nicht kaut?

Ein kom­plett un­be­weg­li­ches Maul kann auf Spannung hin­deu­ten. Ein ge­sun­des Pferd im Gleichgewicht zeigt meist eine de­zen­te, ru­hi­ge Maultätigkeit. Wichtig ist je­doch das Gesamtbild der Losgelassenheit.

Mein Pferd schäumt sehr stark – was kann ich tun?

Überprüfe zu­erst die Gebisslage und dei­ne Handeinwirkung. Starker, flo­cki­ger Schaum ist oft ein Zeichen für eine hohe Aktivität des Stressnervs (Sympathikus). Versuche, das Training ent­spann­ter zu ge­stal­ten und mehr Pausen einzubauen.

Wie er­ken­ne ich den Unterschied zwi­schen Schmerz und Unwillen?

Schmerz zeigt sich oft durch star­re Ohren, ein auf­ge­ris­se­nes Maul oder Taktfehler. Wenn po­si­ti­ve Zeichen wie ein lo­cke­res Ohrenspiel feh­len, soll­te im­mer erst eine kör­per­li­che Ursache aus­ge­schlos­sen werden.

Warum ist der Fokus auf po­si­ti­ve Zeichen so wich­tig?

Weil er uns hand­lungs­fä­hig macht. Wer nur nach Fehlern sucht, ver­krampft. Wer nach Zeichen für Wohlbefinden sucht, fin­det Wege, die­se zu för­dern und ver­bes­sert so au­to­ma­tisch die Trainingsqualität.

Kann je­des Pferd ler­nen, “glück­lich” zu rei­ten?

Ja, so­fern die Ausrüstung passt, das Pferd ge­sund ist und der Reiter be­reit ist, sich auf die in­di­vi­du­el­len Bedürfnisse und das Tempo des Pferdes einzustellen.

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Dr. Veronika Klein

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