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Pferde inhalieren: Was tun bei Husten?

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Das Inhalieren dei­nes Pferdes ist eine Möglichkeit, es bei chro­ni­schen Husten zu un­ter­stüt­zen. Wann und wie du das Inhalieren als Therapiemöglichkeit dei­nes Pferdes am sinn­volls­ten ein­setzt, auf was du ach­ten soll­test beim Inhalieren von Pferden und wel­che drei kon­kre­ten Maßnahmen es ne­ben dem Inhalieren dei­nes Pferdes noch gibt, die du Zuhause selbst­stän­dig um­set­zen kannst, er­fährst du im fol­gen­den Text. 

Viel Spaß beim Lesen!

Pferde inhalieren: Was du vorher wissen solltest

Bevor wir über das Inhalieren von Pferden spre­chen, kurz zur Frage, was be­deu­tet ei­gent­lich chro­ni­scher Husten oder equi­nes Asthma beim Pferd?

Chronischer Husten bei Pferden: das equine Asthma

Equines Asthma ist eine chro­ni­sche Erkrankung der un­te­ren Atemwege. Erste Symptome für die­se Pferdekrankheit sind eine er­höh­te Atemfrequenz in Ruhe, Husten, Nasenausfluss und eine Atem- und Pulsfrequenz, wel­che nicht im Verhältnis zur Anstrengung steht. Bei Equinem Asthma sind die Atemwege dei­nes Pferdes la­tent ent­zün­det und ge­reizt. Daher re­agie­ren die Bronchien des er­krank­ten Pferdes be­son­ders stark auf Allergene in der Luft wie Staub, Pilze und Pollen. Infolgedessen schwillt die Schleimhaut in den Luftwegen an und der Durchmesser der Luftwege ver­rin­gert sich. Gleichzeitig wird von den Bronchialwänden ver­stärkt Schleim ge­bil­det. Dieser kann je­doch schlech­ter ab­trans­por­tiert wer­den, weil die Selbstreinigungsfunktion der Lunge durch die Entzündung ge­stört ist. Hier kommt dann das Inhalieren als mög­li­che Therapie ins Spiel — dazu spä­ter mehr. Als Reaktion auf den fest­sit­zen­den Schleim fängt dein Pferd an zu hus­ten, so­zu­sa­gen als Reflex zur Reinigung der Bronchien. Die “Husten-Reizschwelle” bei Pferden ist im Übrigen eher hoch, da­her ist es wich­tig, be­reits ver­ein­zel­ten Husten als Symptom ernst zu neh­men. Denn in dem mil­den Stadium des equi­nen Asthmas hus­ten nur knapp 40 Prozent der Pferde.

Es gibt 3 Stadien des Equinem Asthma, ge­ring­gra­dig, mit­tel­gra­dig und hoch­gra­dig und im Anfangsstadium zei­gen die Pferde KEINE Symptome in Ruhe!

Schreitet die Krankheit je­doch vor­an, ent­ste­hen un­um­kehr­ba­re Schäden an der Lunge und im Gasaustausch. Dein Pferd lei­det im­mer stär­ker un­ter Atemnot und wird so mas­siv in sei­ner Leistungs- und Lebensqualität eingeschränkt.

Chronischer Husten bei Pferden: Die Ursachen

Die Ursachen für equi­nes Asthma sind viel­fäl­tig: Genetische Veranlagungen oder nicht aus­ku­rier­te Infekte kön­nen u. a. eine Rolle spie­len. Jedoch ist mehr­heit­lich eine un­ge­sun­de Lebensführung mit Bewegungsmangel, we­nig Frischluft und schlech­ter Futterqualität am Krankheitsgeschehen be­tei­ligt. Die wirk­sams­te Prävention ge­gen Atemwegs- und Lungenerkrankungen liegt da­her in dei­nen Händen! Aus die­sem Grund lege ich in mei­nem Kursprogramm für dich be­son­de­ren Wert auf die Gesundheitsprävention. Zur Gesundheitsprävention ge­hört auch zu wis­sen, wann und wie dein Pferd hus­tet. Daher habe ich für dich und dein Pferd ein kos­ten­frei­es Lungentagebuch er­stellt. Mithilfe die­ses Buches kannst du alle re­le­van­ten Informationen für dei­nen Tierarzt fest­hal­ten und Selbstsicherheit durch ob­jek­ti­ve Werte er­lan­gen. Werde jetzt Teil der Kernkompetenz-Gemeinschaft und lade dir kos­ten­frei das Lungentagebuch herunter!

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Chronischer Husten bei Pferden: Was untersucht der Tierarzt

Rufst du dei­nen Tierarzt zu ei­nem hus­ten­den Pferd, wird er als al­ler­ers­tes un­ter­su­chen, ob es sich um ei­nen fieb­ri­gen Infekt oder um nicht-in­fek­tiö­sen Husten han­delt.
Dies ge­schieht im ers­ten Schritt durch eine kli­ni­sche Untersuchung in Ruhe und nach Belastung. Steht der Verdacht ei­ner chro­ni­schen/­nicht-in­fek­tiö­sen Atemwegserkrankung im Raum, exis­tie­ren ver­schie­de­ne Untersuchungsmethoden, um den Zustand, ge­nau­er ge­sagt die Veränderungen der Atemwege bild­lich dar­zu­stel­len durch Endoskopie, Ultraschall und Röntgen und so das Ausmaß fest­zu­stel­len. Ebenfalls die Art und Ursache der Entzündung durch eine Zytologie von TBS (Tracheobronchial-Sekret) und/oder BAL (Bronchioalveoläre Lavage) und die tat­säch­li­che Leistungsminderung (Lungenfunktionstest und Blutgasanalyse) des er­krank­ten Pferdes fest­zu­stel­len. Bedauerlicherweise gibt es nicht DIE eine Untersuchung, die alle Fragen be­ant­wor­tet. Hinzu kommt, dass ge­ra­de mil­de Verläufe von equi­nen Asthma eher schwie­ri­ger zu dia­gnos­ti­zie­ren sind und so ei­nem grö­ße­ren Untersuchungsaufwand be­dür­fen. Ein rei­nes Abhören der Lunge ist bei ei­nem ge­ring­gra­di­gen Stadium des Equinem Asthma un­zu­rei­chen! Damit du weißt, in wel­chem Stadium wel­che Untersuchung sinn­voll ist bzw. nicht sinn­voll ist, wid­me ich dem Diagnose-Weg in mei­nem Intensiv-Workshop für Lungenpferd ein gan­zes Kapitel. So be­hältst du den Überblick und kannst fun­dier­te Entscheidungen für dein Pferd treffen.

Pferde inhalieren als Behandlung bei Atemwegsproblemen

Bevor wir über das Inhalieren als Therapie für dein er­krank­tes Pferd spre­chen, sei vor­ne­weg ge­sagt: Inhalieren, Medikamente und Co. hel­fen nur be­grenzt, wenn die Ursache für den chro­ni­schen Husten nicht be­ho­ben wird. Haltungs- und Gesundheitsoptimierung ist hier also das A und O! Antworten auf die Frage, was ein Pferdeleben zu ei­nem ge­sun­den Pferdeleben macht, fin­dest du da­her in mei­nem Fortbildungsprogramm. Denn der Schlüssel zu ei­nem ge­sun­den Pferdeleben bist du!
Nun zur Frage, war­um Inhalieren bei Atemwegsproblemen eine gute Unterstützung dar­stellt: Die Inhalation dei­nes Pferdes kann fest­sit­zen­den Schleim lö­sen und das Abhusten da­durch er­leich­tern. In Kombination mit an­schlie­ßen­dem Lungensport kann dann auch der Selbstreinigungsprozess der Lunge un­ter­stützt wer­den. Diese Prozesse sind ja bei equi­nen Asthma ge­stört. Daher schafft Inhalation hier Abhilfe. Ein wei­te­rer gro­ßer Vorteil für mich als Tierärztin be­steht dar­in, dass Medikamente ge­zielt in die Atemwege ver­ab­reicht wer­den kön­nen. 
Aber auch eine prä­ven­ti­ve Inhalation ist durch­aus mög­lich und eine schö­ne Möglichkeit, dein Pferd z.B. im Winter oder bei krank­heits­be­ding­ter Boxenruhe zu unterstützen.

Inhalieren Pferd
Pferde in­ha­lie­ren mit Kernkompetenz Pferd

Mein Tipp:
Halte alle Therapien und Umstellungen schrift­lich in ei­nem Lungentagebuch fest, da­mit du nach­voll­zie­hen kannst was dei­nem Pferd wirk­lich hilft und der Ursache auf die Spur kommst.

Dokumentation

als Grundlage zur Verbesserung

Lade dir die PDF Vorlage run­ter, druck sie aus und leg los! Nimm die Gesundheit dei­nes Pferdes in die Hand. Trage dich mit dei­ner Email und dei­nem Namen für mei­nen Infobrief für Pferdemenschen ein und ich schi­cke dir das Lungen-Tagebuch im Nachgang per Mail.

Pferde inhalieren mit Kochsalzlösung

Kommen wir nun zur Frage, wel­chen Wirkstoff dein Pferd in­ha­lie­ren soll­te. Kochsalzlösung (NaCl 0,9%) ist da­bei wohl das be­kann­tes­te Mittel der Wahl. Durch die nied­ri­ge­re Konzentration von NaCl han­delt es sich hier­bei um eine iso­to­ne Lösung. Daher ist die Inhalation für die Schleimhäute sehr reiz­arm, wirkt be­feuch­tend und eine dau­er­haf­te Anwendung ist so mög­lich. Auch bei prä­ven­ti­ven Inhalieren kannst du die­se Lösung be­nut­zen.
Vorteile sind da­her: pfle­gend, be­feuch­tend, dau­er­haf­te Anwendung mög­lich
Nachteil: nicht deut­lich schleimlösend

Pferde inhalieren mit Sole-Inhalationslösung

Die Sole-Lösung ist im Vergleich zur Kochsalzlösung stär­ker kon­zen­triert. Wir spre­chen hier von ei­nem Salzgehalt von min­des­tens 1,4%. Durch die hohe Konzentration han­delt es sich um eine hy­per­to­ne Lösung. Bei ei­ner hy­per­to­nen Lösung ist die Konzentration von Mineralien in der Lösung hö­her als in der Zelle. Dadurch wird die Flüssigkeit os­mo­tisch be­wegt und wirkt da­her stark schleim­lö­send. Dein Pferd kann den Schleim dann leich­ter ab­hus­ten. Allerdings wirkt Sole so auch aus­trock­nend, soll­te nur kur­wei­se an­ge­wen­det wer­den und nur bei ei­ner Verschleimung. Die Konzentration muss an­ge­passt wer­den, je nach­dem ob mit Maske (z.B. 2%) oder in der Solebox (z.B. 6%) in­ha­liert wird!
Der (Toten-)Meer-Salz-Sole ent­hält im Vergleich zur klas­si­schen Kochsalzlösung, zu­sätz­lich zum Natriumchlorid noch un­ter­and­e­rem zum Beispiel Magnesiumchlorid. Es wird dem Magnesium eine ent­span­nen­de Wirkung auf die Muskulatur zu­ge­spro­chen und soll zu­sätz­lich beim Abtransport des Schleims hel­fen. Vorteil: schleim­lö­send
Nachteil: reizend

Pferdeinhalation von Medikamenten

Bei ei­nem klar dia­gnos­ti­zier­ten equi­nen Asthma ist die Behandlung un­ter an­de­rem mit Kortison und Bronchienerweiterer als Inhalationspräparate ge­eig­net – na­tür­lich im­mer und aus­schließ­lich in Absprache mit dei­nem Tierarzt. Letzterer stellt, wie der Name schon sagt, die Bronchien weit und dient so zur Linderung der Symptome. Der bes­te Zeitpunkt zur Inhalation von Bronchienerweiterer ist da­her VOR der Bewegung dei­nes Pferdes oder der Kortison-Inhalation. Bronchienerweiterer be­kämp­fen je­doch NICHT die zu­grun­de lie­gen­de Entzündung. Daher soll­te in der Regel in Kombination der Bronchienerweiterer mit ei­nem
Kortison be­han­delt wer­den, um den Teufelskreis aus Entzündung, Hyperreaktivität und Bronchokonstriktion zu durch­bre­chen. Die ent­zün­dungs­hem­men­de Inhalation bie­tet sich dann NACH der Belastung an — bit­te erst, wenn dein Pferd wie­der den Ruhepuls er­reicht hat. Dann sind die Bronchien weit ge­stellt und der Entzündungshemmer kann sich gut ver­tei­len. Die Inhalation mit Medikamenten kann aus­schließ­lich über eine Maske erfolgen!

Das Inhalieren von Pferden mit und ohne Gerät

Nicht nur die Wahl der Lösung bzw. Medikament ist ent­schei­dend für den Therapieerfolg der Inhalation, son­dern auch die Wahl des Inhalationsgerätes hat hier­bei ei­nen ent­schei­den­den Anteil.  Allerdings möch­te ich vor­ab auf drei Aspekte hinweisen: 

  1. Bei aku­tem Asthmaanfall soll­ten Pferde nie­mals in­ha­lie­ren, da der
    Atemwiderstand das Gefühl der Luftnot ver­stärkt. Stattdessen soll­te nur ein
    Dosieraerosolspray-Pferde-Adapter zur Medikamentgabe ge­nutzt werden.
  2. Pferde soll­ten an­ders als beim Menschen üb­lich nur kalt in­ha­lie­ren, da
    an­sons­ten Verbrennungsgefahr besteht!
  3. Wenn Masken be­nutzt wer­den, ist eine pe­ni­ble Maskenhygenie un­ab­ding­bar.
    Ansonsten kön­nen sich Pilze im Inhalator bil­den und zu­sätz­lich belasten.

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Sind äthe­ri­sche Öle für die Inhalation geeignet?

Inhalieren von Pferden mit einer Maske: Welcher Inhalator ist für mein
Pferd geeignet?

Pferde mit­hil­fe ei­ner Maske zu in­ha­lie­ren, ist de­fi­ni­tiv eine sehr ef­fek­ti­ve Variante der Inhalation. Auf dem Markt sind der­zeit ver­schie­de­ne Arten von Maskeninhalatoren, wel­che alle ihre Vor- und Nachteile bie­ten. Damit du weißt, ob für das Inhalieren dei­nes Pferdes sich eher ein Druckluftvernebler, ein Ultraschallvernebler oder ein Meshvernebler eig­net, soll­test du wis­sen, auf wel­che Merkmale der Technik du ach­ten solltest: 

Tröpfchengröße: Je klei­ner die Tröpfchengröße der ver­ne­bel­ten Wirkstoffe, des­to tie­fer ge­lan­gen die­se in die Atemwege. Entscheidend für die Wahl des Gerätes ist folg­lich, wie tief das Atemwegsproblem dei­nes Pferdes sitzt. Bei Problemen der tie­fen Atemwege soll­te die Größe idea­ler­wei­se im Bereich von 1 bis 5 μm liegen.

Leistung: Je stär­ker die Leistung, des­to hö­her die Geschwindigkeit, mit der die Teilchen in die Lunge ge­lan­gen. Eine hohe Leistung ver­kürzt die Inhalationszeit und er­höht so bei vie­len Pferden die Akzeptanz. Deswegen sind Human-Geräte auch
un­ge­eig­net für Pferde.

Totraum: Als Totraum wird der Weg vom Vernebler zur Nüster be­schrie­ben. Dieser soll­te kurz sein, da­mit die Inhalation ef­fek­tiv ist oder es müs­sen grö­ße­re Mengen ver­ne­belt wer­den, da­mit die glei­che Menge ankommt.

Atemwiderstand: Die Bauart der Maske be­ein­flusst den Atemwiderstand dei­nes Pferdes. Für Pferde mit sehr fort­ge­schrit­te­nem Asthma kann ein zu ho­her Atemwiderstand sehr un­an­ge­nehm wer­den. Das ge­schlos­se­ne System bringt aber den Vorteil, dass kein Inhalat ent­weicht (wich­tig bei Inhalation mit Medikamenten).

Passform und Material: Die Passform soll­te so sein, dass die Maske gut ab­schließt und gleich­zei­tig nicht drückt. Außerdem soll­ten die Materialien we­der Weichmacher oder an­de­re Stoffe, wel­che sich bei der Inhalation lö­sen kön­nen, enthalten.

Hast du dich ent­schie­den, wel­che Kriterien der Inhalator für dein Pferd er­fül­len soll­te, kannst du dich auf die Suche nach ei­nem Modell be­ge­ben. Verschiedene Techniken be­die­nen die Kriterien un­ter­schied­lich und es kommt ganz in­di­vi­du­ell auf dein Pferd an, was für euch die per­fek­te Wahl darstellt.

Inhalieren Pferd
Pferde rich­tig in­ha­lie­ren — ge­wusst wie mit Kernkompetenz Pferd

Inhalation des Pferdes: Welches Gerät für mein Pferd?

Kompressor/Druckluftvernebler
Bei die­ser Technik wird das Inhalat durch Druckluft nach oben be­för­dert. Die Tröpfchengröße wird von der Düsenöffnung und der Konstruktion der Prallplatte be­ein­flusst. 
Vorteile: kos­ten­güns­tig in der Anschaffung
Nachteile: ge­rin­ge Füllmenge und Leistung, lau­ter Geräuschpegel durch Kompressor
Modelle: PARI BOY® (Menschen-Modell) Werbung I Namensnennung I Verlinkung

Ultraschallvernebler
Bei die­ser Technik schwingt eine Platte und lässt durch Ultraschallwellen Aerosol ent­ste­hen. Daher wird die Tröpfchengröße von der Frequenz der Schwingungen be­ein­flusst.
Vorteile: kei­ne Verbrauchsmaterial, Wetterbeständigkeit, gro­ße Füllmengen mög­lich, hohe Leistung
Nachteile: Technik, wel­che eher in sta­tio­nä­ren Geräten ein­ge­baut wird, Hitzeentwicklung (bei Medikamenteneinsatz kann das zu Wirkstoffverlust füh­ren), Apparatur meist mit Schlauch
Modelle: Air One Flex von neu­tec oder Equosonic Privat von medizintechnik_hartwig Werbung I Namensnennung I Verlinkung

Meshvernebler
Membran mit sehr klei­nen Löchern ver­baut. Durch Vibration ent­ste­hen die Aerosole. Die Tröpfchengröße wird durch die Löcher in der Membran be­stimmt. 
Vorteile: Technik, wel­che in klei­nen mo­bi­len Geräten ver­baut wer­den kann, lei­se, pro­du­ziert Inhalat direkt/sehr nah vor den Nüstern, Stabilität von Wirkstoffen
Nachteile: Kleinere Füllmengen, Mash muss ge­rei­nigt wer­den nach je­der Anwendung, Folgekosten ent­ste­hen
Modelle: flexineb.eu von Nortec oder der SaHoMa®-II von ne­but­ec Werbung I Namensnennung I Verlinkung

Pferde im Pferdeanhänger oder Solekammer inhalieren

Das Inhalieren dei­nes Pferdes in ei­ner gut kon­zi­pier­ten und sau­be­ren Solekammer mit ei­nem ge­eig­ne­ten Hochleistungsvernebler ist für die prä­ven­ti­ve Inhalation eine durch­aus prak­ti­ka­ble Möglichkeit. Auch für Pferde, die auf Kriegsfuß mit der Maske ste­hen, stellt es ei­nen Alternative dar. Allerdings gebe ich zu be­den­ken, dass für eine Inhalation mit Wirkstoffen (Medikamenten) die Verteilung im Raum zu groß ist, so­dass die Inhalation we­ni­ger sinn­voll ist.

Bei der Inhalation auf ei­nem Pferdehänger soll­test du ex­trem auf die Hygiene ach­ten, denn an­sons­ten kann dies ne­ga­ti­ve Auswirkungen ha­ben! Bitte auf pro­fes­sio­nel­le Anbieter achten. 

Pferdeinhalator selber bauen?

Hier von mir ein kla­res: NEIN, bit­te nicht Marke Eigenbau ver­wen­den! Bei selbst ge­bau­ten Inhalatoren ist we­der die Sicherheit dei­nes Pferdes ge­währ­leis­tet, noch kann das Inhalieren den ge­wünsch­ten the­ra­peu­ti­schen Nutzen er­zie­len. In die­sem Zusammenhang sei auch er­wähnt, dass Inhalatoren für Menschen bei Pferden auf­grund der viel grö­ße­ren Lunge kei­ne Wirkung ha­ben. Bei ge­kauf­ten Eimerinhalatoren ist zwar Materialsicherheit ge­ge­ben, je­doch ent­weicht bei of­fe­nen Masken ei­ni­ges des Inhalats nach au­ßen. Zudem ge­lan­gen bei Verwendung von Medikamente die­se in die Umgebungsluft. Ein Vorteil ist na­tür­lich der ge­rin­ge Atemwiderstand und kann so eine Möglichkeit sein für Pferde, die mit ge­schlos­se­nen Masken Probleme haben.


⚠️ ACHTUNG BEI:
Inhalation mit Wasserdampf über ei­nen Beutel. Die Partikelgröße von Wasserdampf be­trägt > 20 μm. Empfohlen wird je­doch eine Tröpfchengröße von un­ter 5 µm, um die un­te­ren Atemwege ef­fek­tiv zu be­feuch­ten. Somit eig­net sich das wenn nur zur Pflege der Nüstern und den obe­ren Atemwege.

Du siehst, wel­chen Inhalator und vor al­lem, wel­che Technik du für dein Pferd be­nut­zen kannst bzw. soll­test, ist eine ganz in­di­vi­du­el­ler Entschluss und hängt von eu­ren Wünschen und Bedürfnissen ab. Damit du auch hier ein fun­dier­te Entscheidung für dein Pferd tref­fen kannst, habe ich in mei­nem Kurs für Lungenpferde eine Expertin auf dem Gebiet von BitopEqui® eingeladen.

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Fütterung- und Haltung von Pferden mit chronischem Husten

Ich hat­te es be­reits wei­ter oben im Text er­wähnt; aber ger­ne möch­te ich es hier noch­mals wie­der­ho­len, da es mir eine ab­so­lu­te Herzensangelegenheit ist, dir die­se Botschaft mit­zu­ge­ben: Eine ge­sun­de Lebensführung ist die ef­fek­tivs­te Prävention und Therapie dei­nes Pferdes!

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3 Tipps zur Fütterung von Asthmapferden

Dazu ge­hört ne­ben der Optimierung der Haltung und Fütterung auch ein durch­dach­tes Trainingsprogramm für dein Pferd. Körperliches Training ist die wich­tigs­te und ef­fek­tivs­te nicht-me­di­ka­men­tö­se Maßnahme, wel­che zur Beeinflussung des Krankheitsverlaufs von equi­nem Asthma er­grif­fen und selbst durch­ge­führt wer­den kann! Ein gut durch­dach­tes und auf den Schweregrad der Erkrankung an­ge­pass­tes Trainingskonzept lin­dert die Symptome, er­höht die Belastungsfähigkeit und stei­gert im­mens die Lebensqualität dei­nes Pferdes. Zum Thema Lungensport höre ger­ne in mei­ne Podcastfolge rein.

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Pferde inhalieren: Die Kosten

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Die Anschaffung ei­nes Inhalationsgerät zum Inhalieren dei­nes Pferdes er­scheint auf den ers­ten Blick teu­er (bis zu 1000€), je­doch kann ich aus mei­ner per­sön­li­chen Praxiserfahung be­rich­ten, lang­fris­tig sparst du dir so öf­ters den Tierarzt und di­ver­se Dosen an Pulver und kommst so meis­tens doch güns­ti­ger da­von. Hinweis: Dies sind mei­ne per­sön­li­chen Erfahrungen und kann na­tür­lich nicht ga­ran­tiert wer­den. Die Kosten für die Inhalationslösungen sind alle samt über­schau­bar (z.B. Kochsalzlösung ca. 10€ für 20 Ampullen, bi-medEctoin® von bitopEqui® 49,90€ für 30 Ampullen). Die Sole-Box kannst du in der Regel für eine Anwendung zwi­schen 35 und 40€ buchen.

Die fünf besten Tipps, um chronischen Husten beim Pferd zu vermeiden

  1. Pferde sind Frischluft-Fanatiker — habt den Mut zu of­fe­nen Haltungskonzepten!
  2. Den schnel­len Galopp wa­gen, wenn ge­sund­heit­lich mög­lich — re­gel­mä­ßig die
    Lungengesundheit durch ein durch­dach­tes Training fördern!
  3. Wissen schützt — wer ers­te Anzeichen bei sei­nem Pferd er­ken­nen kann, kann schnell
    und sinn­voll han­deln! Achte auf die Atemfrequenz!
  4. Auch klei­ne Veränderungen tun dei­nem Pferd gut — nas­ses Fegen der Stallgasse,
    kei­ne Strohlagerung ne­ben den Boxen, auch im Winter die Fenster of­fen las­sen, mal
    ins Gelände, wenn der Hallenboden zu stau­big ist. Kleine Veränderungen sind bes­ser
    als gar kei­ne und be­wir­ken mehr als du glaubst!

Pferde inhalieren: Mein Fazit

Das Inhalieren von Pferden mit chro­ni­schem Husten ist eine sinn­vol­le Ergänzung der Behandlungsstrategie. Jedoch stellt sie nur ei­nen Aspekt der Behandlung dar und soll­te ein­ge­bet­tet sein in eine nach­hal­ti­ge Strategie zur Behandlung von chro­ni­schem Husten. 
Dazu ge­hö­ren ne­ben der me­di­zi­ni­schen Ursachenforschung auch eine Haltungsoptimierung und ein Konzept für den Lungensport. 

Merke: Inhalation er­setzt kei­ne Haltungs- und Bewegungsoptimierung!

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Wann Kortison in­ha­lie­ren bei Pferdehusten?

Kortison ist eine sinn­vol­le Maßnahme, wenn equi­nes Asthma si­cher dia­gnos­ti­ziert ist, um die Entzündung in den un­te­ren Atemwegen zu stil­len und wenn es mit dei­nem Tierarzt ab­ge­spro­chen ist.

Ab wann ist Pferdehusten schlimm?

Der Husten bei ei­nem Pferde soll­te so­fort ernst ge­nom­men wer­den, da er Symptom ei­ner in­fek­tiö­sen oder chro­ni­schen Erkrankung der Atemwege sein kann und ein Spätsymptom ist.

Wann ist Inhalieren bei Pferdehusten sinn­voll?

Ist fest­sit­zen­der Schleim die Ursache für den Husten, ist das Inhalieren sinn­voll so­wie zur Pflege von chro­nisch er­krank­ten Atemwege. Präventiv kann in­ha­liert wer­den bei Bewegungsmangel durch an­ge­ord­ne­te Boxenruhe oder star­ken Pollenflug/Staubentwicklung.

Wann das Pferd mit Sole und wann mit Kochsalz in­ha­lie­ren?

Die Inhalation von nied­rig do­sier­ter Kochsalzlösung ist zur Prävention von Atemwegserkrankungen und zur Pflege der Schleimhaut sinn­voll. Die hö­her do­sier­te Sole ist da­ge­gen schleim­lö­send und soll­te auf­grund des Reizpotentials nur tem­po­rär an­ge­wen­det werden.

Wie oft darf ein Pferd in­ha­lie­ren?

Dies ist ab­hän­gig vom Wirkstoff, wel­chen du zur Inhalation nutzt und den Gesundheitszustand dei­nes Pferdes. Mit nied­rig kon­zen­trier­ter Kochsalzlösung und bei ge­sund­heit­li­cher Indikation des Pferdes kann täg­lich in­ha­liert wer­den. Zur Prävention bei Asthmapferden in sym­ptom­frei­en Phasen ist 2–3 Mal die Woche an­ge­ra­ten. Für ein ge­sun­des Pferd ist eine Inhalation grund­sätz­lich nicht nötig.

Pferd vor oder nach dem Reiten in­ha­lie­ren?

Bronchienerweitertende Wirkstoffe und schleim­lö­sen­de Maßnahmen soll­ten vor dem Reiten und ent­zün­dungs­hem­men­de Wirkstoffe nach dem Reiten in­ha­liert werden.

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Katrin
Katrin
5 Monate zuvor

Mein Hafi hus­tet im­mer nur im Fellwechsel zum Frühling hin und dann un­ter­stüt­ze ich recht­zei­tig den Stoffwechsel mit Zinkchelat plus und Selen von Okapi. Das hat sich seit 2 Jahren gut be­währt und wir müs­sen nicht mehr inhalieren.
Es ent­steht jzt qua­si gar kein Husten mehr.
Viel Bewegung und na­tür­lich viel Galopp zur gleich­mä­ßi­gen Atmung un­ter­stützt sehr.

Dr. Veronika Klein

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