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Muskelerkrankungen beim Pferd: der Überblick

Pferdekrankheiten
Dr. med. vet. Veronika Klein
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Grundlage dieses Artikels ist die Podcast-Folge von Dr. Veronika Klein zu Muskelerkrankungen. Als Überblicksartikel verlinkt er für einzelne Themen wie PSSM und Muskelaufbau auf ausführliche Beiträge und wird fachlich aktuell gehalten.

Das Wichtigste in Kürze

» Der braun-rote Urin ist ein Alarmzeichen. Er zeigt keinen Nierenschaden, sondern Muskelzerfall, bei dem Muskelfarbstoff über die Niere ausgeschieden wird.
» Muskelerkrankungen haben viele Ursachen, von Fütterung und Giftstoffen bis zu Erbkrankheiten wie PSSM, Kreuzverschlag und HYPP.
» Die Diagnose stützt sich auf die Klinik, die Muskelenzyme im Blut und bei Bedarf eine Muskelbiopsie.

Muskelerkrankungen beim Pferd sind ein weites Feld. Der Begriff fasst sehr unterschiedliche Krankheitsbilder zusammen, die von der Fütterung über Giftstoffe bis zu Erbkrankheiten reichen. Gemeinsam ist ihnen, dass die Muskulatur ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllt, sei es durch Schwund, durch Schäden oder durch Stoffwechselstörungen in der Muskelzelle. Dieser Artikel gibt dir einen Überblick über die häufigsten Muskelerkrankungen, ihre Symptome und die Frage, wie man sie überhaupt diagnostiziert.

Um die Erkrankungen zu verstehen, lohnt zuerst ein Blick darauf, wie Muskulatur aufgebaut ist und wie sie arbeitet. Erst dann wird klar, warum ein und dasselbe Symptom, etwa Steifheit oder brauner Urin, ganz verschiedene Ursachen haben kann.

Die drei Muskelfasertypen

Muskulatur besteht aus verschiedenen Muskelfasern, und man unterscheidet drei Typen. Welches Verhältnis ein Pferd mitbringt, ist zum Teil genetisch, also von der Rasse abhängig, und zum Teil von der Art der Arbeit geprägt.

  • Typ-1-Fasern (Slow-Twitch): Sie kontrahieren langsam und ermüden kaum. Das sind die Fasern der Langstreckenläufer, also bei unseren Pferden der Distanz- und Vielseitigkeitspferde sowie der Kaltblüter. Sie stehen für Ausdauer.
  • Typ-2a-Fasern (Intermediärtyp): Sie kontrahieren schnell und ermüden langsam. Sie vereinen Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit.
  • Typ-2b-Fasern (Fast-Twitch): Schnell und kräftig, aber auch schnell müde. Das sind die Fasern der Sprinter. Vollblüter und Quarter Horses, die auf kurzen Strecken laufen, besitzen mehr davon.

Wichtig zu wissen: Jedes Pferd besitzt alle drei Fasertypen. Sogar innerhalb eines Pferdes ist die Zusammensetzung unterschiedlich, die Rückenmuskulatur ist anders aufgebaut als die Muskulatur der Hinterhand. Durch Training lassen sich Typ-2a-Fasern in Typ-2b-Fasern umwandeln, nicht aber Typ-1-Fasern in Typ-2-Fasern.

Wie der Muskel Energie gewinnt

Bewegung braucht Energie. Der Muskel nutzt dafür vor allem Glucose, also Zucker, und freie Fettsäuren. Im Muskel liegen diese als Glykogen und Triglyceride gespeichert. Zusätzlich kann der Muskel im Notfall auch Proteine als Energiequelle heranziehen.

Frisst das Pferd Kohlenhydrate, etwa Heu, werden diese im Darm zu Glucose gespalten und ins Blut aufgenommen. Der steigende Blutzucker setzt Insulin frei, und dieses schleust die Glucose in die Zellen, unter anderem in die Muskelzellen. Das funktioniert im Prinzip genau wie beim Menschen. Wird die Energie nicht verbraucht, weil der Muskel nicht arbeitet, speichert der Körper sie als Glykogen. Genau an dieser Stelle setzt eine der bekanntesten Muskelerkrankungen an: Bei Pferden mit PSSM wird Glykogen im Übermaß eingelagert, worauf wir weiter unten zurückkommen.

Symptome: woran du eine Muskelerkrankung erkennst

Die Anzeichen einer Muskelerkrankung reichen von dezent bis dramatisch. Typisch sind:

  • Muskelzittern, Schwäche und Steifheit
  • Muskelschmerzen und Bewegungsunwille
  • In schwereren Fällen Schwitzen, rote Schleimhäute sowie eine erhöhte Herz- und Atemfrequenz
  • Manchmal auch Lahmheiten
Person tastet auf der Stallgasse den Rücken eines braunen Pferdes ab, manuelle Untersuchung der Muskulatur

Gerade die leiseren Anzeichen lohnt es sich ernst zu nehmen. Ein Pferd, das plötzlich steif wirkt, sich beim Angaloppieren wehrt oder nach der Arbeit ungewöhnlich stark schwitzt, sendet ein Signal, auch wenn noch kein dramatisches Symptom sichtbar ist. Je früher man hinschaut, desto eher lässt sich verhindern, dass aus einer kleinen Baustelle ein ernster Schaden wird.

Ein besonders eindrückliches Warnzeichen ist der braun-rote Urin. Hier wird Muskelfarbstoff, das Myoglobin, aus zerfallenden Muskelzellen freigesetzt und über die Niere ausgeschieden. Das sieht dramatisch aus, spricht aber nicht für ein Nierenproblem, sondern für einen Muskelzerfall im Körper. Der Farbstoff gehört normalerweise in die Zelle, nicht ins Blut. Wer dunklen Urin bei seinem Pferd sieht, sollte das immer ernst nehmen und tierärztlich abklären lassen.

Wie Muskelerkrankungen diagnostiziert werden

Am Anfang steht die allgemein-klinische Untersuchung mit den sichtbaren Symptomen wie Muskelzittern und Steifheit. Im Blut lassen sich erhöhte Muskelenzyme nachweisen, allen voran der CK-Wert (Creatinkinase). Reicht das nicht aus, um zur Ursache zu kommen, folgen weiterführende Verfahren wie die Muskelbiopsie und die Elektromyographie (EMG), bei der die elektrische Aktivität der Muskulatur gemessen wird.

Nahaufnahme einer Blutentnahme an der Halsvene eines braunen Pferdes, Grundlage für die Bestimmung der Muskelenzyme

Der entscheidende Punkt ist die Kombination. Ein einzelner Laborwert ergibt selten das ganze Bild. Erst Klinik, Blutwerte und bei Bedarf die Biopsie zusammen ergeben eine belastbare Diagnose, und nur mit einer klaren Diagnose lässt sich das Pferd gezielt behandeln.

Muskelschwund: die Atrophie

Beim Muskelschwund, der Atrophie, baut sich Muskulatur ab. Man unterscheidet zwei Formen. Die generalisierte Atrophie betrifft den ganzen Körper und entsteht durch unzureichende Ernährung, Bewegungsmangel oder hohes Alter. Die lokale Atrophie betrifft dagegen eine einzelne Stelle.

Die bekannteste lokale Form kennt fast jeder unter dem Stichwort Satteldruck. Ein unpassender Sattel führt zu Durchblutungsstörungen und in der Folge zu Muskelveränderungen, oft im Bereich hinter dem Widerrist. Umgangssprachlich ist von Trapezius-Atrophie die Rede, betroffen ist streng genommen aber eher der lange Rückenmuskel. Warum die Sattelpassung so oft der Schlüssel ist, liest du im Artikel über Sattelanpassung zwischen Wissenschaft und Praxis.

Auch das Kehlkopfpfeifen ist im Kern eine lokale Muskelatrophie. Hier ist der Nerv geschädigt, der einen bestimmten Kehlkopfmuskel versorgt. Weil der Muskel nicht mehr arbeitet, atrophiert er, der Kehlkopf öffnet sich nicht richtig, und die Luft muss durch einen Spalt, was das typische pfeifende Geräusch erzeugt. Eine weitere, seltenere Sonderform ist die fibrotische Myopathie, bei der vernarbtes Gewebe in der Oberschenkelmuskulatur zu einem charakteristisch stockenden Gangbild führt.

Muskelschäden durch Überlastung

Muskelschäden entstehen häufig durch falsches Training, zu kurze Aufwärmphasen und Überbelastung. Je nach Ausmaß reichen sie von der Muskelzerrung über den Muskelfaserriss bis zur vollständigen Muskelruptur, also einer kompletten Zusammenhangstrennung. Bei manchen Pferden erkennt man solche Schäden später an Dellen oder Kuhlen im Bereich der Hinterhand oder am Hals. Die beste Vorbeugung ist ein durchdachtes Aufwärmen und ein Training, das die Belastung langsam steigert.

Ernährungsbedingte Muskelerkrankungen

Manche Muskelerkrankungen entstehen direkt über die Fütterung. Die Weißmuskelkrankheit betrifft vor allem Fohlen und wird durch einen Mangel an Vitamin E und Selen ausgelöst. Ebenfalls ernährungsbedingt kann ein massiver Calciummangel zu Krämpfen führen, zum Beispiel bei laktierenden, also milchgebenden Stuten.

Toxinbedingte Muskelerkrankungen

Verschiedene Giftstoffe können die Muskelfunktion massiv stören:

  • Tetanustoxin: Es verändert die Nervensignale und führt zu Krämpfen.
  • Monensin: Ein Medikament für Geflügel und Rinder, das für Pferde hochgiftig ist. Es stört den Ionengradienten an der Zellmembran, sodass die Zelle abstirbt, hier vor allem am Herzmuskel.
  • Atypische Weidemyopathie: Eine Vergiftung durch Samen und Keimlinge des Bergahorns.

Die atypische Weidemyopathie verdient besondere Aufmerksamkeit, weil sie lebensbedrohlich ist. Der Giftstoff Hypoglycin A stört den Fettstoffwechsel, sodass sich Fett in der Muskelzelle anstaut und die Zelle abstirbt. Der freigesetzte Muskelfarbstoff färbt den Urin braun. Die Pferde haben eine stark erhöhte Herzfrequenz, schwitzen, zeigen sehr rote Schleimhäute und starke Schmerzen. Kommen sie zum Festliegen, sind sie meist nicht mehr zu retten. Besteht der Verdacht, brauchen die Pferde viel Flüssigkeit, Schmerzmittel und ausgerechnet Zucker, also Kohlenhydrate, weil sie aus Fett keine Energie mehr gewinnen können. Genau das ist die Ausnahme, denn bei den anderen Muskelerkrankungen gilt das nicht. Zusätzlich müssen die Pferde ruhig gestellt werden, weil jede weitere Bewegung noch mehr Muskelzellen zerstört. Der wichtigste Rat ist die Vorsorge: Halte im Herbst und Frühjahr auf den Weiden gezielt nach Bergahorn Ausschau.

Muskelschäden nach Narkose oder Injektion

Auch eine Vollnarkose kann die Muskulatur schädigen. Die Pferde liegen lange auf ihrer eigenen Muskulatur, gleichzeitig ist die Durchblutung eingeschränkt und der Blutdruck niedrig. Weniger Blut bedeutet weniger Sauerstoff und Nährstoffe im Muskel. Diesen Sauerstoffmangel nennt man Ischämie, und er kann zum Absterben von Muskelzellen führen. Betroffene Pferde können nach der Narkose nicht aufstehen, weil die Muskeln den Dienst verweigern.

Eine intramuskuläre Injektion birgt ein anderes Risiko. Mit jedem Medikament, das in den Muskel gespritzt wird, können Bakterien eingebracht werden und eine Entzündung oder sogar einen Abszess auslösen. Das passiert glücklicherweise sehr selten. Wichtig zur Einordnung: Eine Schwellung, die schon am Tag nach einer Impfung auftritt, ist noch kein Abszess. Ein Abszess braucht mindestens drei Tage, bis er sich bildet. Die frühe Schwellung ist meist nur eine harmlose lokale Entzündungsreaktion, die nach zwei bis drei Tagen wieder verschwindet.

Erblich bedingte Muskelerkrankungen

Die letzte große Gruppe sind die Erbkrankheiten. Bemerkenswert ist, dass jede von ihnen an einer anderen Stelle im Stoffwechsel ansetzt.

Kreuzverschlag (RER)

Beim wiederkehrenden Kreuzverschlag, fachlich Recurrent Exertional Rhabdomyolysis (RER) und früher auch Lumbago oder Feiertagskrankheit genannt, ist der Calciumstoffwechsel gestört. Die Pferde zeigen immer wiederkehrende Steifheit, Muskelschmerzen und Bewegungsunwille, im Blut sind die Muskelenzyme erhöht. Weil Stress die Erkrankung triggert, hilft diesen Pferden vor allem Stressvermeidung, dazu kontinuierliche Bewegung und eine angepasste Diät.

PSSM

Bei PSSM (Polysaccharid-Speicher-Myopathie) ist der Kohlenhydratstoffwechsel gestört. Die Bildung von Glykogen lässt sich nicht mehr regulieren, sodass sich Glykogen übermäßig und in einer besonders schwer abbaubaren Form in der Muskulatur ablagert. Man unterscheidet zwei Typen: Bei Typ 1 lässt sich eine Genmutation nachweisen, bei Typ 2 nicht, obwohl die Pferde Symptome und Ablagerungen zeigen. Betroffen sind nicht nur Quarter Horses, sondern auch Kaltblüter und Warmblüter. Eine Balance aus fettreicher, kohlenhydratarmer Fütterung und täglicher Bewegung ist für diese Pferde entscheidend. Warum gerade der Gentest für den Typ-2-Komplex, heute meist als MIM bezeichnet, wissenschaftlich umstritten ist, liest du ausführlich im Beitrag zu PSSM beim Pferd.

HYPP

Bei der hyperkaliämischen periodischen Paralyse (HYPP) ist ein Natrium-Kalium-Transporter in der Zellmembran gestört. Die Pferde zeigen in wiederkehrenden Phasen Zittern, Muskelschwäche und Schweißausbrüche. Betroffen sind vor allem Appaloosa, Paint Horses und Quarter Horses. Diese Pferde müssen unbedingt kaliumarm ernährt werden, Mineralfutter mit Kalium ist tabu.

Muskelaufbau nach einem Schaden

Steht die Diagnose und ist die akute Phase überstanden, geht es an den Wiederaufbau. Hier gilt eine wichtige Unterscheidung. In der akuten Phase mit frischen Symptomen werden die Pferde ruhig gestellt, damit nicht noch mehr Muskulatur zerstört wird. Erst in der Phase der Regeneration hilft ein systematisches, regelmäßiges Bewegungsprogramm.

Auch die Fütterung wird angepasst. An erster Stelle steht immer ausreichend hochwertiges Heu. Ergänzend ist eine Gabe von Vitamin E sinnvoll. Zur Fettfütterung eignet sich Leinöl mit seinen entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren oder Reiskleie, wobei bei Turnierpferden die Dopingzeiten zu beachten sind. Auch hochwertige Proteinquellen unterstützen den Aufbau, etwa Sojaextraktionsschrot, Bierhefe oder spezielle Aminosäurepräparate. Am sinnvollsten ist immer eine individuelle Rationsberechnung, damit es weder zu einer Über- noch zu einer Unterversorgung kommt.

Ein Punkt ist dabei entscheidend und wird oft missverstanden: Nur viel Protein zu füttern macht keine Muskeln, weder beim Pferd noch beim Menschen. Muskulatur wächst durch Bewegung, das Futter liefert nur die Bausteine. Warum das so ist und wie ein sinnvoller Trainingsreiz aussieht, liest du ausführlich im Beitrag über Muskelaufbau beim Pferd.

Genauso wichtig wie die Bewegung ist die Erholung danach. Muskulatur wird nicht während der Belastung stärker, sondern in der anschließenden Regeneration, in der der Körper die verbrauchten Reserven wieder auffüllt und für die nächste Belastung eine Schippe drauflegt. Wer nach einem Muskelschaden zu schnell zu viel verlangt, unterbricht genau diesen Aufbau. Geduld und ein langsam steigender Plan bringen ein Pferd zuverlässiger zurück als jedes Zusatzfutter. Gerade nach einer Erkrankung lohnt es sich, gemeinsam mit dem Tierarzt einen Wiederaufbau in kleinen, gut verträglichen Schritten zu planen.

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Fazit

Muskelerkrankungen sind kein einheitliches Krankheitsbild, sondern eine große Familie mit ganz unterschiedlichen Ursachen. Ein braun-roter Urin, plötzliche Steifheit oder ungewöhnlicher Muskelabbau sollten immer tierärztlich abgeklärt werden, denn hinter ähnlichen Symptomen können harmlose bis lebensbedrohliche Ursachen stecken. Wie so oft in der Pferdemedizin gilt: Nicht ein einzelner Laborwert, sondern die Zusammenschau aus Klinik, Blutwerten und gezielter Diagnostik führt zur richtigen Diagnose. Und erst diese Diagnose macht den Weg frei, dem Pferd wirklich zu helfen. Wie eng Muskulatur und Verspannungen zusammenhängen, zeigt ergänzend der Artikel über den Rigorkomplex im lebenden Pferd.

Häufige Fragen

Dazu zählen der Muskelschwund (Atrophie), Muskelschäden durch Überlastung, ernährungsbedingte Formen wie die Weißmuskelkrankheit, toxinbedingte wie die atypische Weidemyopathie sowie die erblich bedingten Erkrankungen Kreuzverschlag (RER), PSSM und HYPP. Sie haben ganz unterschiedliche Ursachen und Auslöser.

Typische Anzeichen sind Muskelzittern, Steifheit, Schwäche, Muskelschmerzen und Bewegungsunwille. In schweren Fällen kommen Schwitzen, rote Schleimhäute und eine erhöhte Herz- und Atemfrequenz hinzu. Ein besonders wichtiges Warnzeichen ist braun-roter Urin, der auf einen Muskelzerfall hinweist und immer tierärztlich abgeklärt gehört.

Weil bei einem Muskelzerfall der Muskelfarbstoff Myoglobin aus den Zellen freigesetzt und über die Niere ausgeschieden wird. Der dunkle Urin ist also kein Zeichen für ein Nierenproblem, sondern für den Untergang von Muskelgewebe. Das ist ein ernstes Symptom, das rasch abgeklärt werden sollte.

Über die Kombination aus klinischer Untersuchung, Blutwerten und bei Bedarf weiterführender Diagnostik. Im Blut zeigen erhöhte Muskelenzyme wie die Creatinkinase (CK) einen Muskelschaden an. Für eine genaue Zuordnung können eine Muskelbiopsie und eine Elektromyographie (EMG) nötig sein. Erst die Zusammenschau ergibt eine belastbare Diagnose.

Nein. Nur viel Protein oder Zusatzfutter zu geben, baut keine Muskulatur auf. Muskeln wachsen durch Bewegung und einen passenden Trainingsreiz, das Futter liefert lediglich die Bausteine. Nach einem Muskelschaden gilt zudem: erst Ruhe in der akuten Phase, dann ein systematisches Bewegungsprogramm in der Regeneration, begleitet von einer angepassten Ration.

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