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Episode #29 Lebererkrankungen

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Episode #29 Lebererkrankungen

Heute beschäftigen wir uns mit einem häufigen Befund in der Pferdepraxis
und zwar mit erhöhten Leberwerten im Blutbild.

Die Leber ist das regenerationsfähigste Organ im Körper und kann sehr viel kompensieren bevor es zu klinischen Symptomen kommt. Klar erkennbare Symptome einer Lebererkrankung treten erst auf, wenn 70 bis 80% der Funktion zerstört ist. In der Regel wird ein großes Blutbild als Kontrolluntersuchung durchgeführt oder weil das Leitsymptom Leistungsminderung und Apathie im Vordergrund steht, also sehr unspezifisch.

Dann kommt der Laborbericht und man stellt fest, die Leberwerte sind erhöht und jetzt? Dann tauchen die Fragezeichen auf, woher kann das kommen? Ist das gefährlich? Was kann ich tun, um die Werte wieder zu normalisieren? Informationen erhälst du in dieser Episode!

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Zudem stelle ich euch heute meinen Kooperationspartner wehorse vor. Wehorse ist die Lernplattform für Pferd und Reiter –  du als Hörer des Podcast bekommst exklusiv die Mitgliedschaft bei wehorse zu einem Vorteilspreis. Wir möchten Fortbildung für eure Pferde fördern!

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Episode #26 Pferdefütterung Teil 11 Raufutter

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Episode #26 Pferdefütterung Teil 11 Raufutter – Wie beurteile ich Heu?

„Heu oder Silage?“ Das ist aktuell ein sehr strittiges Problem. Damit müssen wir uns in den nächsten Episoden beschäftigen.

Mit dem Thema – Futtermittel für Pferde – beginnen wir ein weiteres wichtiges, aber auch sehr umfangreiches Thema. Als erstes wollen wir uns im Kapitel „Pferdefütterung Teil 11“ mit den Raufuttermitteln beschäftigen.

In Episode „Pferdefütterung Teil 1 Grundlagen“ haben wir besprochen, dass unser Ziel in der Pferdefütterung eine art– und bedarfsgerechte Versorgung sein muss. Tierarttypische Besonderheiten des Verdauungstraktes des Pferdes haben wir – von der Futteraufnahme bis hin zur Verdauung im Dickdarm – in „Pferdefütterung Teil 2 – 6“ kennengelernt.

Ein Ergebnis war: Pferde sind keine Weidetiere sondern Steppentiere, aber wo war da der Unterschied?

Ab Episode #26 Pferdefütterung Teil 11 geht es um Futtermittel, heute beginnen wir damit wie man Heu beurteilt. Viel Spaß!

Episode #25 Sommerekzem

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Episode #25 Sommerekzem

Was löst diesen Juckreiz aus? Welche Labortest gibt es und welche Aussagekraft haben sie? Was kann ich unterstützend machen, um es meinem Pferd zu erleichtern?

Schlagwörter zum Merken:
Isländer, Mückenspeichel-Allergie, starker Juckreiz, Diagnose: Vorbericht, Rasse, klinische Symptome, Hautbiospie und Allergie-Bluttest, Behandlung: Vermeidung Allergen und Symptome lindern

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Episode #24 Pferdefütterung Teil 10 Wirkstoffe

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Episode #24 Pferdefütterung Teil 10 Wirkstoffe

In dieser Episode behandeln wir Wirkstoffe (Spurenelemente, Vitamine, Minerale), diese sind lebensnotwendig. Durch die intensive Bewirtschaftung des Grünlandes und den Einsatz von bestimmten Dünger führen zur Reduzierung wichtiger mineralischer Spurenelemente im Boden und somit auch in den Futtermitteln. Das hat zur Folge, dass es zu Mangelerscheinungen kommen kann und somit zu Krankheiten. Es ist daher sinnvoll Bodenproben zu nehmen und gezielt zu düngen oder die fehlenden Mineralstoffe später zu ergänzen im Futter – wie zum Beispiel Calcium und Magnesium. Magnesium dient zur Entspannung und ist daher bei vielen Reitern beliebt.

Mehr Informationen zu Elektrolyten, die bei starken schwitzen verloren gehen, erfährst du in dieser Folge.

Episode #17 rossebedingte Rittigkeitsprobleme

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Episode #17 Rossebedingte Rittigkeitsprobleme

Heute lernst du welche Ursachen zu Rittigkeitsproblemen führen kann.
Dazu zählt zum Beispiel ein Tumor am Eierstock. Der kann diagnostisch über einen Ultraschall der Eierstöcke gefunden werden sowie über eine Blutprobe, in der das Anti-Müller-Hormon bestimmt wird.

Mehr Ursachen hier in der Episode…

Episode #16 Pferdefütterung Teil 6 Nährstoffe

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Episode #16 Pferdefütterung Teil 6 Nährstoffe

Der Körper ist angewiesen auf die Nährstoffe in den Futtermitteln zum einem für den Erhaltungsbedarf und zum anderen für die erbrachte Leistung (Reiten, Trächtigkeit, Laktation).
Nährstoffe:
-Ballaststoffe (strukturreiche-kauhfähige Futterbestandteile)
– Brennstoffe (Kohlehydrate, Fette, Eiweiße)
– Baustoffe (Mineralstoffe, Wasser, Fette, Eiweiß)
– Wirkstoffe (Vitamine, Spurenelemente)
– Begleitstoffe: Färbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmackstoffe

Baustoffe der Muskulatur sind Eiweiße, dagegen braucht das Knochengerüst verschiedene Mineralstoffe.

Weitere Informationen erhälst du in dieser Episode…

Episode #15 Kotwasser und Durchfall

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Episode #15 Kotwasser und Durchfall

Die Ursache von Durchfall ist bei erwachsenen Pferden immer im Dickdarm zu suchen. Bei Fohlen dagegen kann sowohl der Dünndarm wie auch der Dickdarm Auslöser sein.

Mehr zur Anatomie und Funktion vom Dickdarm findest du in der
Episode #14 Dickdarm.

Die Ursachen sind entweder infektiös (ansteckend) oder nicht-infektiös. Ein nicht-infektiöser Auslöser ist zum Beispiel die übermäßige Aufnahme von Sand.

Durchfall mit infektiösen Ursachen

Ursachen können Bakterien (Salmonellen), Viren (Rotaviren) und Parasiten (kleine Strongyliden) in Frage kommen. Häufig zeigen die Pferde Fieber und es sind mehrere Pferde in einem Reitstall betroffen, da infektiöse Ursachen ansteckend sind. Durchfall ist gekennzeichnet durch eine veränderte Kotkonsistenz beim Pferd von Kuhfladen bis wässrig. Der Unterschied zu Kotwasser zeigt sich, dass bei Kotwasser zunächst normal geformter Kot abgesetzt wird und dann Kotwasser zum Schluß – die Kotkonsistenz ist hier also nicht verändert. Weitere Symptome können Abmagerung, Apathie, Kolik (mehr dazu wie du eine Kolik erkennst in der Episode #47) und Dehydratation sein.

Einige Bakterien sind auch vom Pferd auf den Menschen übertragbar – das nennt man dann eine Zoonose. Besonders tückisch ist der Befall mit kleinen Strongyliden (Parasiten), diese verkapseln sich in der Darmwand über den Winter und schlüpfen dann im Frühjahr massenhaft aus der Darmwand raus in das Darmlumen. Dabei zerstören sie die Darmschleimhaut und es kommt zu massiven Durchfall mit einer hohen Sterblichkeitsrate bei den betroffenen Pferden. Da die Parasiten in der Darmwand liegen, sind sie in einer Kotprobe nicht zu diagnostizieren! Es ist also möglich bei der Kotprobe keine Parasiten nachgewiesen zu haben und trotzdem sitzen tausende von Larven in der Darmwand und richten immensen Schaden an. Zur Therapie muss eine besondere Wurmkur verabreicht werden.

Durchfall mit NICHT-infektiösen Ursachen

Als Ursache kommt zum Beispiel eine übermäßige Sand-Aufnahme der Pferde in Frage. Dies kannst du selber überprüfen – es wird Kot in einen langen rektal Handschuh gegeben und mit Wasser aufgefüllt. Dann alles gut mischen und für eine Nacht aufhängen. Der Sand setzt sich unten ab und du kannst den Sand ertasten am nächsten Tag, falls welcher im Darm ist.

Eine weitere Ursache, wie bei uns auch bekannt, eine Stresssituation als Auslöser von Durchfall beim Pferd. Einige Pferde zeigen in fremder Umgebung oder auf dem Turnier vermehrt dünnen Kot, sind die Pferde dann wieder zu Hause ist der Durchfall wieder verschwunden. Du kennst das vielleicht auch vor einer Prüfungssituation ist der Darm auch bei uns schonmal etwas unruhig.

Auch durch die Gabe von Medikamenten kann als Nebenwirkung Durchfall auftreten. Dazu zählen zum Beispiel NSAIDs, das sind Entzündungshemmer oder auch Antibiotika.

Und eine paradoxe Ursache kann eine Verstopfung sein. Der Futterbrei wird nicht weiter transportiert, daneben drückt sich lediglich noch Wasser mit wenigen Futter/Kotbestandteilen vorbei und dies verlässt den Darm und wird als Durchfall wahrgenommen.

Weit verbreitet sind auch als Ursache Fütterungsfehler, die zu einer Dysbakterie führt. Das bedeutet die Darmflora ist aus dem Gleichgewicht und die Dickdarmverdauung funktioniert dann nur noch eingeschränkt.

Kotwasser beim Pferd

Eine sehr lästige Angelegenheit – meist ist die Ursache Stress für das Pferde. Als erstes muss daher das Management und die Haltung überprüft und bei Bedarf optimiert werden. Auch Silage wird als Auslöser immer wieder diskutiert und bei vielen Pferden ist der Zusammenhang eindeutig, aber auch Pferde bei denen die Umstellung auf Heu keine Verbesserung bringt, sollten nicht weiter mit Silage gefüttert werden. Therapeutisch ist auf eine hochwertige Futterqualität zu achten, wenig Getreide, keine Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe (lest die Inhaltsangaben auf den Futtersäcken!) und frisches Gras nur in Maßen. Zusätzlich sollten die Leberwerte kontrolliert werden von deinem Tierarzt.

Weitere therapeutische Maßnahmen in dieser Episode.

Werbung (Produktnennung) I Höre zu diesem Thema auch gerne in das Interview mit Bianca rein in der 50. Episode – wir sprechen über Verdauung und Pferdehaltung und wie Hefe das Verdauungssystem des Pferdes positiv beeinflussen kann.

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Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

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Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

Heute geht es um die Dickdarmverdauung – Eine wesentliche Aufgabe der Pferdefütterung ist die Gesunderhaltung und Förderung der Darmflora. Bei Störungen in der Dickdarmverdauung werden große Mengen an Gärsäuren gebildet -> Übersäuerung, Schädigung der Darmwand, Abstreben der Mikroorganismen und Hufrehe können die Folge sein.

Episode #13 Mauke

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Episode #13 Mauke

Heute erfährst du etwas über Hauterkrankungen bei Pferden. Am Ende dieser Episode weißt du genau was Mauke ist und wie du deinem Pferd weiterhelfen kannst.

Definition “Mauke”

Der Begriff Mauke beschreibt eine Hautentzündung (Dermatitis), die meist im Bereich der Fesselbeuge vorkommt. Dabei bleibt die Ursache dieser Entzündung unklar – in den meisten Fällen handelt es sich um eine Faktorenkrankheit. Das bedeutet mehrere Umstände und Ursachen kommen zusammen und lösen in der Kombination die Krankheit aus. Ein Faktor alleine reicht in der Regel nicht aus, um die Krankheit auszulösen.

Risikofaktoren für Mauke

Die Haut ist ein Spiegel des Körper und der Seele.

Ein Faktor sind Nässe und reizende Substanzen, dazu zählen:

– schmutziges Einstreu
– matschige Paddocks
– Urin und Kot

Allerdings sind das nur Faktoren, die einen Ausbruch begünstigen, da sie die Hautbarriere herabsetzen. Als alleinige Ursache reichen dieses Faktoren eben nicht aus, wie oft behauptet wird.

Ein weiterer Faktor ist das Immunsystem, das für die Abwehr von äußeren krankmachenden Faktoren zuständig ist. Ist nun das Immunsystem geschwächt des Pferdes bewirkt dies ebenfalls häufig eine schlechtere Hautbarriere.
Das Immunsystem wird geschwächt durch:

– Stress (Transport, Stallwechsel, Anreiten)
– Scheren im Winter
– Krankheit
– Fütterungsfehler
– Wurmbefall
– YOPIS (young, old, pregnant, immunsuppresiv, sick)

Die YOPIS sind eine Risikogruppe an Pferden, die alle ein anfälligeres Immunsystem aufweisen und eine besondere Betreuung benötigen (2. Phase – Prävention, des 4.Phasen-Modells).

Ebenfalls kann die Jahreszeit einen Einfluss nehmen, im Frühjahr und im Herbst zur Zeit des Fellwechsel ist die Haut anfälliger für Krankheiten.

Füchse mit weißen Beinen sind leider besonders anfällig sowie Tinker und Kaltblüter mit dem langen und buschigen Behang in den Fesseln.

Die Organ Niere, Leber, Darm sind für die Entgiftung des Körpers zuständig, sind diese überlastet oder krank, können auch sie beteiligt sein bei dem Auftreten von Mauke!

Weitere Faktoren wie kleine Verletzungen oder ständiges Waschen (zuviel Sauberkeit ist ebenfalls schädlich!) stellen dann eine Eintrittspforte für verschiedene Erreger (Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten) dar, die dann ungehindert in die Haut des Pferde eindringen können.

Symptome der Mauke

Die Haut ist geschwollen, gerötet, zeigt Schuppen, Krusten und klebriges Sekret in einigen Fällen. Die Beine schwellen in vielen Fällen an, nun ist die Hautbarriere stark gestört und für viele Erreger bildet der Bereich den optimalen Nährboden, um die Haut zu befallen. Bei einem Abstrich findet das Labor sehr wahrscheinlich sehr viele Erreger – Pilze, Viren, Bakterien. Der Befall mit Milben führt zu starken Juckreiz, die Pferde stampfen und nagen mit den Zähnen an den Hinterbeinen.
Im chronischen Stadium kommt es zu warzenartige Wucherungen.

Therapie bei Mauke

WICHTIG: SELTEN waschen!! Ein bis zweimal in der Woche ist absolut ausreichen! Dabei verwende ein desinfizierendes Shampoo (Chlorhexidin) und löse alle Krusten ab. Danach gut mit einem sauberen Handtuch trocknen.

Grundsätze der Maukebehandlung:
– trocken und sauber!
– Immunsystem unterstützen
– Hautbarriere stärken (z.B. über das Futter mit Zinkpräparaten)

Medikamente, die systematisch verabreicht (intravenös, oral oder intramuskulär) werden gegen Bakterien (Antibiotika), Pilze (Pilzimpfung) und Parasiten (Mittel gegen Milben) können zum Einsatz kommen.

Salben, die lokal verwendet werden sollten die Hautporen offen lassen, demnach vermeide bitte Silberspray oder Melkfett! Deutlich besser geeignet ist Lebertran-Zink-Salbe oder Puderspray. In einigen Fällen ist ein Verband sinnvoll, in anderen Fällen ist frische Luft und Sonne die bessere Wahl, das muss im Einzelfall entschieden werden.

Diagnostik bei Mauke

Ein Blutbild zur Kontrolle der Leber- und Nierenwerte ist sinnvoll und da häufig auch Fütterungsfehler (Eiweißüberschuss und hoher Stärkeanteil) eine Rolle spielen sollte die Ration überprüft werden, am besten mit einer Rationsberechnung.

Höre dazu gerne in die Podcastfolge:
Blutbild und Rationsberechnung rein!

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Podcast Episode #9 Muskelerkrankungen

Podcast Episode #9 Muskelerkrankungen

Episode #9 Muskelerkrankungen beim Pferd

Muskelerkrankungen beim Pferd können ernährungsbedingt (Vit E/Selenmangel), durch verschiedene Giftstoffe oder eine Genmutation (PSSM) entstehen. 

Muskulatur der Pferde – Grundlagen

Die Muskulatur besteht aus einzelnen Muskelzellen, den Muskelfasern. Diese lagern sich zu Muskelbündeln zusammen und mehrere Bündel bilden dann den Muskelbauch. Jeder Muskel ist mit einer Ursprungs- und Endsehne mit dem Knochen verbunden. Es gibt 3 Muskelfaser-Typen, die zum Teil genetisch und zum anderen Teil trainingsbedingt ausgeprägt sind. 

1. Typ I – Muskelfaser: Ausdauer
– langsam kontrahierend, rote Farbe = slow-twich-Fasern
(Distanzpferde, Vielseitigkeitspferde, Kaltblüter)
2. Typ II – Muskelfaser: Schnelligkeit 
– schnell kontrahierend, weiße Farbe = fast-switch-Fasern
 – Typ II A Schnelligkeit und Ausdauer
 – Typ II B Schnelligkeit
(Vollblüter, Quarter Horse, Rennpferde)

Alle Pferde besitzen alle Fasern im Körper, sie sind jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Auch die Muskeln innerhalb eines Pferdes besitzen unterschiedliche Faserzusammensetzungen je nachdem, ob es sich um einen Haltemuskel oder einen Bewegungsmuskel handelt.

Der Muskel braucht Energie, um Arbeit zu leisten dafür nutzt der Körper Kohlehydrate, Fette und Eiweiß. Das Pferd frisst Kohlenhydrate (Kraftfutter, Heu), die im Darm als Glucose ins Blut resorbiert wird. Der Blutglucosewert steigt, sodass der Körper Insulin freisetzt. Das Insulin dient der Glucose als Türöffner in die Muskelzelle, wo es dann als Brennstoff zur Energieumwandlung eingesetzt wird. Wird die Glucose gerade nicht gebraucht, wird sie als Glykogen in den Zellen gespeichert – als Reserve. Diese Speicherung geschieht bei Pferden mit PSSM im Übermaß.

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Muskelerkrankungen bei Pferden

Die atypische Weidemyopathie entsteht durch die Aufnahme von Samen oder Keimlingen des Bergahorns (Ahornvergiftung) und führt häufig zum Tod. Daher sollte die Umgebung um die Pferdeweiden auf das Vorkommen dieses Baumes kontrolliert werden.

Symptome bei Muskelerkrankungen

– Muskelzittern
– Schmerzen
– Schwäche
– Steifheit
– schwitzen, erhöhte Atemfrequenz
– roter Urin (Muskelfarbstoff)

Diagnose bei Muskelerkrankungen
  • Blutwerte z.B. CK
  • klinische Symptome
  • Muskelbiopsie
  • EMG (Elktromyographie)
Muskelerkrankungen (Myopathie) beim Pferd

Muskelatrophie – Muskelschwund (generalisiert, lokal)
Der Muskelschwund kann durch Bewegungsmangel, Satteldruck oder eine Nervenlähmung, wie beim Kehlkopfpfeifen entstehen.

Muskelschäden – Muskelzerrungen – Muskelfaserrissen – Muskelruptur

Myopathien (Muskelerkrankungen)
In dieser Episode besprechen wir die folgenden Pferdekrankheiten:
ernährungsbedingt: 
Weißmuskelkrankheit beim Fohlen – Selen und Vit.E Mangel

toxinbedingt (Giftstoffe): 
Tetanus: Wundinfektion mit Bakterien
atypische Weidemyopathie – Bergahorn-Samen und Keimlinge

genetisch bedingt:
PSSM, Kreuzverschlag, HYPP

Muskelaufbau bei Pferden

Bei akuten Muskelschäden darf das Pferd nicht weiter bewegt werden, da sonst weiterhin Muskelzellen zerstört werden. Die Pferde sollten warm eingedeckt werden und Ruhe bekommen. 

In der Regenerationsphase, in der Muskel aufgebaut werden soll, braucht der Muskel regelmäßig Bewegung. Eine Unterstützung kann durch eine proteinhaltige Fütterung geleistet werden oder Reiskeimöl (Vorsicht: Doping!). Bedenke allerdings füttern ohne Training bringt keine Muskeln hervor!! Schön wär´s 🙂 Mehr zum Erstellen von Trainingsplänen findest du in der Episode Nummer 7.

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Weitere Tipps zum Muskelaufbau findest du bei wehorse. Durch die Kooperation mit wehorse, der Lernplattform rund um das Thema „Pferde & Reiter“ bekommst du als Hörer des Podcast Kernkompetenz Pferd ein tolles Angebot. 

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Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1 Grundlagen

Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1

mit Werner A. Klein

Grundlagen der Pferdefütterung 

Unser Ziel ist also eine artgerechte und bedarfsgerechte Fütterung. Das mindert viele unserer Probleme, unserer Leiden – oder besser die unserer Pferde. Außerdem sparen wir Tierarzt-Kosten, denn Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen. Das was und auch das wie wir füttern ist von großer Bedeutung für die Pferdegesundheit. Das pferdetypische Fressverhalten hat sich über Millionen von Jahren in der Steppe entwickelt, das hat sich kaum verändert seit der Domestikation. 

Artgerechte Pferdefütterung

Eine artgerechte Pferdefütterung zeichnet sich dadurch aus, dass die arttypische Bedürfnisse der Pferde befriedigen werde. Pferde sind Steppentiere und keine Weichtiere, wie häufig gedacht. In der Steppe gab es nur im Frühling das Angebot an jungen Gräsern, das als Leistungsfutter zur Milchbildung von den Stuten genutzt wurde (Stuten sind saisonal polyöstrisch), ansonsten war das Futterangebot eher knapp im Jahr. Es handelte sich um langes, überständiges, strukturreiches, also energiearmes Gras. Die heutigen Wiesen sind wegen der Düngung und der Nutzung das ganze Jahr sehr mastig, wie damals im Frühjahr, für Rinder ist das erwünscht (Milchbildung, Mast), für unsere Pferde ist dies aber gesundheitsschädlich!

Pferdeernährung


Grundsatz Nr. 1: Pferde sind Raufutter-Fresser
Für die Pferde ist ein pferdegerechte Heu wichtiger als das beste Müsli! 

Grundsatz Nr. 2: Pferde sind Pflanzenfresser
Pferde sind reine Veganer – klingt logisch? In vielen Internetforen findet man Mast-Rezepte mit Eiern, diese gehören nicht in den Futtertrog unserer Pferde. Lediglich Fohlen in der Saugphase sind Vegetarier, in dieser Zeit ist also Milch erlaubt 🙂

Grundsatz Nr. 3: Pferde sind Dauerfresser
Das Pferd ist eigentlich ein Dauerfuttersucher und kein Dauerfresser, der Begriff ist zur heute Zeit überholt, wird jedoch noch viel verwendet. Eine ständige übermäßige Aufnahme von Raufutter sollte je nach Pferdetyp einzuschränken, zum Beispiel über Heunetze oder Dosierraufen. Die Nordpferdetypen (Pony, Kaltblutrassen) sind leichtfuttrig und bei ad libitum Heufütterung führt dies zu einer Überversorgung und Verfettung. Dagegen müssen einige Südpferdetypen (Vollblut), die sehr schwerfuttrig sind, trotz ad libitum Heufütterung noch zugeflüstert werden, da sie nicht in der Lage sind ihren Erhaltungsbedarf durch die Heuaufnahme zu decken. Daher muss je nach Pferdetyp die Fütterung angepasst werden, wobei die ständige Futtersuche als Grundbedürfnis berücksichtigt werden muss.

Grundsatz Nr. 4: Pferde sind Gewohnheitsfresser
Die Verdauung der Pferdes ist abhängig von Mikroorganismen im Dickdarm, daher müssen auch die Bedürfnisse der Darmflora (Verdauungshelfer) berücksichtigt werden. Die Darmflora ist sehr spezifisch, das heißt abhängig vom jeweiligen Futter. Eine langsame Futterumstellung ermöglicht diesen Verdauungshelfern sich anzupassen.

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Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

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Heute beschäftigen wir uns mit den Veränderungen, die durch Bewegungsmangel beim Pferd und eine unzureichende Lösungsphase beim Reiten entstehen. Pferdetraining aus medizinischer Sicht zu bewerten hilf in vielen Fällen zu verstehen warum im täglichen Training und beim Muskelaufbau entsprechende Empfehlungen gegeben werden, wie zum Beispiel ausreichend Schritt reiten zu Beginn einer jeden Reitstunde.

Bewegungsverhalten – natürliches Grundbedürfnis

Pferde sind Lauftiere – das bedeutet ihr tägliches Bewegungsbedürfnis liegt eigentlich bei 16 Stunden! In der Natur legen die Pferde in dieser Zeit bis zu 20km zurück und zwar im langsamen Schritt mit gesenktem Kopf zur Futteraufnahme. 

Alltag in vielen Reitställen – Bewegungsmangel

Die Frage lautet meist “Wo steht denn dein Pferd?” und die Frage drückt schon das Problem aus – das Pferd steht in dem Stall xy – stehen, leider ich laufen oder leben…
Jedem Pferd stehen nach heutigen Gerichtsurteilen täglich 2 bis 3 Stunden freie Bewegung zu, also ohne Reiter, dass bedeutet auf der Wiese oder dem Paddock. Selbst wenn diese Zeit zusätzlich zum Reiten eingehalten wird, bleiben noch sehr viele Stunden eines Tages übrig.

Aufgabe: Setz dich hin und notiere einmal 24 Stunden deines Pferdes.
Beispiel: 
24 Uhr bis 07 Uhr: Box
07 Uhr bis 11 Uhr: Wiese
11 Uhr bis 15 Uhr: Box
15 Uhr bis 16 Uhr: Führmaschine
16 Uhr bis 18 Uhr: Box
18 Uhr bis 20 Uhr: Reiten
20 Uhr bis 24 Uhr: Box
Zusammenfassung: 17 Stunden Stehzeit und 7 Stunden Bewegungszeit
Merke: Das Grundbedürfnis lag bei 16 Stunden Bewegung – als ist dem Beispiel das Verhältnis genau verkehrt herum. Deswegen ist eine entsprechende Lösungsphase für unsere Pferde zur Gesunderhaltung wichtig!

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Auch im Offenstall ist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm stark zu empfehlen! Matschige oder gefrorene Böden sowie der Aufenthalt an der Heuraufe oder auf der Wiese führen auch hier zu Bewegungsmangel.

Auswirkungen auf den Bewegungsapparat des Pferdes

Studien zeigen wie sich die chemische Zusammensetzung und die Biomechanik des Körper durch Bewegungsmangel verändert. 

Knochen: Knochen sind aus sehr festen Gewebe – durch mangelnde Bewegung kann der Knochen jedoch an Festigkeit verlieren. Er reagiert ständig auf mechanische Beanspruchung, regelmäßige Muskelaktivität stärkt also die Knochen. Bei Pferden mit festen Schienen- oder Cast-Verbänden konnte eine Inaktivitätsosteoporose nachgewiesen werden (Osteo=Knochen; porose=porös).

Was passiert mit Sehnen, Muskeln und Gelenken? Mehr Informationen erhälst du in dieser Folge.

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Podcast Episode #4 Druse

Podcast Episode #4 Druse

Druse beim Pferd ist eine gefürchtete Pferdekrankheit, die mit eitrigen Nasenausfluss, Fieber und Müdigkeit einhergeht und hoch ansteckend ist. Leider tritt diese Erkrankung beim Pferd wieder häufiger auf in den letzten Jahren.

Druse beim Pferd

Es handelt sich dabei um eine bakterielle Erkrankung (Streptococcus equi sub. equi), die weltweit vorkommt, hoch ansteckend ist – aber in der Regel nicht tödlich verläuft. Bei  der Druse haneldt es sich um eine fiebrige Erkrankung der oberen Atemwege.

Symptome bei Druse

– Husten
– eitrigen Nasenausfluss
– Abgeschlagenheit
– Schluckbeschwerden
– vergrößerte Lymphknoten (Lnn. mandibularis)

– Komplikationen:
Streuung in die anderen Körperlymphknoten mit Abszessbildung
Nieren-Erkrankungen
Blutflecken-Krankheit (Entzündung der kleinen Gefäße) mit Ödembildung (Nilpferd-Kopf)

Risikopatienten – gefährdete Pferde bei der Druse

YOPIS
Y = Young (Fohlen+Jungpferd)!
Die Druse wird auch häufig als Kinderkrankheit bezeichnet.
O = Old (alte Pferde)
P = Pregnant (Trächtigkeit)
I = Immunsystem geschwächt (Stress, Parasitenbefall)
S = Sick (bereits erkrankte Pferde)

Bei diesen Pferden ist das Immunsystem entweder noch nicht vollkommen ausgereift oder geschwächt und daher sind diese Gruppen besonders gefährdet.

Druse-pferd-pferdekrankheit
Übertragung der Druse 

Der Erreger überlebt in der Umwelt relativ schlecht, daher erfolgt die Übertragung meist direkt von Pferd zu Pferd. Eine indirekte Übertragung ist allerdings möglich – zum Beispiel Nasenausfluss auf der Jacke. Die Eintrittspforte in den Körper sind die oberen Atemwege und von dort wandert das Druse-Bakterium in die Lymphknoten.

Stille Träger (Pferde mit Druse ohne Symptome)

2% bis 10% der Pferde tragen den Erreger in sich und scheiden ihn aus OHNE dabei zu erkranken, das nennt man eine latente Infektion. Diese Pferde scheiden den Erreger aus und stecken andere Pferde an. Diese stillen Träger sind sehr schwer zu identifizieren, können aber der Grund dafür sein, dass immer wieder neue Pferde im Stall erkranken. Der Druse-Erreger zieht sich dabei in die Luftsäcke zurück.

Druse-pferd-pferdegesundheit

Nachdem die Symptome abgeklungen sind, können die Pferde die Druse-Erreger noch bis zu 3 Wochen ausscheiden. Das bedeutet nach dem letzten Fiebertag sollte die Quarantäne noch weitere 3 Wochen aufrecht erhalten werden – ein Stand-Still im Reitstall-keiner rein, keiner raus! Das sind lediglich Empfehlungen, da Druse weder anzeigepflichtig noch meldepflichtig ist, gibt es keine gesetzlichen Regeln.

Diagnostik bei der Druse
  1. Luftsackspülung
    Der Goldenstandard ist eine Luftsackspülung mittels einer Endoskopie 3 mal im Anstand von einer Woche, wenn alle Proben negativ sind, gilt das Pferd als Druse-frei.
    -> sicherste Methode, aber sehr aufwendig
  2. Rachenspülung
    Eine weitere Möglichkeit ist die Rachenspülung, dabei wird ein langer Katheter in die Nüster eingeführt und wie eine Nasenschlundsonde bis kurz vor den Kohlkopf geschoben, wo sich auch die Eingänge zu den Luftsäcken befinden. Dann wird mit Kochsalzlösung der Rachen gespült und die Flüssigkeit beim Herauslaufen aus der Nüster wieder aufgefangen.
    -> gute Methode, kostengünstig und wenig invasiv
  3. Nasentupfer
    Das ist die schlechteste Variante die Druse zu diagnostizieren und macht nur Sinn aus zähen, gelben Eiter. Bei fehlendem Nasenausfluss ist ein Nasentupfer nicht sinnvoll!
    -> schlechte Methode bei mangelndem Nasenausfluss

Kein Test hat eine 100% Treffsicherheit: das bedeutet leider, dass selbst  wenn der Test negativ auf Druse ist, das Pferd jedoch Druse haben könnte. Das nennt man ein falsch negatives Ergebnis, daher wiederholt man die Test 3. mal im Abstand von einer Woche. Die Drüse-Diagnostik ist dadurch sehr teuer!

Behandlung und Maßnahmen bei Druse 

Die Pferde brauchen Ruhe und sollte sofort abgesondert werden, wenn Fieber auftritt. Die Abszesse im Kehlgang werden mit Zugsalbe und Wärme behandelt bis sie sich nach außen öffnen und der Eiter abfließen kann. In einigen Fällen macht es auch Sinn die Abszesse chirurgisch zu spalten. Die Behandlung mit Antibiotika ist umstritten in der Literatur. Sie werden eingesetzt, wenn 1. die Abszesse offen sind, 2. im Frühstadium vor der Abszessbildung oder 3. bei Verdacht auf Abszessbildung im ganzen Körper, also bei einer Streuung des Erregers.
Wiesen sollten 4 Wochen nicht genutzt werden und im Stall sollten verschiedene Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Neue Pferde sollte in Quarantäne gestellt werden für 2 bis 3 Wochen, leider keine gängige Praxis. Die prophylaktische Impfung wird nicht empfohlen, wenn die Druse schon ausgebrochen ist, sollte unter keinen umständen geimpft werden!!

Du willst erfahren wie es im akuten Fall abläuft, dann höre in diese Folge des Podcasts rein – deine Veronika

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Podcast Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Podcast Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation.

Non-Core-Komponenten – Impfempfehlung
(Impfung empfohlen bei Gefährdung)

  • Tollwut (100% Schutz, Information vor Urlaubsreisen einholen)
  • Hautpilz (besonders zu empfehlen bei Jungpferde beim Einreiten)
  • Druse (Impfung bei Ausbruch ABZULEHNEN!)
  • Rotaviren (Fohlen-Durchfall-Erkrankung)
  • EVA (Equine Virus Arteritis, Hengste im Deckeinsatz, meldepflichtig)
  • West-Nil-Virus (2019 in Deutschland nachgewiesen!)
Impfungen beim Pferd

Reaktionen nach einer Impfung beim Pferd

Impfdurchbruch:
Das Pferd wird krank durch Viren aus der Umgebung/von andere Pferde – die Impfung erfüllt ihre Aufgabe nicht, trotz dass das Pferd geimpft ist. Ursachen für eine ungenügende Impfwirkung sind zum Beispiel das unsachgemäße lagern von Impfstoffen, impfen von bereits kranken Pferden oder gestresste Pferde, Impfintervalle werden nicht eingehalten, fehlerhafte Grundimmunisierung und so weiter.

Impfreaktion/Impfschaden:
In den meisten Fällen kurzfristige lokale Schwellung, Gliederschmerzen und Fieber. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion kommen mit langfristigen Gesundheitsproblemen.

Impferkrankung:
Bei dem Lebendimpfstoff werden die Viren in ihrer krankmachenden Wirkung abgeschwächt, sodass eine Reaktion des Immunsystems mit Bildung von Antikörpern ausgelöst wird ohne den Impfling krank zu machen. Bricht nun die Erkrankung durch diese Viren im Impfstoff aus wird dies eine Impferkrankung genannt.

Was solltest du beachten, wenn du dein Pferd impfen möchtest? Turnierstart, Husten, Stallwechsel,…? Mehr Informationen in dieser Folge.

Höre auch in den ersten Teil zu Impfungen beim Pferd rein!
Episode #2 Impfungen beim Pferd Teil 1

Podcast Episode #2 Impfungen beim Pferd

Podcast Episode #2 Impfungen beim Pferd

Episode #2 Impfungen beim Pferd

Impfungen beim Pferd: Influenza, Tetanus und Herpes

Allgemeine Informationen zu Impfungen beim Pferd

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation. Anzustreben ist eine vollständige Bestandsimpfung, wobei alle Tiere eine vollständige Grundimmunisierung erhalten und dann je nach Einsatz nachgeimpft werden. Es entsteht eine stabile Impfdecke, die den bestmöglichen Schutz bietet.

Fohlen und Zuchtstuten impfen 

Die Immunkompetenz des Fohlens ist abhängig von der Impfhistorie der Mutter. Zu beachten ist, dass Pferde eine undurchlässige Plazenta für Impfantikörper haben, die Antikörper werden also erst nach der Geburt durch die erste Milch (Kolostrum) aufgenommen. Der Schutz dient dem Fohlen die ersten Lebensmonate, da die Antikörper der Mutter sich mit der Zeit abbauen, muss das Fohlen dann körpereigene produzieren – hier setzt dann die Fohlenimpfung ein (ab 6. Lebensmonat).

Leitlinien zu den Impfungen bei Pferden

Core- und Non-Core-Komponenten

1. Core-Komponenten (ständige Empfehlung): Influenza, Tetanus, Herpes
2. Non-Core-Komponenten (nur bei Gefährdung): Tollwut, Druse, Rotaviren

  1. Core-Komponenten

Die Grundimmunisierung besteht grundsätzlich aus 3 Impfungen (häufige Fehlerquelle!).

Influenza 

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen (LPO 28 bis 70 Tage)
    -> nach 14 Tagen Turnierteilnahme möglich
  3. Impfung nach 6 Monaten (LPO +21 Tage)
    -> 7 Tage nach der Impfung Startverbot auf einem Turnierdanach:
    – Influenza für Freizeitpferde jährlich / Turnierpferde halbjährlich

Zusammenfassung:
– Übertragung der Influenza-Viren über eine Tröpfcheninfektion
– Atemwegserkrankungen mit hohen Fieber, Husten und Apathie
– hoher Infektionsdruck bei Ansammlungen von Pferden (Turnier)
– aktuelle Ausbrüche (2019)

Herpes

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung
    – nach 4 bis 6 Wochen (Todimpfstoff)
    – nach 3 bis 4 Monaten (Lebendimpfstoff)
  3. Impfung nach 6 Monatendanach:
    – Herpes für alle immer halbjährlich
    – Zuchtstuten, tragend: Schutz vor Abort
    Lebendimpfstoff: 4. und 8. Trächtigkeitsmonat
    Todimpfstoff: 5., 7., und 9. Trächtigkeitsmonat

Zusammenfassung:
– Herpes-Viren Typ 1: neurologische Symptome und Verlust der Trächtigkeit im letzten Drittel (Abort)
– Herpes-Viren Typ 4: Atemwegserkrankungen
– bilden Latenz aus, einmal infiziert bleibt eine lebenslange persistierende Infektion, die bei Stress aktiviert wird (vgl. Lippenherpes beim Mensch)

Impfungen Pferd Tetanus

Tetanus (Wundstarrkrampf)

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen
  3. Impfung nach 1 Jahrdanach alle 2-3 Jahre zu wiederholen

Zusammenfassung:
– Ein MUSS für alle Pferde (Rentner, Fohlen, Turnierpferd, Freizeitpferd)
– 100% Schutz, gut verträglich, kostengünstig,
– Erreger kommt überall vor und dringt über kleinste Hautwunden ein
– eine Infektion für in der Regel zum Tod

weitere Impfungen beim Pferd behandeln wir in der nächsten Episode Impfungen beim Pferd Teil 2

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Podcast Episode #1 Pferdekrankheiten

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Willkommen zum Podcast Kernkompetenz Pferd hier dreht sich alles über Pferdekrankheiten und wie du dein Pferd gesund erhältst!

Pferdewissen über Pferdekrankheiten

Du möchtest mehr über dein Pferd erfahren? Mehr Sicherheit in medizinischen Fällen, wenn dein Pferd krank ist? Keine Verunsicherung durch Außenstehende, sondern Sicherheit durch Fakten und fundiertes Wissen? Dann bist du hier richtig 🙂 viel Spaß beim reinhören und besser werden! Wir bauen deine Fachkompetenz aus! #besseralsgestern #informierterPferdemensch

=> und damit hallo Zusammen und herzlich Willkommen, ich bin Dr. Veronika Klein, Fachtierärztin für Pferde, Reiter, Trainer und Chiropraktiker und freue mich auf eine spannende Zeit mit euch!

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Seit Januar 2018 gibt es hier alle 14 Tage eine neue Podcast Episode zu dem Thema Pferdegesundheit und Pferdekrankheiten.

Über eine aktive Mitgestaltung freue ich mich besonders, ihr habt Themenwünsche?

Dann schreibt mir eine Email veronika@kernkompetenz-pferd.de

Ziel: gesunde Pferde – weniger Pferdekrankheiten

Meine Vision

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indem ich Reitern helfe ihre Herzenspferde nachhaltig gesund und glücklich zu erhalten #informierterPferdemensch

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Mein Versprechen 🐴🎓🎤 #besseralsgestern

#🐴 pferdegerecht
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Tierschutzgesetz:
§ 2 Jeder der ein Tier hält oder betreut muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Er darf die artgemäße Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Zudem muss er über die Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. 

Daher sollte jeder der Umgang mit Pferden hat, sich kontinuierlich fortbilden zum Wohle der Tiere!

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