Pferd

Episode #47 Kolik beim Pferd

Kolik ist eine häufige Erkrankung bei Pferde und kann tödlich enden, daher ist es wichtig Kolikanzeichen bei deinem Pferd zu erkennen. In dieser Episode lernst du was eine Kolik ist, welche Auslöser es gibt und wie du sie mit ein paar Tipps am Besten vorbeugen kannst.

Wichtig für jeden Pferdebesitzer

Kolik = Bauchschmerzen

Kolik ist ein Symptom und keine Krankheit, die Ursachen sind sehr vielfältig und können auch außerhalb des Magen-Darm-Trakts liegen. Kolik ist ein sehr weit gefasster Oberbegriff und keine Diagnose, sondern ein Symptom.

Symptom: Kolik
Diagnose: Colonobstipation (Dickdarmverstopfung)

Symptom Kolik

  • Unruhe: wälzen, scharren,
  • flehmen, Nüstern hochziehen
  • schwitzen,
  • erhöhter Puls,
  • Futterverweigerung
  • zum Bauch umsehen,
  • apathisch z.B bei Verstopfungen
  • schmeißen sich, extrem heftige Abwehr z.B. bei Strangulation

Ursachen für Kolik

Pferde weisen besondere anatomische Besonderheiten des Magen-Darm-Traktes auf, die sich ungünstig auswirken – zum Beispiel können Pferde aufgrund der starken Ringmuskulatur des Magens nicht erbrechen, der Dünndarm ist im Bauchraum durch eine sehr lange Aufhängevorrichtung befestigt, sodass er sich viel bewegen kann, aber leider auch verdrehen und eingeklemmt werden.
Daneben treten noch Faktoren wie Fütterung, Haltung und das Wetter auf.

  • Fütterungsfehler: schimmeliges Heu
  • Darmparasiten
  • Sandaufnahme
  • Wetterumschwung
  • Haltungsfehler
  • (auch der Magen-DArm-Trakt profitiert von regelmäßiger Bewegung)

Die Auflistung ist natürlich nur ein Einblick in die Kolikursachen beim Pferd und nicht vollständig.

Vorsicht im Winter!

Halte dein Pferd gesund!

Hier treten häufig Verstopfungen beim Pferd auf – weniger Bewegung durch fehlende Wiese, gefrorener Boden, mehr Zeit um Stroh aufzunehmen, Pferde mögen kein kaltes Wasser und die Reiter verkürzen in der Regel die Reitzeit (kalt, nass, dunkel). Du willst hören wie du dieser Kolik vorbeugen kannst? Dann höre in die Episode rein!

Du möchtest noch mehr darüber lernen wie du deinem Pferd helfen kannst? Schau in mein Webinar rein – trag das Wissen in die Reitställe und häufe mehr davon an, damit dein Pferd nachhaltig gesund bleibt und deine Tierarztrechnung vielleicht klein 🙂

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Episode #45 Stoffwechselstörung beim Pferd

müde? stumpfes Fell? Kotwasser?

Zu unserem heutigen Thema: Stoffwechselstörungen und Stoffwechselerkrankungen beim Pferd

In der Praxis ein viel verwendeter Begriff, aber was ist das überhaupt und was beinhaltet er?
Diese Episode klärt:
1. Was ist der Stoffwechsel
2. Stoffwechselstörungen und Stoffwechselerkrankungen beim Pferd
3. Was kannst du für dein Pferd tun bei Stoffwechselbelastungen?

  1. Der Stoffwechsel:

Der Stoffwechsel ist die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge in einem Pferd – grob alle biochemischen Vorgänge in einer Körperzelle. Dazu zählt der Aufbau, Umbau und Abbau von Stoffe, die dem Körper zugeführt werden über die Haut, die Atmung oder den Darm. Die Abfallprodukte werden ausgeschieden über Darm und Niere, in Form von Kot und Urin.
Zu den Stoffwechselprozessen gehört der Kohlehydrat-, Fett-, Eiweiß- und Mineralstoffwechsel.

2. Stoffwechselstörung und Stoffwechselerkrankung:

Bei Störungen im Zell- oder Organstoffwechsel kann es in Folge zu Schäden der Zelle oder des Organs kommen, je nachdem welche Aufgabe das Organ oder die Zelle hatte und wie groß der Schaden ist, zeigen sich den die Auswirkungen. Stoffwechselerkrankungen beim Pferd sind
– EMS und PSSM – hier entgleist der Kohlehydratstoffwechsel
– Hyperlipidämie – hier ist der Fettstoffwechsel betroffen
– Verkalkungen in der Sehne – betrifft den Kalziumstoffwechsel

3. Stoffwechsel unterstützen:

Bei manifesten Stoffwechselerkrankungen ist immer der Tierarzt zu kontaktieren!
Der Stoffwechsel kann nur mit dem Arbeiten, was ihm angeboten wird – verschiedene Zitate dazu: Shit in, Shit out! Du bist, was du isst! …
Den Stoffwechsel unterstützen und ankurbeln kannst du mit artgerechter Haltung, Fütterung, angepassten Training und Bewegung, frische Luft und pferdegerechtem Umgang – die Ursache am Schopfe packen, statt viele, teure Pülverchen, die den Körper teils mehr belasten-ist hier mein Rat.

Beispiel: Fellwechsel im Winter
Hier hat der Stoffwechsel deutlich mehr zu tun!
1. Training anpassen:
bei Sportpferden bedeutet das, das Training wird reduziert
2. Fütterung anpassen:
Sommerration mit Weide auf Winterration mit mehr Zink

Danke an alle Hörer des Podcast “Kernkompetenz Pferd” für das Jahr 2018!

Ich wünsche mir eine differenzierte Betrachtung dieses sehr komplexen Themas und die eindeutige Abgrenzung von Störung und Erkrankung – um unserem Partner Pferd zu helfen.
Eure Veronika – guten Rutsch ins neue Jahr 2019

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

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Episode #35 Rationsberechnung

Episode #35 Rationsberechnung

Episode #35 Rationsberechnung II

In der letzten Episode, Pferdefütterung Teil 15, haben wir uns im Rahmen der Rationsberechnung mit der Bedarfsermittlung beschäftigt. Den Bedarf eines Pferdes haben wir an einem Beispiel ermittelt.

Unser „Musterknabe“ ist ein ca. 500kg schwerer Warmblutwallach. Er wird auf Turniereinsätze vorbereitet und wir haben seine Bewegungsleistung als mittlere Arbeit eingestuft. Den Bedarf von „Musterknabe“ haben wir dann mit Hilfe der Bedarfstabelle ermittelt. Das Ergebnis, den Tagesbedarf von „Musterknabe“, haben wir ins Rationsberechnungsformular eingetragen. Und dies ist der Einstieg in unser heutiges Thema die Berechnung einer Tagesration.
Tabellen
und Formulare findet ihr wieder in den Shownotes.

5 Futterwerttabelle 2018

6 Rationsbeispiel

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Episode #17 rossebedingte Rittigkeitsprobleme

Episode #17 rossebedingte Rittigkeitsprobleme

Episode #17 Rossebedingte Rittigkeitsprobleme

Heute lernst du welche Ursachen zu Rittigkeitsproblemen führen kann.
Dazu zählt zum Beispiel ein Tumor am Eierstock. Der kann diagnostisch über einen Ultraschall der Eierstöcke gefunden werden sowie über eine Blutprobe, in der das Anti-Müller-Hormon bestimmt wird.

Mehr Ursachen hier in der Episode…

Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

Heute geht es um die Dickdarmverdauung – Eine wesentliche Aufgabe der Pferdefütterung ist die Gesunderhaltung und Förderung der Darmflora. Bei Störungen in der Dickdarmverdauung werden große Mengen an Gärsäuren gebildet -> Übersäuerung, Schädigung der Darmwand, Abstreben der Mikroorganismen und Hufrehe können die Folge sein.

Podcast Episode #8 Pferdefütterung Teil 2 Futteraufnahme

Podcast Episode #8 Pferdefütterung Teil 2 Futteraufnahme

Episode #8 Pferdefütterung Teil 2

Hättest du das gewusst?
Die Sättigung erfolgt nicht über die Nährstoffversorgung, sondern über die Zahl der Kauschläge, die vom Zwischenhirn registriert werden-erst nach circa 35.000 Kauschlägen ist eine Sättigung bei unseren Pferden erreicht.

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Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1 Grundlagen

Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1

mit Werner A. Klein

Unser Ziel ist also eine artgerechte oder pferdegerechte Fütterung. Das mindert viele unserer Probleme, unserer Leiden – oder besser die unserer Pferde. Außerdem sparen wir Tierarzt-Kosten, denn Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen.

Das Pferd ist ein Dauerfuttersucher und kein Dauerfresser, du möchtest den Unterschied wissen? Alles weitere findest du in dieser Episode.

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Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Heute beschäftigen wir uns mit den Veränderungen, die durch Bewegungsmangel und eine unzureichende Lösungsphase entstehen.

Knochen: Knochen sind aus sehr festen Gewebe – durch mangelnde Bewegung kann der Knochen jedoch an Festigkeit verlieren. Er reagiert ständig auf mechanische Beanspruchung, regelmäßige Muskelaktivität stärkt also die Knochen. Bei Pferden mit festen Schienen- oder Cast-Verbänden konnte eine Inaktivitätsosteoporose nachgewiesen werden (Osteo=Knochen; porose=porös).

Was passiert mit Sehnen, Muskeln und Gelenken? Mehr Informationen erhälst du in dieser Folge.

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Podcast Episode #3 Impfungen Teil II

Podcast Episode #3 Impfungen Teil II
Episode #3 Impfungen Teil II

Non-Core-Komponenten
(Impfung empfohlen bei Gefährdung)

  • Tollwut (100% Schutz, Information vor Urlaubsreisen einholen)
  • Hautpilz (besonders zu empfehlen bei Jungpferde beim Einreiten)
  • Druse (Impfung bei Ausbruch ABZULEHNEN!)
  • Rotaviren (Fohlen-Durchfall-Erkrankung)
  • EVA (Equine Virus Arteritis, Hengste im Deckeinsatz, meldepflichtig)
  • West-Nil-Virus (2019 in Deutschland nachgewiesen!)

Impfdurchbruch:
Das Pferd wird krank durch Viren aus der Umgebung/von andere Pferde – die Impfung erfüllt ihre Aufgabe nicht, trotz dass das Pferd geimpft ist. Ursachen für eine ungenügende Impfwirkung sind zum Beispiel das unsachgemäße lagern von Impfstoffen, impfen von bereits kranken Pferden oder gestresste Pferde, Impfintervalle werden nicht eingehalten, fehlerhafte Grundimmunisierung und so weiter.

Impfreaktion/Impfschaden:
In den meisten Fällen kurzfristige lokale Schwellung, Gliederschmerzen und Fieber. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion kommen mit langfristigen Gesundheitsproblemen.

Impferkrankung:
Bei dem Lebendimpfstoff werden die Viren in ihrer krankmachenden Wirkung abgeschwächt, sodass eine Reaktion des Immunsystems mit Bildung von Antikörpern ausgelöst wird ohne den Impfling krank zu machen. Bricht nun die Erkrankung durch diese Viren im Impfstoff aus wird dies eine Impferkrankung genannt.

Was solltest du beachten, wenn du dein Pferd impfen möchtest? Turnierstart, Husten, Stallwechsel,…? Mehr Informationen in dieser Folge.

Podcast Episode #2 Impfungen

Podcast Episode #2 Impfungen

Episode #2 Impfungen beim Pferd

Influenza, Tetanus und Herpes

Allgemeine Informationen

Impfungen sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation. Anzustreben ist eine vollständige Bestandsimpfung, wobei alle Tiere eine vollständige Grundimmunisierung erhalten und dann je nach Einsatz nachgeimpft werden. Es entsteht eine stabile Impfdecke, die den bestmöglichen Schutz bietet.

Fohlen und Zuchtstuten

Die Immunkompetenz des Fohlens ist abhängig von der Impfhistorie der Mutter. Zu beachten ist, dass Pferde eine undurchlässige Plazenta für Impfantikörper haben, die Antikörper werden also erst nach der Geburt durch die erste Milch (Kolostrum) aufgenommen. Der Schutz dient dem Fohlen die ersten Lebensmonate, da die Antikörper der Mutter sich mit der Zeit abbauen, muss das Fohlen dann körpereigene produzieren – hier setzt dann die Fohlenimpfung ein (ab 6. Lebensmonat).

Core- und Non-Core-Komponenten
1. Core-Komponenten (ständige Empfehlung): Influenza, Tetanus, Herpes
2. Non-Core-Komponenten (nur bei Gefährdung): Tollwut, Druse, Rotaviren

  1. Core-Komponenten

Die Grundimmunisierung besteht grundsätzlich aus 3 Impfungen (häufige Fehlerquelle!).

Influenza 

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen (LPO 28 bis 70 Tage)
    -> nach 14 Tagen Turnierteilnahme möglich
  3. Impfung nach 6 Monaten (LPO +21 Tage)
    -> 7 Tage nach der Impfung Startverbot auf einem Turnier

    danach:
    – Influenza für Freizeitpferde jährlich / Turnierpferde halbjährlich

Zusammenfassung:
– Übertragung der Influenza-Viren über eine Tröpfcheninfektion
– Atemwegserkrankungen mit hohen Fieber, Husten und Apathie
– hoher Infektionsdruck bei Ansammlungen von Pferden (Turnier)
– aktuelle Ausbrüche (2019)

Herpes

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung
    – nach 4 bis 6 Wochen (Todimpfstoff)
    – nach 3 bis 4 Monaten (Lebendimpfstoff)
  3. Impfung nach 6 Monatendanach:
    – Herpes für alle immer halbjährlich
    – Zuchtstuten, tragend: Schutz vor Abort
    Lebendimpfstoff: 4. und 8. Trächtigkeitsmonat
    Todimpfstoff: 5., 7., und 9. Trächtigkeitsmonat

Zusammenfassung:
– Herpes-Viren Typ 1: neurologische Symptome und Verlust der Trächtigkeit im letzten Drittel (Abort)
– Herpes-Viren Typ 4: Atemwegserkrankungen
– bilden Latenz aus, einmal infiziert bleibt eine lebenslange persistierende Infektion, die bei Stress aktiviert wird (vgl. Lippenherpes beim Mensch)

Tetanus (Wundstarrkrampf)

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen
  3. Impfung nach 1 Jahrdanach alle 2-3 Jahre zu wiederholen

Zusammenfassung:
– Ein MUSS für alle Pferde (Rentner, Fohlen, Turnierpferd, Freizeitpferd)
– 100% Schutz, gut verträglich, kostengünstig,
– Erreger kommt überall vor und dringt über kleinste Hautwunden ein
– eine Infektion für in der Regel zum Tod

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