Pferd

Episode #17 rossebedingte Rittigkeitsprobleme

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Episode #17 Rossebedingte Rittigkeitsprobleme

Heute lernst du welche Ursachen zu Rittigkeitsproblemen führen kann.
Dazu zählt zum Beispiel ein Tumor am Eierstock. Der kann diagnostisch über einen Ultraschall der Eierstöcke gefunden werden sowie über eine Blutprobe, in der das Anti-Müller-Hormon bestimmt wird.

Mehr Ursachen hier in der Episode…

Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

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Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

Heute geht es um die Dickdarmverdauung – Eine wesentliche Aufgabe der Pferdefütterung ist die Gesunderhaltung und Förderung der Darmflora. Bei Störungen in der Dickdarmverdauung werden große Mengen an Gärsäuren gebildet -> Übersäuerung, Schädigung der Darmwand, Abstreben der Mikroorganismen und Hufrehe können die Folge sein.

Podcast Episode #8 Pferdefütterung Teil 2 Futteraufnahme

Podcast Episode #8 Pferdefütterung Teil 2 Futteraufnahme

Episode #8 Pferdefütterung Teil 2

Hättest du das gewusst?
Die Sättigung erfolgt nicht über die Nährstoffversorgung, sondern über die Zahl der Kauschläge, die vom Zwischenhirn registriert werden-erst nach circa 35.000 Kauschlägen ist eine Sättigung bei unseren Pferden erreicht.

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Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1 Grundlagen

Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1

mit Werner A. Klein

Grundlagen der Pferdefütterung 

Unser Ziel ist also eine artgerechte und bedarfsgerechte Fütterung. Das mindert viele unserer Probleme, unserer Leiden – oder besser die unserer Pferde. Außerdem sparen wir Tierarzt-Kosten, denn Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen. Das was und auch das wie wir füttern ist von großer Bedeutung für die Pferdegesundheit. Das pferdetypische Fressverhalten hat sich über Millionen von Jahren in der Steppe entwickelt, das hat sich kaum verändert seit der Domestikation. 

Artgerechte Pferdefütterung

Eine artgerechte Pferdefütterung zeichnet sich dadurch aus, dass die arttypische Bedürfnisse der Pferde befriedigen werde. Pferde sind Steppentiere und keine Weichtiere, wie häufig gedacht. In der Steppe gab es nur im Frühling das Angebot an jungen Gräsern, das als Leistungsfutter zur Milchbildung von den Stuten genutzt wurde (Stuten sind saisonal polyöstrisch), ansonsten war das Futterangebot eher knapp im Jahr. Es handelte sich um langes, überständiges, strukturreiches, also energiearmes Gras. Die heutigen Wiesen sind wegen der Düngung und der Nutzung das ganze Jahr sehr mastig, wie damals im Frühjahr, für Rinder ist das erwünscht (Milchbildung, Mast), für unsere Pferde ist dies aber gesundheitsschädlich!

Pferdeernährung
Grundsatz Nr. 1: Pferde sind Raufutter-Fresser
Für die Pferde ist ein pferdegerechte Heu wichtiger als das beste Müsli! 

Grundsatz Nr. 2: Pferde sind Pflanzenfresser
Pferde sind reine Veganer – klingt logisch? In vielen Internetforen findet man Mast-Rezepte mit Eiern, diese gehören nicht in den Futtertrog unserer Pferde. Lediglich Fohlen in der Saugphase sind Vegetarier, in dieser Zeit ist also Milch erlaubt 🙂

Grundsatz Nr. 3: Pferde sind Dauerfresser
Das Pferd ist eigentlich ein Dauerfuttersucher und kein Dauerfresser, der Begriff ist zur heute Zeit überholt, wird jedoch noch viel verwendet. Eine ständige übermäßige Aufnahme von Raufutter sollte je nach Pferdetyp einzuschränken, zum Beispiel über Heunetze oder Dosierraufen. Die Nordpferdetypen (Pony, Kaltblutrassen) sind leichtfuttrig und bei ad libitum Heufütterung führt dies zu einer Überversorgung und Verfettung. Dagegen müssen einige Südpferdetypen (Vollblut), die sehr schwerfuttrig sind, trotz ad libitum Heufütterung noch zugeflüstert werden, da sie nicht in der Lage sind ihren Erhaltungsbedarf durch die Heuaufnahme zu decken. Daher muss je nach Pferdetyp die Fütterung angepasst werden, wobei die ständige Futtersuche als Grundbedürfnis berücksichtigt werden muss.

Grundsatz Nr. 4: Pferde sind Gewohnheitsfresser
Die Verdauung der Pferdes ist abhängig von Mikroorganismen im Dickdarm, daher müssen auch die Bedürfnisse der Darmflora (Verdauungshelfer) berücksichtigt werden. Die Darmflora ist sehr spezifisch, das heißt abhängig vom jeweiligen Futter. Eine langsame Futterumstellung ermöglicht diesen Verdauungshelfern sich anzupassen.

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Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

reiten-pferd-pferdetraining

Heute beschäftigen wir uns mit den Veränderungen, die durch Bewegungsmangel beim Pferd und eine unzureichende Lösungsphase beim Reiten entstehen. Pferdetraining aus medizinischer Sicht zu bewerten hilf in vielen Fällen zu verstehen warum im täglichen Training und beim Muskelaufbau entsprechende Empfehlungen gegeben werden, wie zum Beispiel ausreichend Schritt reiten zu Beginn einer jeden Reitstunde.

Bewegungsverhalten – natürliches Grundbedürfnis

Pferde sind Lauftiere – das bedeutet ihr tägliches Bewegungsbedürfnis liegt eigentlich bei 16 Stunden! In der Natur legen die Pferde in dieser Zeit bis zu 20km zurück und zwar im langsamen Schritt mit gesenktem Kopf zur Futteraufnahme. 

Alltag in vielen Reitställen – Bewegungsmangel

Die Frage lautet meist “Wo steht denn dein Pferd?” und die Frage drückt schon das Problem aus – das Pferd steht in dem Stall xy – stehen, leider ich laufen oder leben…
Jedem Pferd stehen nach heutigen Gerichtsurteilen täglich 2 bis 3 Stunden freie Bewegung zu, also ohne Reiter, dass bedeutet auf der Wiese oder dem Paddock. Selbst wenn diese Zeit zusätzlich zum Reiten eingehalten wird, bleiben noch sehr viele Stunden eines Tages übrig.

Aufgabe: Setz dich hin und notiere einmal 24 Stunden deines Pferdes.
Beispiel: 
24 Uhr bis 07 Uhr: Box
07 Uhr bis 11 Uhr: Wiese
11 Uhr bis 15 Uhr: Box
15 Uhr bis 16 Uhr: Führmaschine
16 Uhr bis 18 Uhr: Box
18 Uhr bis 20 Uhr: Reiten
20 Uhr bis 24 Uhr: Box
Zusammenfassung: 17 Stunden Stehzeit und 7 Stunden Bewegungszeit
Merke: Das Grundbedürfnis lag bei 16 Stunden Bewegung – als ist dem Beispiel das Verhältnis genau verkehrt herum. Deswegen ist eine entsprechende Lösungsphase für unsere Pferde zur Gesunderhaltung wichtig!

äreiten-pferd

Auch im Offenstall ist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm stark zu empfehlen! Matschige oder gefrorene Böden sowie der Aufenthalt an der Heuraufe oder auf der Wiese führen auch hier zu Bewegungsmangel.

Auswirkungen auf den Bewegungsapparat des Pferdes

Studien zeigen wie sich die chemische Zusammensetzung und die Biomechanik des Körper durch Bewegungsmangel verändert. 

Knochen: Knochen sind aus sehr festen Gewebe – durch mangelnde Bewegung kann der Knochen jedoch an Festigkeit verlieren. Er reagiert ständig auf mechanische Beanspruchung, regelmäßige Muskelaktivität stärkt also die Knochen. Bei Pferden mit festen Schienen- oder Cast-Verbänden konnte eine Inaktivitätsosteoporose nachgewiesen werden (Osteo=Knochen; porose=porös).

Was passiert mit Sehnen, Muskeln und Gelenken? Mehr Informationen erhälst du in dieser Folge.

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Podcast Episode #4 Druse

Podcast Episode #4 Druse

Druse beim Pferd ist eine gefürchtete Pferdekrankheit, die mit eitrigen Nasenausfluss, Fieber und Müdigkeit einhergeht und hoch ansteckend ist. Leider tritt diese Erkrankung beim Pferd wieder häufiger auf in den letzten Jahren.

Druse beim Pferd

Es handelt sich dabei um eine bakterielle Erkrankung (Streptococcus equi sub. equi), die weltweit vorkommt, hoch ansteckend ist – aber in der Regel nicht tödlich verläuft. Bei  der Druse haneldt es sich um eine fiebrige Erkrankung der oberen Atemwege.

Symptome bei Druse

– Husten
– eitrigen Nasenausfluss
– Abgeschlagenheit
– Schluckbeschwerden
– vergrößerte Lymphknoten (Lnn. mandibularis)

– Komplikationen:
Streuung in die anderen Körperlymphknoten mit Abszessbildung
Nieren-Erkrankungen
Blutflecken-Krankheit (Entzündung der kleinen Gefäße) mit Ödembildung (Nilpferd-Kopf)

Risikopatienten – gefährdete Pferde bei der Druse

YOPIS
Y = Young (Fohlen+Jungpferd)!
Die Druse wird auch häufig als Kinderkrankheit bezeichnet.
O = Old (alte Pferde)
P = Pregnant (Trächtigkeit)
I = Immunsystem geschwächt (Stress, Parasitenbefall)
S = Sick (bereits erkrankte Pferde)

Bei diesen Pferden ist das Immunsystem entweder noch nicht vollkommen ausgereift oder geschwächt und daher sind diese Gruppen besonders gefährdet.

Druse-pferd-pferdekrankheit

Übertragung der Druse 

Der Erreger überlebt in der Umwelt relativ schlecht, daher erfolgt die Übertragung meist direkt von Pferd zu Pferd. Eine indirekte Übertragung ist allerdings möglich – zum Beispiel Nasenausfluss auf der Jacke. Die Eintrittspforte in den Körper sind die oberen Atemwege und von dort wandert das Druse-Bakterium in die Lymphknoten.

Stille Träger (Pferde mit Druse ohne Symptome)

2% bis 10% der Pferde tragen den Erreger in sich und scheiden ihn aus OHNE dabei zu erkranken, das nennt man eine latente Infektion. Diese Pferde scheiden den Erreger aus und stecken andere Pferde an. Diese stillen Träger sind sehr schwer zu identifizieren, können aber der Grund dafür sein, dass immer wieder neue Pferde im Stall erkranken. Der Druse-Erreger zieht sich dabei in die Luftsäcke zurück.

Druse-pferd-pferdegesundheit

Nachdem die Symptome abgeklungen sind, können die Pferde die Druse-Erreger noch bis zu 3 Wochen ausscheiden. Das bedeutet nach dem letzten Fiebertag sollte die Quarantäne noch weitere 3 Wochen aufrecht erhalten werden – ein Stand-Still im Reitstall-keiner rein, keiner raus! Das sind lediglich Empfehlungen, da Druse weder anzeigepflichtig noch meldepflichtig ist, gibt es keine gesetzlichen Regeln.

Diagnostik bei der Druse
  1. Luftsackspülung
    Der Goldenstandard ist eine Luftsackspülung mittels einer Endoskopie 3 mal im Anstand von einer Woche, wenn alle Proben negativ sind, gilt das Pferd als Druse-frei.
    -> sicherste Methode, aber sehr aufwendig
  2. Rachenspülung
    Eine weitere Möglichkeit ist die Rachenspülung, dabei wird ein langer Katheter in die Nüster eingeführt und wie eine Nasenschlundsonde bis kurz vor den Kohlkopf geschoben, wo sich auch die Eingänge zu den Luftsäcken befinden. Dann wird mit Kochsalzlösung der Rachen gespült und die Flüssigkeit beim Herauslaufen aus der Nüster wieder aufgefangen.
    -> gute Methode, kostengünstig und wenig invasiv
  3. Nasentupfer
    Das ist die schlechteste Variante die Druse zu diagnostizieren und macht nur Sinn aus zähen, gelben Eiter. Bei fehlendem Nasenausfluss ist ein Nasentupfer nicht sinnvoll!
    -> schlechte Methode bei mangelndem Nasenausfluss

Kein Test hat eine 100% Treffsicherheit: das bedeutet leider, dass selbst  wenn der Test negativ auf Druse ist, das Pferd jedoch Druse haben könnte. Das nennt man ein falsch negatives Ergebnis, daher wiederholt man die Test 3. mal im Abstand von einer Woche. Die Drüse-Diagnostik ist dadurch sehr teuer!

Behandlung und Maßnahmen bei Druse 

Die Pferde brauchen Ruhe und sollte sofort abgesondert werden, wenn Fieber auftritt. Die Abszesse im Kehlgang werden mit Zugsalbe und Wärme behandelt bis sie sich nach außen öffnen und der Eiter abfließen kann. In einigen Fällen macht es auch Sinn die Abszesse chirurgisch zu spalten. Die Behandlung mit Antibiotika ist umstritten in der Literatur. Sie werden eingesetzt, wenn 1. die Abszesse offen sind, 2. im Frühstadium vor der Abszessbildung oder 3. bei Verdacht auf Abszessbildung im ganzen Körper, also bei einer Streuung des Erregers.
Wiesen sollten 4 Wochen nicht genutzt werden und im Stall sollten verschiedene Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Neue Pferde sollte in Quarantäne gestellt werden für 2 bis 3 Wochen, leider keine gängige Praxis. Die prophylaktische Impfung wird nicht empfohlen, wenn die Druse schon ausgebrochen ist, sollte unter keinen umständen geimpft werden!!

Du willst erfahren wie es im akuten Fall abläuft, dann höre in diese Folge des Podcasts rein – deine Veronika

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Podcast Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Podcast Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation.

Non-Core-Komponenten – Impfempfehlung
(Impfung empfohlen bei Gefährdung)

  • Tollwut (100% Schutz, Information vor Urlaubsreisen einholen)
  • Hautpilz (besonders zu empfehlen bei Jungpferde beim Einreiten)
  • Druse (Impfung bei Ausbruch ABZULEHNEN!)
  • Rotaviren (Fohlen-Durchfall-Erkrankung)
  • EVA (Equine Virus Arteritis, Hengste im Deckeinsatz, meldepflichtig)
  • West-Nil-Virus (2019 in Deutschland nachgewiesen!)

Impfungen beim Pferd

Reaktionen nach einer Impfung beim Pferd

Impfdurchbruch:
Das Pferd wird krank durch Viren aus der Umgebung/von andere Pferde – die Impfung erfüllt ihre Aufgabe nicht, trotz dass das Pferd geimpft ist. Ursachen für eine ungenügende Impfwirkung sind zum Beispiel das unsachgemäße lagern von Impfstoffen, impfen von bereits kranken Pferden oder gestresste Pferde, Impfintervalle werden nicht eingehalten, fehlerhafte Grundimmunisierung und so weiter.

Impfreaktion/Impfschaden:
In den meisten Fällen kurzfristige lokale Schwellung, Gliederschmerzen und Fieber. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion kommen mit langfristigen Gesundheitsproblemen.

Impferkrankung:
Bei dem Lebendimpfstoff werden die Viren in ihrer krankmachenden Wirkung abgeschwächt, sodass eine Reaktion des Immunsystems mit Bildung von Antikörpern ausgelöst wird ohne den Impfling krank zu machen. Bricht nun die Erkrankung durch diese Viren im Impfstoff aus wird dies eine Impferkrankung genannt.

Was solltest du beachten, wenn du dein Pferd impfen möchtest? Turnierstart, Husten, Stallwechsel,…? Mehr Informationen in dieser Folge.

Höre auch in den ersten Teil zu Impfungen beim Pferd rein!
Episode #2 Impfungen beim Pferd Teil 1

Podcast Episode #2 Impfungen beim Pferd

Podcast Episode #2 Impfungen beim Pferd

Episode #2 Impfungen beim Pferd

Impfungen beim Pferd: Influenza, Tetanus und Herpes

Allgemeine Informationen zu Impfungen beim Pferd

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation. Anzustreben ist eine vollständige Bestandsimpfung, wobei alle Tiere eine vollständige Grundimmunisierung erhalten und dann je nach Einsatz nachgeimpft werden. Es entsteht eine stabile Impfdecke, die den bestmöglichen Schutz bietet.

Fohlen und Zuchtstuten impfen 

Die Immunkompetenz des Fohlens ist abhängig von der Impfhistorie der Mutter. Zu beachten ist, dass Pferde eine undurchlässige Plazenta für Impfantikörper haben, die Antikörper werden also erst nach der Geburt durch die erste Milch (Kolostrum) aufgenommen. Der Schutz dient dem Fohlen die ersten Lebensmonate, da die Antikörper der Mutter sich mit der Zeit abbauen, muss das Fohlen dann körpereigene produzieren – hier setzt dann die Fohlenimpfung ein (ab 6. Lebensmonat).

Leitlinien zu den Impfungen bei Pferden

Core- und Non-Core-Komponenten

1. Core-Komponenten (ständige Empfehlung): Influenza, Tetanus, Herpes
2. Non-Core-Komponenten (nur bei Gefährdung): Tollwut, Druse, Rotaviren

  1. Core-Komponenten

Die Grundimmunisierung besteht grundsätzlich aus 3 Impfungen (häufige Fehlerquelle!).

Influenza 

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen (LPO 28 bis 70 Tage)
    -> nach 14 Tagen Turnierteilnahme möglich
  3. Impfung nach 6 Monaten (LPO +21 Tage)
    -> 7 Tage nach der Impfung Startverbot auf einem Turnierdanach:
    – Influenza für Freizeitpferde jährlich / Turnierpferde halbjährlich

Zusammenfassung:
– Übertragung der Influenza-Viren über eine Tröpfcheninfektion
– Atemwegserkrankungen mit hohen Fieber, Husten und Apathie
– hoher Infektionsdruck bei Ansammlungen von Pferden (Turnier)
– aktuelle Ausbrüche (2019)

Herpes

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung
    – nach 4 bis 6 Wochen (Todimpfstoff)
    – nach 3 bis 4 Monaten (Lebendimpfstoff)
  3. Impfung nach 6 Monatendanach:
    – Herpes für alle immer halbjährlich
    – Zuchtstuten, tragend: Schutz vor Abort
    Lebendimpfstoff: 4. und 8. Trächtigkeitsmonat
    Todimpfstoff: 5., 7., und 9. Trächtigkeitsmonat

Zusammenfassung:
– Herpes-Viren Typ 1: neurologische Symptome und Verlust der Trächtigkeit im letzten Drittel (Abort)
– Herpes-Viren Typ 4: Atemwegserkrankungen
– bilden Latenz aus, einmal infiziert bleibt eine lebenslange persistierende Infektion, die bei Stress aktiviert wird (vgl. Lippenherpes beim Mensch)

Impfungen Pferd Tetanus

Tetanus (Wundstarrkrampf)

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen
  3. Impfung nach 1 Jahrdanach alle 2-3 Jahre zu wiederholen

Zusammenfassung:
– Ein MUSS für alle Pferde (Rentner, Fohlen, Turnierpferd, Freizeitpferd)
– 100% Schutz, gut verträglich, kostengünstig,
– Erreger kommt überall vor und dringt über kleinste Hautwunden ein
– eine Infektion für in der Regel zum Tod

weitere Impfungen beim Pferd behandeln wir in der nächsten Episode Impfungen beim Pferd Teil 2

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