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Mensch mit Pferd oder Pferdemensch

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QUIZ MIT PFERDETIERÄRZTIN DR. VERONIKA KLEIN

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Podcast

Podcast Episode #9 Muskelerkrankungen

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Muskelerkrankungen beim Pferd kön­nen er­näh­rungs­be­dingt (Vit E/Selenmangel), durch ver­schie­de­ne Giftstoffe oder eine Genmutation (PSSM) ent­ste­hen. 

Muskulatur der Pferde — Grundlagen

Die Muskulatur be­steht aus ein­zel­nen Muskelzellen, den Muskelfasern. Diese la­gern sich zu Muskelbündeln zu­sam­men und meh­re­re Bündel bil­den dann den Muskelbauch. Jeder Muskel ist mit ei­ner Ursprungs- und Endsehne mit dem Knochen ver­bun­den. Es gibt 3 Muskelfaser-Typen, die zum Teil ge­ne­tisch und zum an­de­ren Teil trai­nings­be­dingt aus­ge­prägt sind. 

 

1. Typ I — Muskelfaser: Ausdauer
- lang­sam kon­tra­hie­rend, rote Farbe = slow-twich-Fasern
(Distanzpferde, Vielseitigkeitspferde, Kaltblüter)
2. Typ II — Muskelfaser: Schnelligkeit 
- schnell kon­tra­hie­rend, wei­ße Farbe = fast-switch-Fasern
 — Typ II A Schnelligkeit und Ausdauer
 — Typ II B Schnelligkeit
(Vollblüter, Quarter Horse, Rennpferde)

Alle Pferde be­sit­zen alle Fasern im Körper, sie sind je­doch un­ter­schied­lich aus­ge­prägt. Auch die Muskeln in­ner­halb ei­nes Pferdes be­sit­zen un­ter­schied­li­che Faserzusammensetzungen je nach­dem, ob es sich um ei­nen Haltemuskel oder ei­nen Bewegungsmuskel han­delt.

Der Muskel braucht Energie, um Arbeit zu leis­ten da­für nutzt der Körper Kohlehydrate, Fette und Eiweiß. Das Pferd frisst Kohlenhydrate (Kraftfutter, Heu), die im Darm als Glucose ins Blut re­sor­biert wird. Der Blutglucosewert steigt, so­dass der Körper Insulin frei­setzt. Das Insulin dient der Glucose als Türöffner in die Muskelzelle, wo es dann als Brennstoff zur Energieumwandlung ein­ge­setzt wird. Wird die Glucose ge­ra­de nicht ge­braucht, wird sie als Glykogen in den Zellen ge­spei­chert — als Reserve. Diese Speicherung ge­schieht bei Pferden mit PSSM im Übermaß.

Muskelerkrankungen bei Pferden

Die aty­pi­sche Weidemyopathie ent­steht durch die Aufnahme von Samen oder Keimlingen des Bergahorns (Ahornvergiftung) und führt häu­fig zum Tod. Daher soll­te die Umgebung um die Pferdeweiden auf das Vorkommen die­ses Baumes kon­trol­liert wer­den.

Symptome 

- Muskelzittern
- Schmerzen
- Schwäche
- Steifheit
- schwit­zen, er­höh­te Atemfrequenz
- ro­ter Urin (Muskelfarbstoff)

Diagnose von Muskelerkrankungen beim Pferd

 

  • Blutwerte z.B. CK
  • kli­ni­sche Symptome
  • Muskelbiopsie
  • EMG (Elktromyographie)

Bei ei­ni­gen Muskelerkrankungen, wie zum Beispiel der aty­pi­schen Weidemyopathie han­delt es sich um ei­nen NOTFALL! Was kannst du tun bis der Tierarzt kommt? Erfahre wel­che Erste Hilfe Maßnahmen du durch­füh­ren kannst in den ver­schie­de­nen Notfällen beim Pferd in mei­nem Webinar — mel­de dich kos­ten­los an!

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Muskelerkrankungen (Myopathie) beim Pferd

Muskelatrophie — Muskelschwund (ge­ne­ra­li­siert, lo­kal)
Der Muskelschwund kann durch Bewegungsmangel, Satteldruck oder eine Nervenlähmung, wie beim Kehlkopfpfeifen ent­ste­hen.

Muskelschäden — Muskelzerrungen — Muskelfaserrissen — Muskelruptur

Myopathien (Muskelerkrankungen)
In die­ser Episode be­spre­chen wir die fol­gen­den Pferdekrankheiten:
er­näh­rungs­be­dingt: 
Weißmuskelkrankheit beim Fohlen — Selen und Vit.E Mangel

to­xin­be­dingt (Giftstoffe): 
Tetanus: Wundinfektion mit Bakterien
aty­pi­sche Weidemyopathie — Bergahorn-Samen und Keimlinge

ge­ne­tisch be­dingt:
PSSM, Kreuzverschlag, HYPP

Muskelaufbau bei Pferden

Bei aku­ten Muskelschäden darf das Pferd nicht wei­ter be­wegt wer­den, da sonst wei­ter­hin Muskelzellen zer­stört wer­den. Die Pferde soll­ten warm ein­ge­deckt wer­den und Ruhe be­kom­men. 

In der Regenerationsphase, in der Muskel auf­ge­baut wer­den soll, braucht der Muskel re­gel­mä­ßig Bewegung. Eine Unterstützung kann durch eine pro­t­e­in­hal­ti­ge Fütterung ge­leis­tet wer­den oder Reiskeimöl (Vorsicht: Doping!). Bedenke al­ler­dings füt­tern ohne Training bringt kei­ne Muskeln her­vor!! Schön wär´s 🙂 Mehr zum Erstellen von Trainingsplänen fin­dest du in der Episode Nummer 7.

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Für Fragen und Anregungen kannst du hier kom­men­tie­ren:

2 Kommentare

  1. Guten Tag, ich habe ges­tern die Disgnose fi­bro­ti­sche Myopathie bei mei­nem 15 Jahre al­ten Isländer Wallach er­hal­ten .
    Er ist Freizeitpferd und lei­der fin­de ich sehr we­nig über die­se Krankheit.
    Ich bin mir sehr un­si­cher wie er in Zukunft be­las­tet wer­den darf.Können sie mir et­was über die­se Krankheit sa­gen. Was gibt es für Therapiemöglichkeiten?etc.Über eine Antwort wür­de ich mich freuen.vielen Dank.
    Viele Grüße Melanie Schneider

    • Hallo Liebe Melanie,
      in der Q&A Folge Teil 3 im Podcast be­ant­wor­te ich dir dei­ne Frage 🙂
      Liebe Grüße
      Veronika


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