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Impfungen beim Pferd: Impfplan, Turnier und Kosten

Pferdekrankheiten
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Das Wichtigste in Kürze

» Für jedes Pferd empfohlen sind Tetanus, Influenza und Herpes. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen, nicht aus zwei.
» Tetanus ist für alle Pferde ein Muss und wird alle zwei bis drei Jahre aufgefrischt, Influenza und Herpes halbjährlich.
» Für Turnierpferde ist nur die Influenza-Impfung Pflicht. Die Herpes-Pflicht wurde im April 2024 wieder aufgehoben.

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme, um Infektionskrankheiten und ihre Verbreitung zu verhindern. Für jedes Pferd empfohlen sind drei Impfungen: Tetanus, Influenza und Herpes. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen, nicht aus zwei. Danach wird Tetanus alle zwei bis drei Jahre aufgefrischt, Influenza und Herpes halbjährlich. Für Turnierpferde ist die Influenza-Impfung Pflicht. Alle anderen Impfungen sind nur bei besonderer Gefährdung sinnvoll.

Dieser Artikel beruht auf meiner Podcastfolge zu Impfungen. Ich habe ihn im Oktober 2026 neu aufgebaut und auf den Stand der aktuellen Impfleitlinie und der Turnierregeln gebracht. Seit der Aufnahme hat sich einiges geändert, die Quellen sind im Text verlinkt.

Podcast-Cover zur Folge Impfungen beim Pferd, Teil 1

Warum sollte ich mein Pferd impfen?

Die Impfung ist eine Vorbeugung. Wir wollen damit das einzelne Tier schützen, den gesamten Bestand und, weit gefasst, die gesamte Pferdepopulation. So steht es auch in der Leitlinie der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin: Jedes Tier soll so oft wie nötig geimpft werden, und komplette Bestandsimpfungen sollen angestrebt werden, um Infektionsketten zu unterbrechen (Leitlinie zur Impfung von Pferden, Stand Januar 2025).

Anzustreben sind also vollständige Bestandsimpfungen: Alle Tiere erhalten eine vollständige Grundimmunisierung und werden dann je nach Einsatz regelmäßig nachgeimpft. So entsteht eine stabile Impfdecke.

Wünschenswert ist ein gemeinsamer Impftermin im Stall, damit keine Lücken entstehen, weil die Nachimpfung vergessen wurde. Das kommt einfach vor. Bei uns in der Gegend haben wir es so gehandhabt: einmal zu Weihnachten, da dürfen die Pferde an den Feiertagen ohnehin weniger machen. Und der zweite Termin lag in der Woche vor dem Schützenfest. Da kam es allen entgegen, dass die Pferde zwei, drei Tage pausieren mussten. Such dir deine eigene Eselsbrücke.

Welche Impfungen nötig sind, hängt von der Situation ab. Ein Rentner mit einem Kumpel in privater Haltung ohne Kontakt zu fremden Pferden braucht ein anderes Impfregime als das Turnierpferd im Pensionsstall mit 120 Pferden, in dem regelmäßig Lehrgänge mit Fremden stattfinden.

Welche Impfungen braucht ein Pferd?

Die Impfungen werden in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Core-Impfungen: Impfungen gegen Erreger, gegen die laut Leitlinie jedes Pferd zu jeder Zeit geschützt sein soll. Das sind Tetanus, Influenza und Herpes.
  • Non-Core-Impfungen: Impfungen, die nur bei einem erhöhten Risiko nötig sind. Dazu gehören West-Nil-Virus, Druse, Tollwut, Hautpilz, Rotaviren und die Equine Virusarteritis. Die Leitlinie betont: Sie sind nicht weniger wichtig, aber nicht für jedes Pferd zu jeder Zeit bedeutend.

Zwei Dinge haben sich seit meiner Podcastfolge geändert. Das West-Nil-Virus ist 2018 erstmals in Deutschland aufgetreten. Die Impfung gehört weiter zur zweiten Gruppe, wird aber inzwischen für Ostdeutschland und die gesamte norddeutsche Tiefebene empfohlen, mittelfristig strebt die Impfkommission eine flächendeckende Impfung im ganzen Bundesgebiet an. Mehr dazu im Artikel zum West-Nil-Virus. Und gegen Borreliose ist für Pferde derzeit kein Impfstoff mehr zugelassen.

Alles zu den Non-Core-Impfungen und zur Frage, was nach einer Impfung normal ist, findest du im zweiten Teil: Pferd krank nach der Impfung? Impfreaktion oder Durchbruch.

Wie läuft die Grundimmunisierung ab?

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen. Nicht zwei, sondern drei. Das ist leider eine sehr häufige Fehlerquelle, die wir draußen sehen. So sieht das Schema nach der Leitlinie aus:

  • Erste Impfung: Tetanus, Influenza und Herpes.
  • Zweite Impfung: vier bis sechs Wochen später, wieder Tetanus, Influenza und Herpes.
  • Dritte Impfung Influenza und Herpes: sechs bis sieben Monate nach der zweiten Impfung.
  • Dritte Impfung Tetanus: zwölf bis vierzehn Monate nach der zweiten Impfung.

Erst dann ist das Pferd komplett grundimmunisiert. Die dritte Impfung gehört dazu, ganz unabhängig davon, ob das Pferd aufs Turnier geht oder nicht. Sie muss auch beim Freizeitpferd und beim Zuchttier gemacht werden.

Influenza und Herpes werden heute zeitgleich, aber mit getrennten Impfstoffen an unterschiedlichen Stellen geimpft. Einen Kombinationsimpfstoff gegen beide gibt es in Deutschland nicht mehr.

Roter Equidenpass, in den der Tierarzt jede Impfung einträgt

Jede Impfung wird vom Tierarzt mit Unterschrift und Stempel in den Equidenpass eingetragen. Geimpft werden darf nur ein gesundes Pferd, deshalb gehört vor jede Impfung eine kurze Untersuchung.

Wie oft muss aufgefrischt werden?

  • Tetanus: alle zwei bis drei Jahre, je nach Impfstoff.
  • Influenza: alle sechs Monate. Bei Pferden mit geringem Ansteckungsrisiko, die regelmäßig geimpft sind und nicht auf Turniere oder Veranstaltungen gehen, kann laut Leitlinie ein Abstand von bis zu zwölf Monaten ausreichen.
  • Herpes: alle sechs Monate, und zwar für alle Pferde, die dagegen geimpft werden. Sonst macht diese Impfung keinen Sinn.

Tetanus: Warum ist diese Impfung ein Muss?

Tetanus wird auch Wundstarrkrampf genannt. Er wird durch ein Bakterium ausgelöst und endet leider häufig tödlich. Der Erreger kommt überall in der Umwelt vor, im Boden, und er dringt über kleinste Hautwunden ein. Dafür braucht es keine große, blutende Verletzung. Ein ganz kleiner Kratzer reicht schon aus.

Pferde sind außerdem extrem empfindlich gegenüber dem Tetanusgift. Zum Vergleich: Beim Hund braucht es laut Leitlinie etwa die 600-fache, bei der Katze die 7.000-fache Menge des Gifts. Die Leitlinie nennt die Tetanusvorsorge deshalb „obligat“, also zwingend.

Diese Impfung ist ein absolutes Muss für alle Pferde: für das Fohlen ab sechs Monaten, jede Zuchtstute, den Freizeitpartner, das Turnierpferd und jeden Rentner. Sie schützt sehr zuverlässig, ist gut verträglich und kostengünstig. In einer Untersuchung lagen die Antikörper nach der dritten Impfung bei allen nachuntersuchten Pferden auch nach zwei und drei Jahren noch im schützenden Bereich (Kendall und Kollegen, 2016). Es gibt also keinen Grund, das nicht zu impfen.

Verletzt sich ein ungeimpftes Pferd, wird geimpft und zusätzlich Tetanus-Serum gespritzt. Ist unklar, wie gut ein Pferd geschützt ist, kann ein Schnelltest die Antikörper bestimmen. Die Leitlinie lässt ausdrücklich zu, die Entscheidung über die Auffrischung davon abhängig zu machen.

Ein Symptom des Tetanus kannst du gut beurteilen: Das dritte Augenlid fällt vor. Wenn du nicht weißt, wo das dritte Augenlid ist, lass es dir von deinem Tierarzt einmal zeigen.

Influenza: Wie schützt die Impfung vor der Pferdegrippe?

Die Influenza ist eine Viruserkrankung der Atemwege. Die Viren werden über das Sekret der Atemwege übertragen und verursachen hohes Fieber und Husten, im Prinzip wie die Grippe beim Menschen. Beim Pferd kann die Erkrankung zu bleibenden Schäden der Atemwege führen, sodass die Leistungsfähigkeit als Reitpferd stark eingeschränkt ist. Mehr dazu im Artikel zu Atemwegserkrankungen.

Besonders Ansammlungen von Pferden, wie bei Sportveranstaltungen, helfen dem Virus bei der Verbreitung. Deshalb wird für Turnierpferde die halbjährliche Impfung gefordert.

Es ist eine Tröpfcheninfektion, und da hilft der direkte Vergleich zum Menschen. Wenn mir jemand mit Fieber und Rotznase gegenübersteht, würde ich den nicht küssen. Aufs Pferd übertragen: Steht ein Pferd mit Fieber im Stall, lasse ich es nicht mit meinem Pferd schnuppern. Und einem Grippekranken würde ich auch nicht die Hand schütteln, sondern eher aus der Ferne winken. Das heißt: Ich fasse nicht das eine Pferd an der Nase an und gehe dann zum nächsten.

Wie viel die Impfung ausmacht, zeigte der große Ausbruch 2019 in Großbritannien: Von den bestätigten Fällen waren 72 Prozent ungeimpft (Whitlock und Kollegen, 2023). Einen vollständigen Schutz vor Ansteckung bietet die Impfung nicht, sie hält etwa sechs Monate. Auch geimpfte Pferde können erkranken, meist aber deutlich milder.

Reiterin mit Pferd in der Dressur, für Turnierpferde ist die Influenza-Impfung Pflicht

Welche Impfungen sind für Turnierpferde Pflicht?

Für den Start auf Turnieren nach der Leistungs-Prüfungs-Ordnung ist die Influenza-Impfung Pflicht. Die Regeln im Einzelnen (Durchführungsbestimmungen zur LPO):

  • Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen. Zwischen der ersten und zweiten liegen mindestens 28 und höchstens 70 Tage, die dritte folgt spätestens sechs Monate plus 21 Tage nach der zweiten.
  • Wiederholungsimpfungen erfolgen im Abstand von höchstens sechs Monaten plus 21 Tagen.
  • Starten darf das Pferd frühestens 14 Tage nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung. Um ein Pferd turnierfähig zu impfen, brauchst du also einen Vorlauf von rund sechs Wochen.
  • Nach jeder weiteren Impfung müssen sieben Tage vergangen sein. Du kannst also nicht mittwochs impfen und samstags aufs Turnier fahren.

Bei der Herpes-Impfung gab es ein Hin und Her. Zum 1. Januar 2023 wurde sie für Turnierpferde zur Pflicht, zum 15. April 2024 wurde die Pflicht wieder aufgehoben (Meldung der FN). Heute heißt es in den Bestimmungen: Die Impfung gegen das Equine Herpesvirus 1 wird dringend empfohlen, und eine ordnungsgemäße Tetanus-Impfung wird als selbstverständlich erachtet.

International gelten ähnliche Regeln: Auch der Weltreiterverband verlangt für den Start eine Influenza-Auffrischung innerhalb von sechs Monaten plus 21 Tagen und nicht in den letzten sieben Tagen vor der Ankunft.

Eine gesetzliche Vorschrift ist das alles nicht. Die Impfleitlinie ist eine Empfehlung und nicht rechtsverbindlich. Verpflichtend wird es durch die Regeln der Verbände.

Herpes: Soll ich mein Pferd dagegen impfen?

Die Herpes-Impfung ist häufig Bestandteil emotionaler Diskussionen. Die Fakten in Kürze: Für das Pferd sind vor allem die Herpesviren Typ 1 und Typ 4 wichtig. Typ 1 löst Fehlgeburten bei Stuten und neurologische Erkrankungen aus, Typ 4 eine fieberhafte Atemwegserkrankung. Einmal infiziert, bleibt das Virus wahrscheinlich lebenslang im Tier und kann bei Stress wieder aktiv werden. Das kennt jeder vom Lippenherpes beim Menschen.

Das Ziel der Impfung ist nicht der hundertprozentige Schutz des einzelnen Pferdes. Sie verringert die Ausscheidung des Virus und damit den Infektionsdruck im Bestand, und sie kann beim einzelnen Tier die Schwere der Erkrankung mildern. Zu sagen, die Impfung bringt gar nichts, ist deshalb falsch. Der Umkehrschluss, mein Pferd ist geimpft und kann nicht krank werden, ist leider genauso falsch.

Dringend anzuraten ist sie für Zuchtstuten und für Ställe mit viel Beritt, Verkauf und Turnierpferden. Ich habe es so gehandhabt: Meine Turnierpferde sind gegen Herpes geimpft. Mein Rentner zu Hause, der im geschlossenen Betrieb steht und keinen Kontakt mehr zu fremden Pferden hat, ist es nicht.

Alles Weitere, von den Nebenwirkungen bis zur Frage, ob die Impfung etwas nützt, wenn die anderen im Stall nicht geimpft sind, steht in einem eigenen Artikel: Herpesimpfung beim Pferd: 12 Antworten.

Wie werden Fohlen und Zuchtstuten geimpft?

Stute mit Fohlen auf der Weide

Der Schutz des Fohlens hängt von den Impfungen der Mutterstute ab. Beim Pferd ist die Plazenta für Antikörper undurchlässig. Das Fohlen bekommt die Antikörper der Mutter erst nach der Geburt über die erste Milch, das Kolostrum. Sie schützen das Fohlen in den ersten Monaten, werden aber mit der Zeit abgebaut. Sie haben eine Art Verfallsdatum. Danach muss das Fohlen eigene Antikörper bilden.

  • Fohlen: Die erste Impfung erfolgt mit sechs Monaten. Dann sind die mütterlichen Antikörper so weit abgesunken, dass sie die Impfung nicht mehr behindern. Ist die Mutter nicht geimpft oder hat das Fohlen kein Kolostrum bekommen, kann laut Leitlinie schon ab vier Monaten geimpft werden.
  • Tragende Stuten, Herpes: Weil Herpes Fehlgeburten auslöst, wird während der Trächtigkeit mehrfach geimpft. In welchen Monaten, hängt vom verwendeten Impfstoff ab, zum Beispiel im fünften, siebten und neunten Monat.
  • Tragende Stuten, Influenza: empfohlen im vierten bis fünften und im zehnten bis elften Monat der Trächtigkeit.
Fuchsfohlen mit Blesse schaut aufmerksam in die Kamera, dahinter die Stute

Wer züchtet, sollte seine Stuten also regelmäßig impfen lassen, damit die Fohlen in den ersten sechs Monaten ausreichend geschützt sind. Ist nicht bekannt, wie die Mutter geimpft wurde, können die Antikörper bestimmt werden, für Tetanus gibt es einen Schnelltest. Bei Fohlen ungeimpfter Mütter kann direkt nach der Geburt Tetanus-Serum gegeben werden.

Was kostet eine Impfung beim Pferd?

Die Gebührenordnung für Tierärzte kennt keine eigene Position „Impfung“. Der Termin wird aus Einzelposten zusammengesetzt, und jeder Posten darf mit dem einfachen bis dreifachen Satz berechnet werden. Für einen Impftermin im Stall sind das im einfachen Satz, netto (Gebührenverzeichnis):

  • Hausbesuch: 34,50 Euro
  • Allgemeine Untersuchung mit Beratung: 30,78 Euro
  • Injektion: 11,50 Euro
  • Impfbescheinigung für den Equidenpass: 6,16 Euro

Das sind zusammen 82,94 Euro. Dazu kommen das Wegegeld, der Impfstoff selbst und 19 Prozent Mehrwertsteuer. Der Preis des Impfstoffs ist nicht in der Gebührenordnung geregelt und hängt vom Präparat ab. Fährst du mit dem Pferd in die Praxis, entfallen Hausbesuch und Wegegeld.

Hier lohnt sich der gemeinsame Impftermin im Stall noch einmal: Das Wegegeld wird auf die Besitzer aufgeteilt. Die Hausbesuchsgebühr fällt dagegen für jeden Besitzer an.

Was muss ich nach der Impfung beachten?

Eine leichte Schwellung an der Impfstelle, etwas Abgeschlagenheit und eine leicht erhöhte Temperatur sind normale Impfreaktionen und sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen von selbst abklingen. Echte Impfkomplikationen sind laut Impfkommission sehr selten. Plane nach der Impfung ein paar ruhige Tage ein. Für Turnierpferde ergibt sich die Pause schon aus der Regel, dass sieben Tage bis zum Start vergehen müssen.

Was genau eine Impfreaktion, ein Impfdurchbruch und eine Impferkrankung sind und wann du den Tierarzt rufen solltest, erkläre ich im zweiten Teil.

Zusammenfassung: Was und wie oft?

  • Tetanus ist ein absolutes Muss für alle Pferde. Nach der Grundimmunisierung alle zwei bis drei Jahre.
  • Influenza ist für Turnierpferde alle sechs Monate Pflicht. Die Leitlinie empfiehlt den halbjährlichen Abstand für alle, bei geringem Risiko können bis zu zwölf Monate ausreichen.
  • Herpes ist besonders für Zuchtstuten und Pferde in Risikobetrieben zu empfehlen, also bei Verkauf, Turnier, Beritt oder in großen Pensionsbetrieben, und dann auch für den Rentner oder Freizeitpartner, der in diesem Betrieb steht. Am besten als Bestandsimpfung, immer halbjährlich.

Ich hoffe, dieser Überblick hilft dir bei der Entscheidung, was und wie oft du impfen lässt. Besprich den Impfplan mit deinem Tierarzt, denn er kennt dein Pferd und euren Stall.

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Häufige Fragen

Für jedes Pferd empfohlen sind Tetanus, Influenza und Herpes. Weitere Impfungen wie West-Nil-Virus, Druse oder Tollwut sind nur bei erhöhtem Risiko sinnvoll. Tetanus gilt als zwingend für alle Pferde.

Sie besteht aus drei Impfungen. Die zweite erfolgt vier bis sechs Wochen nach der ersten. Die dritte folgt bei Influenza und Herpes sechs bis sieben Monate nach der zweiten, bei Tetanus zwölf bis vierzehn Monate nach der zweiten Impfung.

Tetanus alle zwei bis drei Jahre, je nach Impfstoff. Influenza und Herpes alle sechs Monate. Bei der Influenza kann für Pferde mit geringem Ansteckungsrisiko, die nicht auf Turniere gehen, ein Abstand von bis zu zwölf Monaten ausreichen.

Die Influenza-Impfung. Sie muss im Abstand von höchstens sechs Monaten plus 21 Tagen aufgefrischt werden, und nach der Impfung müssen sieben Tage bis zum Start vergehen. Die Herpes-Impfpflicht galt von Januar 2023 bis April 2024 und wurde wieder aufgehoben, die Impfung wird aber dringend empfohlen.

Ein Impftermin im Stall kostet nach der Gebührenordnung im einfachen Satz rund 83 Euro netto für Hausbesuch, Untersuchung, Injektion und Impfbescheinigung. Dazu kommen Wegegeld, der Impfstoff und die Mehrwertsteuer. Je nach Gebührensatz kann der Betrag bis zum Dreifachen betragen.

In der Regel ab dem sechsten Lebensmonat. Vorher schützen die Antikörper aus der ersten Milch der Mutter, die eine frühere Impfung behindern würden. Ist die Stute nicht geimpft, kann schon ab vier Monaten geimpft werden.

Eine feste Vorgabe in Tagen gibt es nicht. Empfohlen wird, das Pferd einige Tage nur leicht zu bewegen. Für Turnierpferde gilt: Zwischen Impfung und Start müssen sieben Tage liegen.

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