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Mensch mit Pferd oder Pferdemensch

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QUIZ MIT PFERDETIERÄRZTIN DR. VERONIKA KLEIN

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Podcast

Episode #13 Mauke

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Heute er­fährst du et­was über Hauterkrankungen bei Pferden. Am Ende die­ser Episode weißt du ge­nau was Mauke ist und wie du dei­nem Pferd wei­ter­hel­fen kannst.

Definition Mauke

Der Begriff Mauke be­schreibt eine Hautentzündung (Dermatitis), die meist im Bereich der Fesselbeuge vor­kommt. Dabei bleibt die Ursache die­ser Entzündung un­klar — in den meis­ten Fällen han­delt es sich um eine Faktorenkrankheit. Das be­deu­tet meh­re­re Umstände und Ursachen kom­men zu­sam­men und lö­sen in der Kombination die Krankheit aus. Ein Faktor al­lei­ne reicht in der Regel nicht aus, um die Krankheit aus­zu­lö­sen.

Risikofaktoren für Mauke

Die Haut ist ein Spiegel des Körper und der Seele.

Ein Faktor sind Nässe und rei­zen­de Substanzen, dazu zäh­len:

- schmut­zi­ges Einstreu
- mat­schi­ge Paddocks
- Urin und Kot

Allerdings sind das nur Faktoren, die ei­nen Ausbruch be­güns­ti­gen, da sie die Hautbarriere her­ab­set­zen. Als al­lei­ni­ge Ursache rei­chen die­ses Faktoren eben nicht aus, wie oft be­haup­tet wird.

Ein wei­te­rer Faktor ist das Immunsystem, das für die Abwehr von äu­ße­ren krank­ma­chen­den Faktoren zu­stän­dig ist. Ist nun das Immunsystem ge­schwächt des Pferdes be­wirkt dies eben­falls häu­fig eine schlech­te­re Hautbarriere.
Das Immunsystem wird ge­schwächt durch:

- Stress (Transport, Stallwechsel, Anreiten)
- Scheren im Winter
- Krankheit
- Fütterungsfehler
- Wurmbefall
- YOPIS (young, old, pregnant, im­mun­sup­pre­siv, sick)

Die YOPIS sind eine Risikogruppe an Pferden, die alle ein an­fäl­li­ge­res Immunsystem auf­wei­sen und eine be­son­de­re Betreuung be­nö­ti­gen (2. Phase — Prävention, des 4.Phasen-Modells).

Ebenfalls kann die Jahreszeit ei­nen Einfluss neh­men, im Frühjahr und im Herbst zur Zeit des Fellwechsel ist die Haut an­fäl­li­ger für Krankheiten.

Füchse mit wei­ßen Beinen sind lei­der be­son­ders an­fäl­lig so­wie Tinker und Kaltblüter mit dem lan­gen und bu­schi­gen Behang in den Fesseln.

Die Organ Niere, Leber, Darm sind für die Entgiftung des Körpers zu­stän­dig, sind die­se über­las­tet oder krank, kön­nen auch sie be­tei­ligt sein bei dem Auftreten von Mauke!

Weitere Faktoren wie klei­ne Verletzungen oder stän­di­ges Waschen (zu­viel Sauberkeit ist eben­falls schäd­lich!) stel­len dann eine Eintrittspforte für ver­schie­de­ne Erreger (Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten) dar, die dann un­ge­hin­dert in die Haut des Pferde ein­drin­gen kön­nen.

Symptome der Mauke

Die Haut ist ge­schwol­len, ge­rö­tet, zeigt Schuppen, Krusten und kleb­ri­ges Sekret in ei­ni­gen Fällen. Die Beine schwel­len in vie­len Fällen an, nun ist die Hautbarriere stark ge­stört und für vie­le Erreger bil­det der Bereich den op­ti­ma­len Nährboden, um die Haut zu be­fal­len. Bei ei­nem Abstrich fin­det das Labor sehr wahr­schein­lich sehr vie­le Erreger — Pilze, Viren, Bakterien. Der Befall mit Milben führt zu star­ken Juckreiz, die Pferde stamp­fen und na­gen mit den Zähnen an den Hinterbeinen.
Im chro­ni­schen Stadium kommt es zu war­zen­ar­ti­ge Wucherungen.

Krusten

Rötung

Therapie der Mauke

WICHTIG: SELTEN wa­schen!! Ein bis zwei­mal in der Woche ist ab­so­lut aus­rei­chen! Dabei ver­wen­de ein des­in­fi­zie­ren­des Shampoo (Chlorhexidin) und löse alle Krusten ab. Danach gut mit ei­nem sau­be­ren Handtuch trock­nen.

Grundsätze der Maukebehandlung:
- tro­cken und sau­ber!
- Immunsystem un­ter­stüt­zen
- Hautbarriere stär­ken (z.B. über das Futter mit Zinkpräparaten)

Medikamente, die sys­te­ma­tisch ver­ab­reicht (in­tra­ve­nös, oral oder in­tra­mus­ku­lär) wer­den ge­gen Bakterien (Antibiotika), Pilze (Pilzimpfung) und Parasiten (Mittel ge­gen Milben) kön­nen zum Einsatz kom­men.

Salben, die lo­kal ver­wen­det wer­den soll­ten die Hautporen of­fen las­sen, dem­nach ver­mei­de bit­te Silberspray oder Melkfett! Deutlich bes­ser ge­eig­net ist Lebertran-Zink-Salbe oder Puderspray. In ei­ni­gen Fällen ist ein Verband sinn­voll, in an­de­ren Fällen ist fri­sche Luft und Sonne die bes­se­re Wahl, das muss im Einzelfall ent­schie­den wer­den.

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Diagnostik bei Mauke

Ein Blutbild zur Kontrolle der Leber- und Nierenwerte ist sinn­voll und da häu­fig auch Fütterungsfehler (Eiweißüberschuss und ho­her Stärkeanteil) eine Rolle spie­len soll­te die Ration über­prüft wer­den, am bes­ten mit ei­ner Rationsberechnung.

 

 

 

Höre dazu ger­ne in die Podcastfolge:
Blutbild und Rationsberechnung rein!

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