Autor: Hendrik

Interview mit Bianca von Olimond BB

Darmflora-pferd

(Dieser Beitrag enthält Werbung, denn er entstand in Kooperation mit Bianca Flemm.)

Die Darmflora beim Pferd

Zur der Darmflora der Pferde zählen Mikroorganismen wie zum Beispiel Hefen und Bakterien. Diese Organismen leben im Dickdarm der Pferde bei einem pH von 7.0 (neutral) und kommen hier ihren Aufgaben nach als Symbioten. Symbioten sind Lebewesen, die mit anderen Lebewesen in einer Nutzgemeinschaft leben. Die Darmflora zersetzt durch mirkobielle Vorgänge Nahrungsbestandteile, die so dem Pferd zur Verfügung stehen und so essentiell sind für die Ernährung des Pferdes. Zu den Stoffe zählt zum Beispiel die Zellulose. Die Mikroorganismen variieren je nach Rationszusammenstellung, daher sollte eine Futterumstellung beim Pferd auch stets nur sehr langsam erfolgen! Die Darmflora kann durch viele Vorgänge gestört werden, zu Beispiel durch Stress, Antibiotika, Fütterungsfehler – wie zum Beispiel zu große Mengen von dünndarmunverdauter Stärke – daher ist ein Ziel der Pferde-Ernährung die Gesunderhaltung und Förderung der Darmflora.

Unterstützung der Darmflora mit Olimond BB (Hefe)

In diesem Zusammenhang habe ich ein Interview mit Bianca geführt über das Produkt Olimond BB. Olimond BB ist das Produkt einer speziellen Fermentation und schonenden Trocknung der Hefe Saccharomyces cerevisiae und ist somit eine inaktivierte Hefe, die keine Gärungsprozesse im Magen-Darmtrakt des Pferdes verursacht. Die wichtigen Hefefaktoren, B-Vitamine und die Fermentationsprodukte bleiben erhalten.

Für mehr Informationen höre ins Interview herein und besuche ihre Seite:
https://www.olimond.de

Darmflora-pferd

Cushing beim Pferd gibt es nicht!

Cushing Pferd

Etwas provokativ – aber wir klären in dieser Episode was Cushing genau ist und warum es diese Erkrankung beim Pferd garnicht gibt.

Die Cushing-Erkrankung

  1. Morbus Cushing: 85% der Fälle
    Der Morbus Cushing ist gekennzeichnet durch eine Überproduktion von ACTH aus der Hirnanhangsdrüse und zwar dem vorderem Teil, dem Hypophysenvorderlappen. Das ACTH (Hormon) gelangt an die Nebennierenrinde und führt dort zu einer übermäßigen Kortison Auschüttung – infolge dessen entstehen die körperlichen Symptome.
  2. Cushing Syndrom: 15% der Fälle
    In der Regel durch einen Tumor der Nebenniere, der direkt Kortison produziert – hier ist die Hirnanhangsdrüse primär nicht beteiligt.

Diese Erkrankungen kommen beim Mensch und beim Hund vor!

PPID = Pituitary Pars intermedia Dysfunction (früher: equines Cushing Syndrom)

Aufgrund von neuen wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass die Abläufe beim Pferd anders verlaufen, daher wurde das früher “Equine Cushing Syndrom” nach dem neuesten Wissenstand umbenannt in

PPID = Pituitary Pars Intermedia Dysfunction.
Pituitary = Hirnanhangsdrüse
Pars intermedia = Zwischenlappen der Hypophyse
Dysfunction = Funktion gestört

Beim Pferd spielt die Hirnanhangsdrüse mit dem ACTH eine Rolle, daher ist per Definition das Cushing Syndrom ausgeschlossen. Ähnlichkeiten zum Morbus Cushing liegen in der Überproduktion von ACTH oder besser der Freisetzung von mehreren POMC-Spaltprodukten aus der Hirnanhangsdrüse. Die Abgrenzung zum Morbus Cushing ist aber zum einem, dass der Zwischenlappen beim Pferd betroffen ist statt der Vorderlappen beim Hund und das ursächlich für die Überproduktion bei PPID beim Pferd eine altersbedingte Degeneration von Nervenzellen im Gehirn ist und nicht wie beim Hund ein Tumor der Hirnanhangsdrüse.

PPID (früher Cushing) eine neurodegenerative Erkrankung

Zu Erkrankungen, die mit vorzeitigen sterben von Nervenzellen im Gehirn beim Menschen einhergehen, gehören die Parkinson-Erkrankung und verschiedene Demenzformen. Bei der Parkinson-Erkrankung sind beispielsweise nur Nervenzellen betroffen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Bei PPID beim Pferd ist das auch der Fall, Dopamin-prozierende Nervenzellen im Gehirn gehen altersbedingt zugrunde. Dopamin ist ein Botenstoff, der unter gesunden Umständen die Hirnanhangsdrüse hemmt, damit wenig ACTH ausgeschüttet wird. Dieser Botenstoff fehlt bei PPID-Patienten durch den Nervenzelluntergang und es kommt zur übermäßigen ACTH Ausschüttung und anderen Spaltprodukten, die dann im Körper die jeweiligen Symptome auslösen.

Insgesamt sind 3% der gesamten Pferdepopulation betroffen, bei Pferden über 15 Jahren sind es 20%, das ist statistisch gesehen jedes 5. Pferd über 15 Jahre. Es können Maßnahmen ergriffen werden, je nachdem in welcher Phase des 4-Phasen-Modells sich dein Pferd befindet.

Das 4-Phasen-Modell für gesündere Pferde

  1. Phase: gesundes Pferd
    -> Gesundheitsförderung steht im Vordergrund
  2. Phase: Risikopatient vor der Krankheit
    -> Massnahmen zur Prävention sind wichtig!
  3. Phase: erkrankter Patient
    -> Früherkennung, um schlimmere Folgen zu verhindern und Unterstützung der Genesung
  4. Phase: Patient nach überstandener Krankheit
    -> Rückfälle vermeiden und Programm zur Rehabilitation

PPID – Risikopatient (2. Phase)
Du solltest dein Pferd, wenn es älter als 15 Jahre alt ist, regelmäßig untersuchen auf klinische Hinweise:
– Fettpolster über den Augen,
– Verhaltensänderungen (Müdigkeit),
– verminderte Leistung beim Reiten
– Probleme im Fellwechsel
– regional lange Haare
– Muskelabbau, besonders an der Rückenlinie

Dieses 4-Phasen-Modell werden wir nun immer auf die verschiedenen Krankheiten anwenden, um dir einen Leitfaden zu geben und zu jeder Phase Massnahmen für dein Pferd erarbeiten – Projekt: gesünderes Pferd!

Hier bekommst du zu dem Projekt: gesundes Pferd das 4-Phasen-Modell als pdf zu geschickt – melde dich dafür zu meinem Newsletter an.

Body Condition Score: Gewicht beim Pferd

Gewicht-pferd-body-condition-score-Pferd-dick-abgemagert

Untergewicht? Idealgewicht? Übergewicht?

Das absolute Gewicht eines Pferdes sagt zunächst erstmal nichts über den Ernährungszustand des Pferdes aus. Gerade jetzt im Frühling wenn es auf die “fetten” Wiesen gehen, sollten Pferde mit Übergewicht besonders langsam und vorsichtig angeweidet werden und die Pferde sollten vorher abnehmen.

500kg sind für ein Pony Übergewicht, für einen großen Warmblüter sind 500kg Untergewicht. Es ist daher wichtig nicht nur das absolute Gewicht zu bestimmen mittels Waage oder Gewichtsband, sondern du solltest auch immer den Ernährungszustand bestimmen.

Ermittlung des BCS beim Pferd

Zur Ermittlung des Body Condition Scores (nach Schramme, 2003) werden 6 Körperregionen beurteilt im Bezug auf Einlagerung von Fett oder Abbau von Muskulatur und mit einem Score von 1 (mager) bis 9 (fett) eingeteilt.

Die 6 Körperregionen:
1. Hals
2. Schulter
3. Rücken und Kruppe
4. Brustwand
5. Hüfte
6. Schweifansatz

Dabei werden pro Körperregion 3 Punkte beurteile:
1. Knochenpunkte (sichtbar, fühlbar, weg)
2. Körperoberfläche (eingefallen, gerade, gewölbt)
3. Hautfalte (“Speckfalte”)

Knochenpunkte am Pferd

Am Hals ist der erste Halswirbel (Atlas) sehr gut zu fühlen, aber auch Halswirbel 3, 4 und 5 sind in der Regel gut tastbar mit etwas Übung. Im Bereich der Schulter kann das Schulterblatt abgegrenzt werden und die Knochengräte gefühlt werden.

Knochengräte und Rippen (x) gekennzeichnet
Knochengräte und Rippe (x)

Im Bereich der Wirbelsäule (Rücken und Kruppe) sind Anhaltspunkte die Dornfortsätze der Brustwirbelsäule und die Dorn- und Querfortsätze der Lendenwirbelsäule beim Pferd.

Lendenwirbelsäule Pferd

Weiter Knochenpunkte sind an der Brustwand die Rippen und im Bereich der Hüfte der Haft-, Sitzbein- und Kreuzhöcker.

knöchernes Becken
Knochenpunkte am Pferd

Jede Körperregion wird beurteilt und mit einem Score zwischen 1 (mager) und 9 (fett) versehen. Am Ende werden die 6 Werte addiert und der Mittelwert errechnet. Ein Body Condition Score über 7 ist nachweislich schädlich für die Gesundheit deines Pferdes!

Mehr zum Body Condition Score hörst du in dieser Episode und wenn du noch nicht genug hast, freue dich auf den Onlinekurs Pferdegesundheit im Herbst 2019, hier wird es ein Kapitel über die Grundlagen des BCS geben mit einer Video-Einheit am Pferd wie dieser ermittelt wird.

Du willst keine Termine mehr verpassen? Dann trag dich für meinen Newsletter (1xMonat) ein und erhalte neben Seminarterminen auch immer medizinische Infos passend zur Jahreszeit.

Hier noch eine schöne Grafik zum Anweiden von dem Pferdeliebe Magazin.

Episode #47 Kolik beim Pferd

Kolik ist eine häufige Erkrankung bei Pferde und kann tödlich enden, daher ist es wichtig Kolikanzeichen bei deinem Pferd zu erkennen. In dieser Episode lernst du was eine Kolik ist, welche Auslöser es gibt und wie du sie mit ein paar Tipps am Besten vorbeugen kannst.

Wichtig für jeden Pferdebesitzer

Kolik = Bauchschmerzen

Kolik ist ein Symptom und keine Krankheit, die Ursachen sind sehr vielfältig und können auch außerhalb des Magen-Darm-Trakts liegen. Kolik ist ein sehr weit gefasster Oberbegriff und keine Diagnose, sondern ein Symptom.

Symptom: Kolik
Diagnose: Colonobstipation (Dickdarmverstopfung)

Symptom Kolik

  • Unruhe: wälzen, scharren,
  • flehmen, Nüstern hochziehen
  • schwitzen,
  • erhöhter Puls,
  • Futterverweigerung
  • zum Bauch umsehen,
  • apathisch z.B bei Verstopfungen
  • schmeißen sich, extrem heftige Abwehr z.B. bei Strangulation

Ursachen für Kolik

Pferde weisen besondere anatomische Besonderheiten des Magen-Darm-Traktes auf, die sich ungünstig auswirken – zum Beispiel können Pferde aufgrund der starken Ringmuskulatur des Magens nicht erbrechen, der Dünndarm ist im Bauchraum durch eine sehr lange Aufhängevorrichtung befestigt, sodass er sich viel bewegen kann, aber leider auch verdrehen und eingeklemmt werden.
Daneben treten noch Faktoren wie Fütterung, Haltung und das Wetter auf.

  • Fütterungsfehler: schimmeliges Heu
  • Darmparasiten
  • Sandaufnahme
  • Wetterumschwung
  • Haltungsfehler
  • (auch der Magen-DArm-Trakt profitiert von regelmäßiger Bewegung)

Die Auflistung ist natürlich nur ein Einblick in die Kolikursachen beim Pferd und nicht vollständig.

Vorsicht im Winter!

Halte dein Pferd gesund!

Hier treten häufig Verstopfungen beim Pferd auf – weniger Bewegung durch fehlende Wiese, gefrorener Boden, mehr Zeit um Stroh aufzunehmen, Pferde mögen kein kaltes Wasser und die Reiter verkürzen in der Regel die Reitzeit (kalt, nass, dunkel). Du willst hören wie du dieser Kolik vorbeugen kannst? Dann höre in die Episode rein!

Du möchtest noch mehr darüber lernen wie du deinem Pferd helfen kannst? Schau in mein Webinar rein – trag das Wissen in die Reitställe und häufe mehr davon an, damit dein Pferd nachhaltig gesund bleibt und deine Tierarztrechnung vielleicht klein 🙂

Trage dich auch gerne zu meinem Newsletter ein, um jeden Monat einmal Input zu bekommen, was du für die Gesundheit deines Pferdes tun kannst!

ab Herbst 2019!

Episode #46 Verletzungen beim Pferd

Verletzung-pferd-wundversorgung-erste-hilfe-pferd-tierarzt-pferd-pferdekrankheiten

Diese Episode beschäftigt sich mit den Verletzungen beim Pferd, unterteilen werden wir sie in:

  • Fleischwunden
  • Verletzungen in Gelenknähe
  • Verletzungen mit starken Blutungen
Hautverletzung

Fleischwunden:
– meist ungefährlich, aber erschreckend
– Weichteil (Haut, Muskulatur) geschädigt
– Wundreinigung, Wunddesinfektion, Wundpflege

Schürfverletzung

Verletzungen in Gelenknähe
– Eröffnung eines Gelenks ist immer ein Notfall!
– gelbes, klares, fadenziehendes Sekret läuft ab (Gelenkschmiere)
– Tierarzt anrufen, Wunde unberührt lassen, Einweisung in die Klinik

Strecksehnenverletzung

Verletzung mit starken Blutungen
– Verlust von über 10 Litern (Putzeimer voll) gefährlich
– Druckverband anlegen (Erste Hilfe leisten)
– dann erst Tierarzt anrufen und Hilfe holen

Trittverletzung am Kopf

Du willst mehr zur Erste Hilfe am Pferd lernen – dann schau dir doch mein Webinar dazu an.

Hier erhältst du den Zugang zum Webinar “Erste Hilfe am Pferd”, dabei ist die Anmeldung zum Newsletter die Eintrittskarte zum Webinar.

Webinar

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Inhaltsverzeichnis

Episode #45 Stoffwechselstörung beim Pferd

müde? stumpfes Fell? Kotwasser?

Zu unserem heutigen Thema: Stoffwechselstörungen und Stoffwechselerkrankungen beim Pferd

In der Praxis ein viel verwendeter Begriff, aber was ist das überhaupt und was beinhaltet er?
Diese Episode klärt:
1. Was ist der Stoffwechsel
2. Stoffwechselstörungen und Stoffwechselerkrankungen beim Pferd
3. Was kannst du für dein Pferd tun bei Stoffwechselbelastungen?

  1. Der Stoffwechsel:

Der Stoffwechsel ist die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge in einem Pferd – grob alle biochemischen Vorgänge in einer Körperzelle. Dazu zählt der Aufbau, Umbau und Abbau von Stoffe, die dem Körper zugeführt werden über die Haut, die Atmung oder den Darm. Die Abfallprodukte werden ausgeschieden über Darm und Niere, in Form von Kot und Urin.
Zu den Stoffwechselprozessen gehört der Kohlehydrat-, Fett-, Eiweiß- und Mineralstoffwechsel.

2. Stoffwechselstörung und Stoffwechselerkrankung:

Bei Störungen im Zell- oder Organstoffwechsel kann es in Folge zu Schäden der Zelle oder des Organs kommen, je nachdem welche Aufgabe das Organ oder die Zelle hatte und wie groß der Schaden ist, zeigen sich den die Auswirkungen. Stoffwechselerkrankungen beim Pferd sind
– EMS und PSSM – hier entgleist der Kohlehydratstoffwechsel
– Hyperlipidämie – hier ist der Fettstoffwechsel betroffen
– Verkalkungen in der Sehne – betrifft den Kalziumstoffwechsel

3. Stoffwechsel unterstützen:

Bei manifesten Stoffwechselerkrankungen ist immer der Tierarzt zu kontaktieren!
Der Stoffwechsel kann nur mit dem Arbeiten, was ihm angeboten wird – verschiedene Zitate dazu: Shit in, Shit out! Du bist, was du isst! …
Den Stoffwechsel unterstützen und ankurbeln kannst du mit artgerechter Haltung, Fütterung, angepassten Training und Bewegung, frische Luft und pferdegerechtem Umgang – die Ursache am Schopfe packen, statt viele, teure Pülverchen, die den Körper teils mehr belasten-ist hier mein Rat.

Beispiel: Fellwechsel im Winter
Hier hat der Stoffwechsel deutlich mehr zu tun!
1. Training anpassen:
bei Sportpferden bedeutet das, das Training wird reduziert
2. Fütterung anpassen:
Sommerration mit Weide auf Winterration mit mehr Zink

Danke an alle Hörer des Podcast “Kernkompetenz Pferd” für das Jahr 2018!

Ich wünsche mir eine differenzierte Betrachtung dieses sehr komplexen Themas und die eindeutige Abgrenzung von Störung und Erkrankung – um unserem Partner Pferd zu helfen.
Eure Veronika – guten Rutsch ins neue Jahr 2019

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

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Wir fördern Fortbildung!

Episode #44 Sportpferde – Fütterung

Geländereiten-vielseitigkeit-pferdegesundheit

Sportpferde – Fütterung

Heute geht es um die bedarfsgerechte Fütterung von Sportpferden.
Auch durch die Fütterung noch so großer Mengen an Energie-, Nähr- oder Wirkstoffen sind – mit einem schlecht veranlagten und schlecht trainierten Pferd – keine Höchstleistungen zu erreichen. 
Andererseits beeinträchtigen Fütterungsfehler die Leistungsfähigkeit, sodass sogar gut veranlagte Pferde ihr Leistungsvermögen nicht ausspielen können.
Die Leistungsfähigkeit von Sportpferden wird aber neben der Nährstoffversorgung vor allem von der Funktionsfähigkeit der Organe bestimmt.
Besonders wichtig sind dabei die Atmungsorgane, der Blutkreislauf, die Verdauungsorgane sowie der aktive und passive Bewegungs-Apparat

Höre in die Episode rein und bilde dich für deinen Partner Pferd fort – wer lernt, gewinnt gesunde und glückliche Pferde – viel Spaß!🐴🎓🎤#Pferdewissen #Pferdefütterung #Sportpferd

Sportpferde Pferdefütterung

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Du willst zusätzlich zur optimalen Fütterung deines Sportpferde auch das Training optimieren? Dann schau doch bei unserem Partner weheres vorbei!

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Episode #43 Magengeschwüre

Magengeschwür-pferd-vorbeugen-pferdekrankheit

Heute wollen wir über ein häufig auftretendes Problem “Magengeschwüre” etwas genauer sprechen. Fast jeder hat schon mal davon gehört, viele waren schon mal davon betroffen – andere wiederum hatten noch keine Berührungspunkte, daher fangen wir vorne an. Wenn du schon viel über Magengeschwüre weißt, ist das meiste wahrscheinlich schon bekannt, aber vielleicht findest auch du hier und da noch ein oder zwei Punkte, die dir weiterhelfen – viel Spaß.

Symptomen:
Rittigkeitsprobleme, Apathie, Gewichtsverlust, gähnen, Zähne knirschen … insgesamt leider sehr unspezifisch.

Pferdemagen
Quelle: Veterinär-Pathologie Leipzig

Ursachen:
1. Stress
2. Fütterungsfehler
3. Haltungsfehler
4. Medikamente
5. Training

In einer Studie wurden untrainierte Pferde von der Wiese geholt, aufgestallt, antrainiert und mit mehr als 6kg Kraftfutter am Tag gefüttert, nach 14 Tagen hatten alle Pferde Magengeschwüre –
das gibt einem schon zu denken!

Wusstest du, dass Musik in der Stallgasse Einfluss auf die Entstehung von Magenschwüren haben kann?
Eine Studie zeigt:
Pferde hören lieber das gesprochene Wort der Menschen statt Radio! 

Pferdemagen mit Ulzera
Quelle: Veterinär-Pathologie Leipzig

Diagnose: Gastroskopie

Therapie und Prophylaxe: 
Artgerechte Fütterung und Haltung sind das AO!
Medikament zur Behandlung: Omeprazol

Du willst mehr erfahren? Dann hör in die Episode rein, wer noch mehr wissen möchte und Fragen hat ->
Im Februar gebe ich zu diesem Thema einen ausführlichen Vortrag, du möchtest live dabei sein? Dann melde dich an! Ich freue mich auf dich und kann dir vor Ort alle deine Fragen beantworten. Hier geht es zur ANMELDUNG.

Episode #26 Pferdefütterung Teil 11 Raufutter

Tierarzt-pferd-pferdekrankheit

Episode #26 Pferdefütterung Teil 11 Raufutter – Wie beurteile ich Heu?

„Heu oder Silage?“ Das ist aktuell ein sehr strittiges Problem. Damit müssen wir uns in den nächsten Episoden beschäftigen.

Mit dem Thema – Futtermittel für Pferde – beginnen wir ein weiteres wichtiges, aber auch sehr umfangreiches Thema. Als erstes wollen wir uns im Kapitel „Pferdefütterung Teil 11“ mit den Raufuttermitteln beschäftigen.

In Episode „Pferdefütterung Teil 1 Grundlagen“ haben wir besprochen, dass unser Ziel in der Pferdefütterung eine art– und bedarfsgerechte Versorgung sein muss. Tierarttypische Besonderheiten des Verdauungstraktes des Pferdes haben wir – von der Futteraufnahme bis hin zur Verdauung im Dickdarm – in „Pferdefütterung Teil 2 – 6“ kennengelernt.

Ein Ergebnis war: Pferde sind keine Weidetiere sondern Steppentiere, aber wo war da der Unterschied?

Ab Episode #26 Pferdefütterung Teil 11 geht es um Futtermittel, heute beginnen wir damit wie man Heu beurteilt. Viel Spaß!

Episode #25 Sommerekzem

Tierarzt-pferd-pferdekrankheit

Episode #25 Sommerekzem

Was löst diesen Juckreiz aus? Welche Labortest gibt es und welche Aussagekraft haben sie? Was kann ich unterstützend machen, um es meinem Pferd zu erleichtern?

Schlagwörter zum Merken:
Isländer, Mückenspeichel-Allergie, starker Juckreiz, Diagnose: Vorbericht, Rasse, klinische Symptome, Hautbiospie und Allergie-Bluttest, Behandlung: Vermeidung Allergen und Symptome lindern

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Episode #24 Pferdefütterung Teil 10 Wirkstoffe

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Episode #24 Pferdefütterung Teil 10 Wirkstoffe

In dieser Episode behandeln wir Wirkstoffe (Spurenelemente, Vitamine, Minerale), diese sind lebensnotwendig. Durch die intensive Bewirtschaftung des Grünlandes und den Einsatz von bestimmten Dünger führen zur Reduzierung wichtiger mineralischer Spurenelemente im Boden und somit auch in den Futtermitteln. Das hat zur Folge, dass es zu Mangelerscheinungen kommen kann und somit zu Krankheiten. Es ist daher sinnvoll Bodenproben zu nehmen und gezielt zu düngen oder die fehlenden Mineralstoffe später zu ergänzen im Futter – wie zum Beispiel Calcium und Magnesium. Magnesium dient zur Entspannung und ist daher bei vielen Reitern beliebt.

Mehr Informationen zu Elektrolyten, die bei starken schwitzen verloren gehen, erfährst du in dieser Folge.

Episode #23 Hufrollen-Erkrankung

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Episode #23 Hufrollen-Erkrankung

Heute beschäftigen wir uns mit dem Hufrollen-Syndrom, eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen bei einem ausgewachsenen Reitpferd. Dabei zeigen die Pferde eine chronische Lahmheit in den Vorderbeinen ausgelöst durch Schmerzen vom Strahlbein und/oder den umliegenden Strukturen. Diese Lahmheit lässt sich  durch eine Leitungsanästhesie verbessern oder ausschalten. Ein anderer Begriff für das Hufrollen-Syndrom ist Podotrochlose oder Palmar Foot Syndrom.

Episode #22 Pferdefütterung Teil 9 Baustoffe

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Episode #22 Pferdefütterung Teil 9 Baustoffe

Heute geht zum einen über den Baustoff Eiweiß:
– häufig sind den Rationen zu hohe Eiweiß-Anteile vorhanden.

weiter behandelt diese Episode heute Mineralstoffe:
– Calcium, Phosphor und Magnesium

Wir wünschen euch eine informative Zeit!

Episode #21 Krankheiten im Alter

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Episode #21 Krankheiten im Alter

Welche Erkrankungen kommen häufiger vor?

Zum Beispiel PPID (früher Equines Cushing Syndrom) eine Störung im Hormonhaushalt ausgelöst durch eine Degeneration der Nervenzellen und folgend einer Funktionsstörung der Hirnanhangsdrüse tritt bei 20% der alten Pferde auf.

Weitere Krankheiten wie Arthrose, Wickelkauen und Herzgeräusche besprechen wir in dieser Episode.

 

Episode #20 Pferdefütterung Teil 8 Brennstoffe

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Episode #20 Pferdefütterung Teil 8 Brennstoffe

Was ist der Erhaltungsbedarf deines Pferdes? Was ist der Leistungsbedarf? Das klären wir in der heutigen Episode…

Viel Spaß

grüne Futterwerttabelle 2018

grüne Bedarfstabelle 2018

Episode #19 Pferdepass

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Episode #19 Pferdepass

Wer braucht einen? Was steht drin? Unterschied Schlachtpferd und Nicht-Schlachtpferd? Grün, Lila, Rot? In dieser Episode beantworten wir all diese Fragen? Ihr habt noch mehr Fragen, dann stellt sie mir gerne einfach als Kommentar!

Hier ein kleiner Einblick:

  • Pferde nach 2009 geboren müssen gechipt sein
  • bei jedem Besitzerwechsel muss der Schlachtpferde-Status mit Unterschrift NEU bestätigt werden
  • für Schlachtpferde muss ein Bestandsbuch geführt und AUA-Belege ausgestellt werden

Episode #18 Pferdefütterung Teil 7 Ballaststoffe

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Episode #18 Pferdefütterung Teil 7 Ballaststoffe

Der Schnittzeitpunkt von Heu ist für den Gehalt an Ballaststoffe entscheidend-mögliche Schnittzeitpunkte sind vor, Mitte und nach der Blüte. Heu  mit sichtbaren Blüten ist für Pferde geeignet.

Mache den Test mit deinem Heu – Heu in die Hand nehmen, ans Ohr halten und drehen-gutes Pferde-Heu ist langhalmig und knackig, das kann man hören!

Episode #17 rossebedingte Rittigkeitsprobleme

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Episode #17 Rossebedingte Rittigkeitsprobleme

Heute lernst du welche Ursachen zu Rittigkeitsproblemen führen kann.
Dazu zählt zum Beispiel ein Tumor am Eierstock. Der kann diagnostisch über einen Ultraschall der Eierstöcke gefunden werden sowie über eine Blutprobe, in der das Anti-Müller-Hormon bestimmt wird.

Mehr Ursachen hier in der Episode…

Episode #16 Pferdefütterung Teil 6 Nährstoffe

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Episode #16 Pferdefütterung Teil 6 Nährstoffe

Der Körper ist angewiesen auf die Nährstoffe in den Futtermitteln zum einem für den Erhaltungsbedarf und zum anderen für die erbrachte Leistung (Reiten, Trächtigkeit, Laktation).
Nährstoffe:
-Ballaststoffe (strukturreiche-kauhfähige Futterbestandteile)
– Brennstoffe (Kohlehydrate, Fette, Eiweiße)
– Baustoffe (Mineralstoffe, Wasser, Fette, Eiweiß)
– Wirkstoffe (Vitamine, Spurenelemente)
– Begleitstoffe: Färbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmackstoffe

Baustoffe der Muskulatur sind Eiweiße, dagegen braucht das Knochengerüst verschiedene Mineralstoffe.

Weitere Informationen erhälst du in dieser Episode…

Episode #15 Kotwasser und Durchfall

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Episode #15 Kotwasser und Durchfall

Die Ursache von Durchfall ist bei erwachsenen Pferden immer im Dickdarm zu suchen. Bei Fohlen dagegen kann sowohl der Dünndarm wie auch der Dickdarm Auslöser sein.

Die Ursachen sind entweder infektiös (ansteckend) oder nicht-infektiös. Ein nicht-infektiöser Auslöser ist zum Beispiel die übermäßige Aufnahme von Sand.

Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

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Episode #14 Fütterung Teil 5 Dickdarm

Heute geht es um die Dickdarmverdauung – Eine wesentliche Aufgabe der Pferdefütterung ist die Gesunderhaltung und Förderung der Darmflora. Bei Störungen in der Dickdarmverdauung werden große Mengen an Gärsäuren gebildet -> Übersäuerung, Schädigung der Darmwand, Abstreben der Mikroorganismen und Hufrehe können die Folge sein.

Episode #12 Fütterung Teil 4 Dünndarm

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Episode #12 Fütterung Teil 4 Dünndarm

Der Dünndarm besteht aus 3 Teilen: Zwölffingerdarm, Leerdarm und Hüftdarm.
Gleich am Anfang des Dünndarms mündet der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse und der Gallengang aus der Leber in den Darm. Die Sekrete dieser beiden großen Drüsen werden dem Nahrungsbrei beigemischt.

Eine Besonderheit: Das Pferd besitzt keine Gallenblase und deshalb tröpfeln
5-6 l Gallenflüssigkeit ohne Dosierung einer Blase den ganzen Tag aus der Leber in den Zwölffingerdarm, das dem Dauerfuttersucher Pferd entspricht. Auch hier sieht man wieder die Risiken längerer fressfreier Zeiten.

Parasiten im Dünndarm:
Im Dünndarm kommt der Zwergfadenwurm, der Spulwurm und der Bandwurm vor. Mehr Informationen findest du in dieser Episode.

Podcast Episode #11 Atemwegserkrankungen

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Podcast Episode #11 Atemwegserkrankungen

Einteilung in infektiöse und nicht-infektiöse Atemwegserkrankungen

  1. infektiös: Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze
  2. nicht-infektiös: COB (chronisch obstruktive Bronchitis)
    – C (chronisch) länger als 6 Wochen
    – O (obstruktiv) abdominal erschwerte Ausatmung
    – B (Bronchitis) Atemwegsentzündung

Erfahre noch mehr über die Atemwege deines Pferdes im Onlinekurs

Infektiöse Ursachen:

  • Viren: Influenza- und Herpes-Viren
  • Bakterien: Streptokokken und Staphylokokken
  • Parasiten: Lungenwürmer und Spulwürmer auf Körperwanderung
  • Pilze: echte Lungenmykose sehr selten! (eher Kontamination der Atemluft durch Schimmelpilze im Heu)

Symptome:

Husten, Nasenausfluss, Fieber, Apathie, erhöhte Atemfrequenz

In der Regel schwächen mehrere Faktoren das Immunsystem bevor es zu einer Infektion kommt, dazu zählen Überbelastung, schlechte Haltungsbedingungen, Fütterungsfehler, langer Transport oder eine Allgemeinanästhesie. Die Viren greifen den Atmungsapparat an und begünstigen im Nachgang so eine sekundäre bakterielle Infektion, sodass nach anfänglichen Fieber und trockenem Husten nach einigen Tagen gelber zäher Nasenausfluss (Eiter=bakterielle Besiedelung) auftritt. Dagegen wandern die Parasiten (Zwergfadenwürmer, Spulwürmer) aus dem Magen-Darm-Trakt als Larven durch den Körper und durchstreifen dabei das Lungengewebe. So entstehen durch die Bohrgänge Entzündungen in der Lunge und klinisch ist eine Atemnot offensichtlich. Daneben gibt es auch noch die Lungenwürmer beim Pferd, seine Larven werden mit dem Weidegras aufgenommen, wandern durch den Darm ebenfalls in die Lunge. Bei dem Pferd handelt es sich um einen Fehlwirt, die Larven können sich daher nicht voll zu erwachsenen Würmern, die Eier legen entwicklen – daher sind keine Eier im Kot nachweisbar beim Pferd. Der Esel ist der Hauptwirt der Lungenwürmer, hier entwickeln sich Adulte, deren Eier über die Luftröhre hoch gehustet werden in den Rachen, wieder abgeschluckt und so in den Darm und über den Kot wieder auf die Weide gelangen. Bei Pferden findet man häufig Pilze in dem Schleim der Luftröhre, hier handelt es sich NICHT um eine Lungenmykose (echte Pilzinfektion des Lungengewebes) sondern um eine Kontamination der Atemluft mit Schimmelpilzen aus der Umwelt. Die reizen zwar die Lunge, lösen aber keine Infektion aus! Bei einer Infektion vermehren sich die Erreger im Gewebe – da die Pilzsporen nur reaktionslos in den luftführenden Atemwege “liegen” statt sich im Lungengewebe zu teilen und mehr zu werden, handelt es sich um eine Kontamination und KEINE Infektion.

Mehr spannende Themen über Pferdekrankheiten findest du im Podcast-Inhaltsverzeichnis

Podcast Episode #10 Fütterung Teil 3 Schlund und Magen

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Episode #10 Fütterung Teil 3

Schlund und Magen

Besonderheiten des Pferdemagens
– geringes Fassungsvermögen
– kurze Verweildauer des Futters
– geringer Anteil an der Verdauung
– Schutzfunktion für weitere Verdauung

 

Podcast Episode #9 Muskelerkrankungen

Podcast Episode #9 Muskelerkrankungen

Episode #9 Muskelerkrankungen

Muskelerkrankungen können ernährungsbedingt (Vit E/Selenmangel), durch verschiedene Giftstoffe oder eine Genmutation (PSSM) entstehen.

Die atypische Weidemyopathie entsteht durch die Aufnahme von Samen oder Keimlingen des Bergahorns (Ahornvergiftung) und führt häufig zum Tod. Daher sollte die Umgebung um die Pferdeweiden auf das Vorkommen dieses Baumes kontrolliert werden.

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Podcast Episode #8 Pferdefütterung Teil 2 Futteraufnahme

Podcast Episode #8 Pferdefütterung Teil 2 Futteraufnahme

Episode #8 Pferdefütterung Teil 2

Hättest du das gewusst?
Die Sättigung erfolgt nicht über die Nährstoffversorgung, sondern über die Zahl der Kauschläge, die vom Zwischenhirn registriert werden-erst nach circa 35.000 Kauschlägen ist eine Sättigung bei unseren Pferden erreicht.

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Podcast Episode #7 Trainingspläne

Podcast Episode #7 Trainingspläne

Episode #7 Trainingspläne für Pferde

Ein systematisches und regelmäßiges Training ist für die Gesunderhaltung unserer Pferde wichtig. Denn als Lauftier sind sie nicht von Natur aus dafür geeignet uns auf dem Rücken zu tragen, daher müssen wir dafür sorgen, dass die Rückenmuskulatur aufgebaut wird vom Pferd und sich so ein Reittier  entwickelt über die Zeit.

Jedes Pferd das geritten wird, muss dafür entsprechend trainiert werden!Pferd-tierarzt-Training-pferd-sportpferd

Haltbarkeit als Reitpferd

Die Fitness des Pferdes bestimmt maßgeblich die Haltbarkeit des Pferdes als Reitpferd. Die Fitness des Pferdes wird beeinflusst durch Haltung, Bewegungsmöglichkeiten, Training und Fütterung, auch die Psyche spielt eine wichtige Rolle.

Training des Pferdes 

Definitionen:
Training ist eine systematische und regelmäßige körperliche Belastung zum Zweck der Leistungssteigerung oder zum Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit. Es beschreibt die Fähigkeit der körperlichen Anpassung. Beispiel: Muskelaufbau beim Pferd

Übung:  Bei der Übung wird der Ablauf besser – hier kommt es zu Veränderungen im Nervensystem.
Beispiel: Lektionen verfeinern

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Bei dem Training liegt der Fokus auf Kondition. Die Kondition besteht aus Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Der Körper passt sich an äußere Reize an, insbesondere lässt sich das bei der Muskulatur gut nachvollziehen. Wird der Muskel nicht benutzt, bildet er sich zurück (atrophiert), wenn er dagegen überstrapaziert wird, kommt es zu Verspannungen und Verletzungen. Ein angemessener Belastungsreiz ist daher sehr wichtig zu einem gesunden Muskelaufbau beim Pferd. Der Muskel muss arbeiten, um sich weiter aufzubauen – nur ein Muskelaufbau-Präparat zu füttern führt keinesfalls zum Erfolg! Der Muskel wird im Training belastet und in der darauffolgenden Ruhephase regeneriert er sich und wächst dabei. Muskelaufbau passiert also nicht während des Reitens, sondern in der nachfolgenden Ruhepause.

Ziel des Trainingsplans für dein Pferd

Wie oft? Wie lang? Wie hart muss das Pferd trainiert werden? Bevor diese Fragen beantwortet werden können, muss geklärt werden wo willst du mit deinem Pferd hin? Ausreiten, Distanzritt, Bodenarbeit, Springen der Klasse E oder der Klasse S, Vielseitigkeit oder Dressur der Klasse L? Danach muss ermittelt werden, wo du und dein Pferd jetzt stehen, also der IST-Zustand. Je nach Zielvorgabe und IST-Zustand wird dann der Trainingsplan erstellt. Beim Antrainieren muss immer erst die Dauer verlängert werden und dann erst die Intensität!

  1. Schritt: SMART-Ziel definieren
    S=spezifisch, M=messbar, A=attraktiv, R=realistisch und T=terminiert.
  2. Schritt: Ist-Zustand aufnehmen
  3. Schritt: MACHEN – der Weg ist das Ziel!

    Jahresplan (Pause, Vorbreitung, Wettkampf)

    Quartalsplanung
    1. lockere Bewegung (Pause)
    2. Aufbautraining  für Muskulatur und Kondition (Vorbereitung)
    3. Vorbereitungsphase mit Übungsaufgaben (Vorbereitung)
    4. Zielerreichung, Wiederholung der Aufgabe (Wettkampfphase)

    Wochenplan
    Dressur, Longe, Springen, Konditionstraining, Wiesetag, Bodenarbeit

    Tagesaufgaben
    Dressur: Verbesserung des Übergangs Schritt – Galopp
    Höre dazu auch gerne in die Folge zur Lösungsphase rein!

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Krankheiten durch falsches Training

Ein abwechslungsreicher Jahresplan ist wichtig, denn gleichbleibendes und monotones Training ist wirkungslos und belastet den Körper und auch die Psyche des Pferdes negativ. Die Gelenke des Pferdes werden einseitig belastet und es kommt zu Abnutzung und Schäden. Es entstehen Arthrose, Lahmheiten und Gelenkentzündungen. Bei Reitpferden ist die Hufgelenksentzündung eine ganz typische Erkrankung durch einseitige Fehlbelastung und zu langen Stehzeiten.

Mehr zu Erkrankungen des Bewegungsapparates in den Folgen:
Muskelerkrankungen beim Pferd

Sehnenschaden beim Pferd

Sehnenschaden-pferd-sehnenentzüdnung-pferd-pferdekrankheit

Arthrose beim Pferd 

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Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1 Grundlagen

Podcast Episode #6 Pferdefütterung Teil 1

mit Werner A. Klein

Grundlagen der Pferdefütterung 

Unser Ziel ist also eine artgerechte und bedarfsgerechte Fütterung. Das mindert viele unserer Probleme, unserer Leiden – oder besser die unserer Pferde. Außerdem sparen wir Tierarzt-Kosten, denn Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen. Das was und auch das wie wir füttern ist von großer Bedeutung für die Pferdegesundheit. Das pferdetypische Fressverhalten hat sich über Millionen von Jahren in der Steppe entwickelt, das hat sich kaum verändert seit der Domestikation. 

Artgerechte Pferdefütterung

Eine artgerechte Pferdefütterung zeichnet sich dadurch aus, dass die arttypische Bedürfnisse der Pferde befriedigen werde. Pferde sind Steppentiere und keine Weichtiere, wie häufig gedacht. In der Steppe gab es nur im Frühling das Angebot an jungen Gräsern, das als Leistungsfutter zur Milchbildung von den Stuten genutzt wurde (Stuten sind saisonal polyöstrisch), ansonsten war das Futterangebot eher knapp im Jahr. Es handelte sich um langes, überständiges, strukturreiches, also energiearmes Gras. Die heutigen Wiesen sind wegen der Düngung und der Nutzung das ganze Jahr sehr mastig, wie damals im Frühjahr, für Rinder ist das erwünscht (Milchbildung, Mast), für unsere Pferde ist dies aber gesundheitsschädlich!

Pferdeernährung
Grundsatz Nr. 1: Pferde sind Raufutter-Fresser
Für die Pferde ist ein pferdegerechte Heu wichtiger als das beste Müsli! 

Grundsatz Nr. 2: Pferde sind Pflanzenfresser
Pferde sind reine Veganer – klingt logisch? In vielen Internetforen findet man Mast-Rezepte mit Eiern, diese gehören nicht in den Futtertrog unserer Pferde. Lediglich Fohlen in der Saugphase sind Vegetarier, in dieser Zeit ist also Milch erlaubt 🙂

Grundsatz Nr. 3: Pferde sind Dauerfresser
Das Pferd ist eigentlich ein Dauerfuttersucher und kein Dauerfresser, der Begriff ist zur heute Zeit überholt, wird jedoch noch viel verwendet. Eine ständige übermäßige Aufnahme von Raufutter sollte je nach Pferdetyp einzuschränken, zum Beispiel über Heunetze oder Dosierraufen. Die Nordpferdetypen (Pony, Kaltblutrassen) sind leichtfuttrig und bei ad libitum Heufütterung führt dies zu einer Überversorgung und Verfettung. Dagegen müssen einige Südpferdetypen (Vollblut), die sehr schwerfuttrig sind, trotz ad libitum Heufütterung noch zugeflüstert werden, da sie nicht in der Lage sind ihren Erhaltungsbedarf durch die Heuaufnahme zu decken. Daher muss je nach Pferdetyp die Fütterung angepasst werden, wobei die ständige Futtersuche als Grundbedürfnis berücksichtigt werden muss.

Grundsatz Nr. 4: Pferde sind Gewohnheitsfresser
Die Verdauung der Pferdes ist abhängig von Mikroorganismen im Dickdarm, daher müssen auch die Bedürfnisse der Darmflora (Verdauungshelfer) berücksichtigt werden. Die Darmflora ist sehr spezifisch, das heißt abhängig vom jeweiligen Futter. Eine langsame Futterumstellung ermöglicht diesen Verdauungshelfern sich anzupassen.

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Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

Podcast Episode #5 Lösungsphase aus medizinischer Sicht

reiten-pferd-pferdetraining

Heute beschäftigen wir uns mit den Veränderungen, die durch Bewegungsmangel beim Pferd und eine unzureichende Lösungsphase beim Reiten entstehen. Pferdetraining aus medizinischer Sicht zu bewerten hilf in vielen Fällen zu verstehen warum im täglichen Training und beim Muskelaufbau entsprechende Empfehlungen gegeben werden, wie zum Beispiel ausreichend Schritt reiten zu Beginn einer jeden Reitstunde.

Bewegungsverhalten – natürliches Grundbedürfnis

Pferde sind Lauftiere – das bedeutet ihr tägliches Bewegungsbedürfnis liegt eigentlich bei 16 Stunden! In der Natur legen die Pferde in dieser Zeit bis zu 20km zurück und zwar im langsamen Schritt mit gesenktem Kopf zur Futteraufnahme. 

Alltag in vielen Reitställen – Bewegungsmangel

Die Frage lautet meist “Wo steht denn dein Pferd?” und die Frage drückt schon das Problem aus – das Pferd steht in dem Stall xy – stehen, leider ich laufen oder leben…
Jedem Pferd stehen nach heutigen Gerichtsurteilen täglich 2 bis 3 Stunden freie Bewegung zu, also ohne Reiter, dass bedeutet auf der Wiese oder dem Paddock. Selbst wenn diese Zeit zusätzlich zum Reiten eingehalten wird, bleiben noch sehr viele Stunden eines Tages übrig.

Aufgabe: Setz dich hin und notiere einmal 24 Stunden deines Pferdes.
Beispiel: 
24 Uhr bis 07 Uhr: Box
07 Uhr bis 11 Uhr: Wiese
11 Uhr bis 15 Uhr: Box
15 Uhr bis 16 Uhr: Führmaschine
16 Uhr bis 18 Uhr: Box
18 Uhr bis 20 Uhr: Reiten
20 Uhr bis 24 Uhr: Box
Zusammenfassung: 17 Stunden Stehzeit und 7 Stunden Bewegungszeit
Merke: Das Grundbedürfnis lag bei 16 Stunden Bewegung – als ist dem Beispiel das Verhältnis genau verkehrt herum. Deswegen ist eine entsprechende Lösungsphase für unsere Pferde zur Gesunderhaltung wichtig!

äreiten-pferd

Auch im Offenstall ist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm stark zu empfehlen! Matschige oder gefrorene Böden sowie der Aufenthalt an der Heuraufe oder auf der Wiese führen auch hier zu Bewegungsmangel.

Auswirkungen auf den Bewegungsapparat des Pferdes

Studien zeigen wie sich die chemische Zusammensetzung und die Biomechanik des Körper durch Bewegungsmangel verändert. 

Knochen: Knochen sind aus sehr festen Gewebe – durch mangelnde Bewegung kann der Knochen jedoch an Festigkeit verlieren. Er reagiert ständig auf mechanische Beanspruchung, regelmäßige Muskelaktivität stärkt also die Knochen. Bei Pferden mit festen Schienen- oder Cast-Verbänden konnte eine Inaktivitätsosteoporose nachgewiesen werden (Osteo=Knochen; porose=porös).

Was passiert mit Sehnen, Muskeln und Gelenken? Mehr Informationen erhälst du in dieser Folge.

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Podcast Episode #4 Druse

Podcast Episode #4 Druse

Druse beim Pferd ist eine gefürchtete Pferdekrankheit, die mit eitrigen Nasenausfluss, Fieber und Müdigkeit einhergeht und hoch ansteckend ist. Leider tritt diese Erkrankung beim Pferd wieder häufiger auf in den letzten Jahren.

Druse beim Pferd

Es handelt sich dabei um eine bakterielle Erkrankung (Streptococcus equi sub. equi), die weltweit vorkommt, hoch ansteckend ist – aber in der Regel nicht tödlich verläuft. Bei  der Druse haneldt es sich um eine fiebrige Erkrankung der oberen Atemwege.

Symptome bei Druse

– Husten
– eitrigen Nasenausfluss
– Abgeschlagenheit
– Schluckbeschwerden
– vergrößerte Lymphknoten (Lnn. mandibularis)

– Komplikationen:
Streuung in die anderen Körperlymphknoten mit Abszessbildung
Nieren-Erkrankungen
Blutflecken-Krankheit (Entzündung der kleinen Gefäße) mit Ödembildung (Nilpferd-Kopf)

Risikopatienten – gefährdete Pferde bei der Druse

YOPIS
Y = Young (Fohlen+Jungpferd)!
Die Druse wird auch häufig als Kinderkrankheit bezeichnet.
O = Old (alte Pferde)
P = Pregnant (Trächtigkeit)
I = Immunsystem geschwächt (Stress, Parasitenbefall)
S = Sick (bereits erkrankte Pferde)

Bei diesen Pferden ist das Immunsystem entweder noch nicht vollkommen ausgereift oder geschwächt und daher sind diese Gruppen besonders gefährdet.

Druse-pferd-pferdekrankheit

Übertragung der Druse 

Der Erreger überlebt in der Umwelt relativ schlecht, daher erfolgt die Übertragung meist direkt von Pferd zu Pferd. Eine indirekte Übertragung ist allerdings möglich – zum Beispiel Nasenausfluss auf der Jacke. Die Eintrittspforte in den Körper sind die oberen Atemwege und von dort wandert das Druse-Bakterium in die Lymphknoten.

Stille Träger (Pferde mit Druse ohne Symptome)

2% bis 10% der Pferde tragen den Erreger in sich und scheiden ihn aus OHNE dabei zu erkranken, das nennt man eine latente Infektion. Diese Pferde scheiden den Erreger aus und stecken andere Pferde an. Diese stillen Träger sind sehr schwer zu identifizieren, können aber der Grund dafür sein, dass immer wieder neue Pferde im Stall erkranken. Der Druse-Erreger zieht sich dabei in die Luftsäcke zurück.

Druse-pferd-pferdegesundheit

Nachdem die Symptome abgeklungen sind, können die Pferde die Druse-Erreger noch bis zu 3 Wochen ausscheiden. Das bedeutet nach dem letzten Fiebertag sollte die Quarantäne noch weitere 3 Wochen aufrecht erhalten werden – ein Stand-Still im Reitstall-keiner rein, keiner raus! Das sind lediglich Empfehlungen, da Druse weder anzeigepflichtig noch meldepflichtig ist, gibt es keine gesetzlichen Regeln.

Diagnostik bei der Druse
  1. Luftsackspülung
    Der Goldenstandard ist eine Luftsackspülung mittels einer Endoskopie 3 mal im Anstand von einer Woche, wenn alle Proben negativ sind, gilt das Pferd als Druse-frei.
    -> sicherste Methode, aber sehr aufwendig
  2. Rachenspülung
    Eine weitere Möglichkeit ist die Rachenspülung, dabei wird ein langer Katheter in die Nüster eingeführt und wie eine Nasenschlundsonde bis kurz vor den Kohlkopf geschoben, wo sich auch die Eingänge zu den Luftsäcken befinden. Dann wird mit Kochsalzlösung der Rachen gespült und die Flüssigkeit beim Herauslaufen aus der Nüster wieder aufgefangen.
    -> gute Methode, kostengünstig und wenig invasiv
  3. Nasentupfer
    Das ist die schlechteste Variante die Druse zu diagnostizieren und macht nur Sinn aus zähen, gelben Eiter. Bei fehlendem Nasenausfluss ist ein Nasentupfer nicht sinnvoll!
    -> schlechte Methode bei mangelndem Nasenausfluss

Kein Test hat eine 100% Treffsicherheit: das bedeutet leider, dass selbst  wenn der Test negativ auf Druse ist, das Pferd jedoch Druse haben könnte. Das nennt man ein falsch negatives Ergebnis, daher wiederholt man die Test 3. mal im Abstand von einer Woche. Die Drüse-Diagnostik ist dadurch sehr teuer!

Behandlung und Maßnahmen bei Druse 

Die Pferde brauchen Ruhe und sollte sofort abgesondert werden, wenn Fieber auftritt. Die Abszesse im Kehlgang werden mit Zugsalbe und Wärme behandelt bis sie sich nach außen öffnen und der Eiter abfließen kann. In einigen Fällen macht es auch Sinn die Abszesse chirurgisch zu spalten. Die Behandlung mit Antibiotika ist umstritten in der Literatur. Sie werden eingesetzt, wenn 1. die Abszesse offen sind, 2. im Frühstadium vor der Abszessbildung oder 3. bei Verdacht auf Abszessbildung im ganzen Körper, also bei einer Streuung des Erregers.
Wiesen sollten 4 Wochen nicht genutzt werden und im Stall sollten verschiedene Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Neue Pferde sollte in Quarantäne gestellt werden für 2 bis 3 Wochen, leider keine gängige Praxis. Die prophylaktische Impfung wird nicht empfohlen, wenn die Druse schon ausgebrochen ist, sollte unter keinen umständen geimpft werden!!

Du willst erfahren wie es im akuten Fall abläuft, dann höre in diese Folge des Podcasts rein – deine Veronika

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Podcast Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Podcast Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Episode #3 Impfungen beim Pferd Teil II

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation.

Non-Core-Komponenten – Impfempfehlung
(Impfung empfohlen bei Gefährdung)

  • Tollwut (100% Schutz, Information vor Urlaubsreisen einholen)
  • Hautpilz (besonders zu empfehlen bei Jungpferde beim Einreiten)
  • Druse (Impfung bei Ausbruch ABZULEHNEN!)
  • Rotaviren (Fohlen-Durchfall-Erkrankung)
  • EVA (Equine Virus Arteritis, Hengste im Deckeinsatz, meldepflichtig)
  • West-Nil-Virus (2019 in Deutschland nachgewiesen!)

Impfungen beim Pferd

Reaktionen nach einer Impfung beim Pferd

Impfdurchbruch:
Das Pferd wird krank durch Viren aus der Umgebung/von andere Pferde – die Impfung erfüllt ihre Aufgabe nicht, trotz dass das Pferd geimpft ist. Ursachen für eine ungenügende Impfwirkung sind zum Beispiel das unsachgemäße lagern von Impfstoffen, impfen von bereits kranken Pferden oder gestresste Pferde, Impfintervalle werden nicht eingehalten, fehlerhafte Grundimmunisierung und so weiter.

Impfreaktion/Impfschaden:
In den meisten Fällen kurzfristige lokale Schwellung, Gliederschmerzen und Fieber. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion kommen mit langfristigen Gesundheitsproblemen.

Impferkrankung:
Bei dem Lebendimpfstoff werden die Viren in ihrer krankmachenden Wirkung abgeschwächt, sodass eine Reaktion des Immunsystems mit Bildung von Antikörpern ausgelöst wird ohne den Impfling krank zu machen. Bricht nun die Erkrankung durch diese Viren im Impfstoff aus wird dies eine Impferkrankung genannt.

Was solltest du beachten, wenn du dein Pferd impfen möchtest? Turnierstart, Husten, Stallwechsel,…? Mehr Informationen in dieser Folge.

Höre auch in den ersten Teil zu Impfungen beim Pferd rein!
Episode #2 Impfungen beim Pferd Teil 1

Podcast Episode #2 Impfungen beim Pferd

Podcast Episode #2 Impfungen beim Pferd

Episode #2 Impfungen beim Pferd

Impfungen beim Pferd: Influenza, Tetanus und Herpes

Allgemeine Informationen zu Impfungen beim Pferd

Impfungen beim Pferd sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionserkrankungen und deren Verbreitung – es geht dabei um den Schutz des Einzeltieres, des Bestandes und der gesamten Pferdepopulation. Anzustreben ist eine vollständige Bestandsimpfung, wobei alle Tiere eine vollständige Grundimmunisierung erhalten und dann je nach Einsatz nachgeimpft werden. Es entsteht eine stabile Impfdecke, die den bestmöglichen Schutz bietet.

Fohlen und Zuchtstuten impfen 

Die Immunkompetenz des Fohlens ist abhängig von der Impfhistorie der Mutter. Zu beachten ist, dass Pferde eine undurchlässige Plazenta für Impfantikörper haben, die Antikörper werden also erst nach der Geburt durch die erste Milch (Kolostrum) aufgenommen. Der Schutz dient dem Fohlen die ersten Lebensmonate, da die Antikörper der Mutter sich mit der Zeit abbauen, muss das Fohlen dann körpereigene produzieren – hier setzt dann die Fohlenimpfung ein (ab 6. Lebensmonat).

Leitlinien zu den Impfungen bei Pferden

Core- und Non-Core-Komponenten

1. Core-Komponenten (ständige Empfehlung): Influenza, Tetanus, Herpes
2. Non-Core-Komponenten (nur bei Gefährdung): Tollwut, Druse, Rotaviren

  1. Core-Komponenten

Die Grundimmunisierung besteht grundsätzlich aus 3 Impfungen (häufige Fehlerquelle!).

Influenza 

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen (LPO 28 bis 70 Tage)
    -> nach 14 Tagen Turnierteilnahme möglich
  3. Impfung nach 6 Monaten (LPO +21 Tage)
    -> 7 Tage nach der Impfung Startverbot auf einem Turnierdanach:
    – Influenza für Freizeitpferde jährlich / Turnierpferde halbjährlich

Zusammenfassung:
– Übertragung der Influenza-Viren über eine Tröpfcheninfektion
– Atemwegserkrankungen mit hohen Fieber, Husten und Apathie
– hoher Infektionsdruck bei Ansammlungen von Pferden (Turnier)
– aktuelle Ausbrüche (2019)

Herpes

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung
    – nach 4 bis 6 Wochen (Todimpfstoff)
    – nach 3 bis 4 Monaten (Lebendimpfstoff)
  3. Impfung nach 6 Monatendanach:
    – Herpes für alle immer halbjährlich
    – Zuchtstuten, tragend: Schutz vor Abort
    Lebendimpfstoff: 4. und 8. Trächtigkeitsmonat
    Todimpfstoff: 5., 7., und 9. Trächtigkeitsmonat

Zusammenfassung:
– Herpes-Viren Typ 1: neurologische Symptome und Verlust der Trächtigkeit im letzten Drittel (Abort)
– Herpes-Viren Typ 4: Atemwegserkrankungen
– bilden Latenz aus, einmal infiziert bleibt eine lebenslange persistierende Infektion, die bei Stress aktiviert wird (vgl. Lippenherpes beim Mensch)

Impfungen Pferd Tetanus

Tetanus (Wundstarrkrampf)

  1. Impfung Tag 0
  2. Impfung nach 4 bis 6 Wochen
  3. Impfung nach 1 Jahrdanach alle 2-3 Jahre zu wiederholen

Zusammenfassung:
– Ein MUSS für alle Pferde (Rentner, Fohlen, Turnierpferd, Freizeitpferd)
– 100% Schutz, gut verträglich, kostengünstig,
– Erreger kommt überall vor und dringt über kleinste Hautwunden ein
– eine Infektion für in der Regel zum Tod

weitere Impfungen beim Pferd behandeln wir in der nächsten Episode Impfungen beim Pferd Teil 2

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Podcast Episode #1 Pferdekrankheiten

Willkommen zum Podcast Kernkompetenz Pferd hier dreht sich alles über Pferdekrankheiten und wie du dein Pferd gesund erhältst!

Pferdewissen über Pferdekrankheiten

Du möchtest mehr über dein Pferd erfahren? Mehr Sicherheit in medizinischen Fällen, wenn dein Pferd krank ist? Keine Verunsicherung durch Außenstehende, sondern Sicherheit durch Fakten und fundiertes Wissen? Dann bist du hier richtig 🙂 viel Spaß beim reinhören und besser werden! Wir bauen deine Fachkompetenz aus! #besseralsgestern #informierterPferdemensch

=> und damit hallo Zusammen und herzlich Willkommen, ich bin Dr. Veronika Klein, Fachtierärztin für Pferde, Reiter, Trainer und Chiropraktiker und freue mich auf eine spannende Zeit mit euch!

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Seit Januar 2018 gibt es hier alle 14 Tage eine neue Podcast Episode zu dem Thema Pferdegesundheit und Pferdekrankheiten.

Über eine aktive Mitgestaltung freue ich mich besonders, ihr habt Themenwünsche?

Dann schreibt mir eine Email veronika@kernkompetenz-pferd.de

Ziel: gesunde Pferde – weniger Pferdekrankheiten

Meine Vision

Die Welt für unsere Pferde zu einem besseren Ort zu gestalten –
indem ich Reitern helfe ihre Herzenspferde nachhaltig gesund und glücklich zu erhalten #informierterPferdemensch

Meine Mission

Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten zur Thematik Pferdegesundheit – einfach, sachlich und umsetzbar für jeden

Mein Versprechen 🐴🎓🎤 #besseralsgestern

#🐴 pferdegerecht
– unabhängig von Methoden, Theorien und Lehren, sondern fürs Pferd

#🎓 fundiertes Pferdewissen
– unaufgeregt, kompakt, verständlich und umsetzbar

#🎤 zugänglich für jeden, von überall, zu jeder Zeit
– Nutzung von moderne Medien in Zeiten der Digitalisierung

Konzept

Podcast Kernkompetenz Pferd
“Aus Leerzeiten – Lernzeiten gestalten”
Hört euch während der Autofahrt, der Hausarbeit oder beim Sport eine Episode an und bildet euch mühelos und kostenlos über euren Partner Pferd fort.

Webinar
Erste Hilfe am Pferd
Erlerne wie DU selbst deinem Pferd helfen kannst

Onlinekurs Pferdegesundheit
Viele Krankheiten lassen sich vermeiden, lerne mehr über Pferdeanatomie, die Organfunktionen und die häufigsten Erkrankungen und erspare deinem Pferd und dir den Tierarztbesuch 🙂 spart Zeit, Geld und Nerven!
für mehr Infos

Tierschutzgesetz:
§ 2 Jeder der ein Tier hält oder betreut muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Er darf die artgemäße Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Zudem muss er über die Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. 

Daher sollte jeder der Umgang mit Pferden hat, sich kontinuierlich fortbilden zum Wohle der Tiere!

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